Klage der Witwe Bäckergildemeister Jobst Deckenbroch, geb. Anna Weddepoel ./. die Witwe Picker, geb. Else Heggeman. Streit um das Eigentum an einer Gasse, die von den Besitzungen der Parteien zur Grutstegge und zum Brunnen führt.
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B-C Civ, 2365
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
(1629) 1630 - 1634
Darin: Anlage 1 (Abschrift): 16.1. 1629. Vor Bürgermeister und Rat in Münster verkaufen Kramer Kaspar Blome und Frau Helene der Witwe Bäckergildemeister Jobst Deckenbroch, geb. Anna Weddepoel ihr aus der Erbschaft der Witwe Johan Varvick stammendes Häuslein hinter der Stallung der Käuferin zwischen dem Hof der Witwe Jost Moderson und dem Hause des Dr. Viktor Werneking (mit der streitigen Gasse). Verkäufer verpfänden ihr Haus am Spiekerhof zwischen Häusern des Johan Honasch und des Johan Borsse. Zeugen: Henrich Brochtrup und Johan Meier. Anlage 2 (Abschrift): 16.11. 1629. Witwe Kaspar Blome, geb. Helene Hoveman verkauft mit Zustimmung ihrer Kinder Johan und Maria Blome und ihrer anderen Kinder der Witwe Picker, geb. Elisabeth Heggeman 2 Gademe in der Grutstegge zwischen Häusern der Witwe Rockelose, jetzt Bevern und der Witwe Rotger Modersohn, jetzt des Gerhard Modersohn mitsamt dem Wege zum Brunnen, den die Witwe Deckenbroch benutzen darf. Mitverkauft ist eine Bank in der Lambertikirche. Verkäuferin verpfändet ihr Haus an der Bergstraße zwischen Häusern des Domvikars Dietrich Morrien und das Haus Georgii und ihr Haus am Spiekerhof zwischen Häusern des Johan Hanasch und Johan Börse. Geschehen im Hof des Hw. Eberhard Schade auf dem Domhof. Zeugen: die Vikare Henrich Beerhorst und Rotger Hense. Notar: Gerhard Berninck.
Enthält: Erwähnt werden Christian Beerhorst, Tochtermann der Klägerin; Johan Picker, Sohn der Beklagten; Johan Heggeman, Kaplan an Lamberti, Bruder der Beklagten; Christoffer Schmedding; Henrich Elbracht; Henrich von Emmerich; Herman Schmeddes; Henrich Pustekrey; Notar Nikolaus Brockhoff am alten Steinweg; Johan Hilligenhove; Martin Ketteler; Johan Witte, kölnischer Bote; Notar Christian Brockman; Grüter Herman Heerde; Jobst Westerman aus Drensteinfurt.
Enthält: Erwähnt werden Christian Beerhorst, Tochtermann der Klägerin; Johan Picker, Sohn der Beklagten; Johan Heggeman, Kaplan an Lamberti, Bruder der Beklagten; Christoffer Schmedding; Henrich Elbracht; Henrich von Emmerich; Herman Schmeddes; Henrich Pustekrey; Notar Nikolaus Brockhoff am alten Steinweg; Johan Hilligenhove; Martin Ketteler; Johan Witte, kölnischer Bote; Notar Christian Brockman; Grüter Herman Heerde; Jobst Westerman aus Drensteinfurt.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:37 MEZ