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Fotografie einer Skulptur von Kaiser Hadrian
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Schwarz-Weiß-Fotografie, die eine Ganzkörperplastik des römischen Kaisers Hadrian zeigt. Die Figur steht auf einem Sockel, in der linken Hand hält sie einen langen Stab mit einem Knauf am Ende. Der Stab ist höher als die Figur. Der linke Arm zeigt nach schräg unten, die Handfläche nach oben, der Zeigefinger ist ausgestreckt. Die Figur trägt römische Legionärskleidung und um den Hals eine Kette mit einem großen Anhänger, auf dem ein Gesicht dargestellt ist. Die Aufnahme erfolgte frontal vor einem neutralen Hintergrund.
Kontext:
Laut Bildunterschrift handelt es sich bei der Figur um Kaiser Hadrian (76–138) „der nach dem Freitode seines Freundes Antinous überall öffentlich dessen Büste aufzustellen befahl.“
Das Foto dürfte demnach im Kontext des Kampfes um die Rechte Homosexueller stehen. Der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld und andere, die sich für die Abschaffung von § 175 einsetzen, wonach mannmännliche sexuelle Beziehungen in Deutschland und vielen Ländern unter Strafe gestellt wurden, griffen in ihren Schriften und weiteren aufklärerischen Arbeiten oft auf historische oder bekannte Persönlichkeiten zurück, die selbst – offen oder nicht – homosexuell waren. Damit verwiesen sie auf eine lange Traditionslinie geschlechtlicher Identitätskonzepte, die jenseits der zweigeschlechtlichen, heterosexuellen Norm lagen.
Bildunterschrift in Schidrowitz: Sittengeschichte des Lasters: Standbild Kaiser Hadrians, der nach dem Freitode seines Freundes Antinous überall öffentlich dessen Büste aufzustellen befahl
(Archiv des Instituts für Sexualwissenschaft, Dr. Magnus Hirschfeld-Stiftung, Berlin)
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Berlin
FSIFS-139_a
Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin
Fotografische Sammlung des ehemaligen Instituts für Sexualwissenschaft