Haus Holtzbrinck, Altena (Bestand)
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HAA Ho
Kreisarchiv des Märkischen Kreises (Archivtektonik)
Form und Inhalt: Der vom früheren Leiter des Archivs des Märkischen Kreises, Dr. Rolf Dieter Kohl, bereits vorsortierte Bestand "Haus Holtzbrinck" trägt seinen Namen eigentlich zu Unrecht. Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um das Archiv des Hauses Holtzbrinck in Altena, sondern vielmehr um einen Bestand, der vor allem Unterlagen zur Verwaltungstätigkeit der Familie von Holtzbrinck als Landräte im Kreis Altena sowie Familienpapiere umfasst (u.a. auch zu Hymmen in Lüdenscheid und dem Hochgrafenamt). Über das Landratsamt (Haus Holtzbrinck in Altena diente der Familie als Wohn- und Dienstsitz) müssen auch ältere Akten zur Werdohler Brücke, Familie Rump u.a., die noch aus der Zeit der Altenaer Drosten stammen, in den Bestand gelangt sein.Ein deutlicher Schwerpunkt in der Überlieferung besteht in Quellen zum Eisengewerbe im märkischen Sauerland, die zu einem erheblichen Teil bereits von Hermann Flebbe gesichtet und sortiert wurden (Kartons im Bestand sind als "Sammlung Flebbe" gekennzeichnet), sowie in Unterlagen zum Steuerwesen (vor allem Steuerrechnungen des Kirchspiels Lüdenscheid, die ebenfalls bereits vorsortiert vorliegen).Schließlich umfasst der Bestand Pachtverträge (u.a. zu Gut Helbecke), Quellen zur Geschichte der reformierten Kirchengemeinde Altena, der die Familie von Holtzbrinck angehörte, und mehrere Urkunden, zum Teil noch mit angehängtem Siegel.Zahlreiche Betreffe zu Haus Habbel (Herscheid) und zu Haus Rhade (Kierspe), die während der Erschließungsarbeiten gefunden wurden, sind separiert worden und sollen in die Bestände "Habbel" und "Rhade" integriert werden.Der Bestand wurde von Herrn Dr. Oliver Schulz im Juli 2012 verzeichnet.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ