Supplicationis Auseinandersetzung um Zustellung eines Mandats und Bezahlung der Prozeßkosten
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(1) 1836
Wismar K 202 (W K n. 202)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 06. 1. Kläger F
22.06.1782-10.12.1783
Kläger: (2) Johann Wilhelm Fürchtnicht, Advokat am Tribunal und Dr. Friedrich Nürenberg, Prokurator am Tribunal
Beklagter: Hinrich Nikolaus Brandt, Steuermann zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Bekl.: Dr. Christoph Christian Hasse (P)
Fallbeschreibung: Fürchtnicht hatte Bekl. in einem Prozeß vertreten (Nr. 1834) und sollte ihm das Mandat des Tribunals zustellen. Da der Bekl. jedoch die Stadt verlassen hat, ohne eine Nachricht zu hinterlassen, bittet er um Verhaltenshinweise des Tribunals. Dieses nimmt die Supplik ad acta. Am 12.07.1782 bitten beide Kl. um Bezahlung ihrer Dienste, am 15.07.1782 weist Tribunal an, daß Kröpelin die Sachen Brandts verkaufen und die Kl. zufriedenstellen soll, nachdem seine Forderungen erfüllt sind. Am 21.11.1783 bitten Kl. um Vollstreckung ihrer Kosten gegen Bekl., der von einer Reise zurückgekommen ist. Am 22.11. weist das Tribunal Bekl. zur Zahlung binnen 3 Tagen an und droht mit Vollstreckung. Am 27.11. beschwert sich Nürenberg, daß Bekl. nicht gezahlt habe und erbittet Vollstreckung. Am 01.12. weist das Tribunal den Kapitän von Köhler an, Bekl. festzunehmen. Nachdem Bekl. festgenommen wurde, bietet er am 09.12. Zahlung an, bittet aber um Moderierung der Kosten. Das Tribunal weist dies am 10.12.1783 zurück.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1782-1783
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Kosten der Prokuratur und Advokatur in Höhe von 16 Rtlr 34 s bzw. 20 Rtlr 35 s vom 12.07.1782; neue Aufstellung über Kosten der Prokuratur und Advokatur über 18 Rtlr 24 s bzw. 22 Rtlr 35 s vom 21.11.1783; von Tribunalspedell F.W. Schröder ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 22.11.1783
Beklagter: Hinrich Nikolaus Brandt, Steuermann zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Bekl.: Dr. Christoph Christian Hasse (P)
Fallbeschreibung: Fürchtnicht hatte Bekl. in einem Prozeß vertreten (Nr. 1834) und sollte ihm das Mandat des Tribunals zustellen. Da der Bekl. jedoch die Stadt verlassen hat, ohne eine Nachricht zu hinterlassen, bittet er um Verhaltenshinweise des Tribunals. Dieses nimmt die Supplik ad acta. Am 12.07.1782 bitten beide Kl. um Bezahlung ihrer Dienste, am 15.07.1782 weist Tribunal an, daß Kröpelin die Sachen Brandts verkaufen und die Kl. zufriedenstellen soll, nachdem seine Forderungen erfüllt sind. Am 21.11.1783 bitten Kl. um Vollstreckung ihrer Kosten gegen Bekl., der von einer Reise zurückgekommen ist. Am 22.11. weist das Tribunal Bekl. zur Zahlung binnen 3 Tagen an und droht mit Vollstreckung. Am 27.11. beschwert sich Nürenberg, daß Bekl. nicht gezahlt habe und erbittet Vollstreckung. Am 01.12. weist das Tribunal den Kapitän von Köhler an, Bekl. festzunehmen. Nachdem Bekl. festgenommen wurde, bietet er am 09.12. Zahlung an, bittet aber um Moderierung der Kosten. Das Tribunal weist dies am 10.12.1783 zurück.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1782-1783
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Kosten der Prokuratur und Advokatur in Höhe von 16 Rtlr 34 s bzw. 20 Rtlr 35 s vom 12.07.1782; neue Aufstellung über Kosten der Prokuratur und Advokatur über 18 Rtlr 24 s bzw. 22 Rtlr 35 s vom 21.11.1783; von Tribunalspedell F.W. Schröder ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 22.11.1783
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:29 AM CET