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Kriegsheim: Tausch, Anna v. Rodenstein geb. v. Oberstein, Engelharden v. Rodenstein Witwe vor sich selbsten als usufructuaria und dann Andrees v. ...
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Urkunden der ehemaligen Provinz Rheinhessen >> 9 Orte, Buchstabe K >> 9.6 Kriegsheim
1577 April 15
Kurpfalz
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben d. 15. April 1577
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kriegsheim: Tausch, Anna v. Rodenstein geb. v. Oberstein, Engelharden v. Rodenstein Witwe vor sich selbsten als usufructuaria und dann Andrees v. Oberstein Domdechant in Speier, Hans v. Rodenstein der Alte und Philipp Ulner v. Dieburg als Vormünder Obber. Engelhards v. Rodenstein Kinder als sie bisher dieses halbe Dorf Kriegsheim mit aller seiner Gerechtigkeit, Herrlichkeit, Herrschaft, Obrigkeit, Gebot, Verbot hoch und nieder, auch an Freveln, Bruchen und anderen Zu- und Eingehörungen immer gehabt, genutzt und genossen, derentgegen aber obberührter Engelhard v. Rodenstein ihr Hauswirt Bruder und Schwager kurz vor seinem tödlichen Abgang im kurpfälzischen Flecken Dalsheim und dessen Gemarkung ein bedbare dienstbare Behausung aus beschwerter Hand von Wolfen Webern Einwohner derenden noch zwanzig ein Morgen drei Viertel Weingarten samt vierzig acht Morgen anderthalb viertel Äcker und einen Wiesenflecken erkauft und an sich bracht, welche erkaufte Behausung und Güter jährlich Wachtgeld, Beed, Schatzung, Frohn und dergleichen Servitäten wie andern gemeine unfreie Güter underwürfig gewesen, dass demnach sie mit Kurfürst Ludwig von der Pfalz eines Auswechsls und Tausches halber verglichen, nämlich haben sie die Vormünder dem Kurfürsten ihr halb Dorf Kriegsheim mit allen seiner Oberherrlich- und Gerechtigkeit, Herrschaft, Geboten, Verboten, Gerichten, Zwingen, Bannen, Atzungen, Diensten, Steuern, Beden, Zinsen, Gefällen, Freveln, Bußen, Bruchen, auch allen andern Zugehörungen - eigentümlichen und erblichen übergeben. Dagegen der Kurfürst ihnen und ihren Pflegekindern obbeschriebene zu Dalßseim und dessen Gemarken gelegen beedbarer Behausung und Gütern, aller vorberührter auch anderer gemeiner Beschwerden gänzlich erlediget und gleich andern ihrer und ihrer Pflegekinder der eints habenden adeligen Gütern befreiet und dabeneben noch weiter verstattet, da inskünftig dieselbe ihrer Gelegenheit nach noch vor dreihundert Gulden und nicht darüber beedbare oder dienstbare Güter aus beschwerter Hand verkaufen würden, dass solche wovon sie unter deren v. Rodenstein Stamm verbleiben oder durch Erbschaft an andere adelige Geschlecht erwachsen würden, und nicht andern wiederum verkauft werden vorberührter gemeiner Beschwerden auch erledigt und unter obgemelter Befreihung als ob dieselbe in Specie darinnen begriffen wären auch gemeint sein sollen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.