Bürgermeisterei Jülich (Bestand)
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II
Stadtarchiv Jülich (Archivtektonik) >> Archivgut amtlicher Herkunft
01.01.1587-31.12.1940
Nach der Überrnahme des Rheinlandes durch die Preußen im Jahr 1815 blieb die französische Verwaltungsgliederung bestehen: Aus der Mairie Jülich wurde die Bürgermeisterei Jülich. Bis 1847 gehörten zur Bürgermeisterei Jülich die Dörfer Titz, Mersch, Pattern, Güsten und Welldorf. Nach dem Erlass der ersten verbindlichen Kommunalordnung in Form der"Gemeindeordnung für die Rheinprovinz" im Jahr 1845 und der Einführung der Rheinischen Städteordnung 1847 wurden die Orte Titz, Mersch, Pattern, Güsten und Welldorf formell unabhängig, allerdings die folgenden 20 Jahre noch in Personalunion von Jülich aus verwaltet. Erst 1867 erfolgte deren endgültige Loslösung von Jülich.Im Jahr 1907 wurde in der Verwaltung ein Aktenschnitt vollzogen und die Akten geschlossen. Das Repertorium II enthält damit die Bestände des Stadtarchivs vom Jahr 1815 bis etwa 1907/1908. Die Akten des Bestandes II waren während des Zweiten Weltkrieges aufgrund ihres Umfanges nicht ausgelagert worden. Sie befanden sich bis zum Kriegsende in den Kellerräumen des zerstörten Rathauses. Kurz nach Kriegsende wurde der größere Teil der Bestände auf Veranlassung der damaligen Militärregierung mit Militärfahrzeugen nach Schloss Gymnich überführt. Dort wurde die Ordnung der Bestände von Dr. Karl Wilkes durchgeführt und am 23. September 1946 fertiggestellt. Seitdem wurde die Verzeichnung nicht mehr überarbeitet.Seit Frühjahr 2022 wird der Bestand ergänzt mit Akten aus dem Bestand III, die dort irrtümlich eingegliedert wurden. Gleichzeitig wurden Akten in den Bestand III verschoben. Dazu gehören insbesondere die Akten der Kriegsregistratur des Ersten Weltkrieges und der Besatungszeit (1918-1929), aber auch weitere Akten, die aufgrund ihrer Laufzeit in den Bestand III gehören. Die Altsignaturen wurden in die Verzeichnung aufgenommen. Damit können die einzelnen Akten weiterhin auch mit der Altsignatur aufgefunden werden.
Bestand
Guido v. Büren, Michael D. Gutbier (Hrsg.), Das preußische Jahrhundert. Jülich, Opladen und das Rheinland zwischen 1815 und 1914, Goch 2016
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET