Briefe des stud. jur. Georg Christoph Karl Sigmund von Tucher aus Berlin, Dänemark, Norwegen und Schweden (5)
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E 29/II Nr. 2752
E 29/II Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen
Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen
25.07.1845 - 02.08.1845
Enthält:
1845 Juli 25 bis 26: Brief des Georg (Christoph Karl Sigmund von Tucher) (16/5; 1824 - 1846; JL / 1.A) aus Berlin an seine Eltern (Johann Sigmund Karl und Maria Magdalena Karoline Katharina von Tucher) in Nürnberg.
Die Reise der Eltern (s. Nr. 2751 Prod. 2) war anstrengend und in Dresden fanden sie nicht die Muße zum rechten Genuss der Stadt. Schreiber gibt aber zu bedenken, dass die Erzählungen, die die Adressaten nun zu Hause vom lärmenden Berlin usf. machen können, Staunen erregen werden, wodurch auch die Adressaten die Reise als gute Erinnerung bewahren können. Sie sind seit 8 Tagen wieder daheim.
Juli 26: Fortsetzung.
Schreiber selbst reiste (in Gedanken!) volle 8 Tage lang im Norden herum, hat schon Kopenhagen hinter sich gelassen, einen bedeutenden Sturm auf dem Kattegat mitgemacht und war nach Durchfahrt durch einen Fjord in Christiania angekommen. Von dort überstieg man die schneebedeckten Berge in Richtung Hardanger binnen 3 Tagen. Weiter nach Bergen. Rückreise nach Gothenburg (= Göteborg), von dort zu Land nach Stockholm. Upsala wurde noch mitgenommen, dann ging es per Dampfschiff nach Lübeck, wo man von Ratzeburger und Kieler Freunden im Ratsweinkeller jubelnd empfangen wurde. Reise nach Hamburg, von dort per Dampfschiff nach Potsdam. Nun sitzt Schreiber tatsächlich noch in Berlin und malt sich die geschilderte Reise anhand der Skizzen des Theodor Mügge aus (s. Bemerkungen). Immerhin ist ein Brief der Eltern angekommen, in welchem der Vater die materielle Basis für die Reise als gesichert mitgeteilt hat. Abreise wird vermutlich am 5., 7. oder 8. August sein. Um den 8. schließen hier nämlich die meisten Kollegien. (...) Schreiber erwartet (Ludwig) de Marées, der nach Rügen reisen will. - Gute Nachrichten aus Colberg (Kolberg s. Nr. 2751): Adalbert (Flottwell?) kam gestern hier an und muss weiter. Alle sind wohlauf, auch Clärchen (= Clara Flottwell, die Schwester Friederike Hegels und spätere, 2. Frau Immanuel Hegels). Manuel (= Immanuel Hegel) und Frieder(ike) reisten am vergangenen Sonntag den Anderen nach. Nächste Woche kommen sie zurück, um in den Süden zu reisen. Carl (Hegel) reiste vor 8 Tagen nach Rostock. - Erinnerungen an die schöne Hochzeit (Immanuels und Friederikes). Die Tante (Marie Helena Susanna Hegel) ist jetzt in Henfenfeld. Grüße an (Schwester) Susette.
1845 August 2: Brief der Mutter (Maria Magdalena Karoline Katharina von Tucher) aus Nürnberg an ihren Sohn in Berlin, Dorotheeanstr. 19 bei Herrn Nielebock.
Segenswünsche für die geplante Reise. Vater kommt eben von Kalb, der eine ähnliche Reise vollzogen hat. Adressat soll bitte regelmäßig schreiben. Im Korrespondenten las Schreiberin kürzlich über einen Baron von Grefenreuth aus München, der auf dem Weg nach Italien bei Kastein (= Gastein) in eine Schlucht gestürzt war und dessen Leiche ein Hirte entdeckte. Der Artikel warnt ausdrücklich davor, sich im Gebirge ohne Führer zu bewegen. - Seit 8 Tagen ist Onkel (Johann Georg) Haller in Henfenfeld. Er will in Nürnberg auf Manuel warten. Susettchen soll dann mit nach Linz reisen.
1845 Juli 25 bis 26: Brief des Georg (Christoph Karl Sigmund von Tucher) (16/5; 1824 - 1846; JL / 1.A) aus Berlin an seine Eltern (Johann Sigmund Karl und Maria Magdalena Karoline Katharina von Tucher) in Nürnberg.
Die Reise der Eltern (s. Nr. 2751 Prod. 2) war anstrengend und in Dresden fanden sie nicht die Muße zum rechten Genuss der Stadt. Schreiber gibt aber zu bedenken, dass die Erzählungen, die die Adressaten nun zu Hause vom lärmenden Berlin usf. machen können, Staunen erregen werden, wodurch auch die Adressaten die Reise als gute Erinnerung bewahren können. Sie sind seit 8 Tagen wieder daheim.
Juli 26: Fortsetzung.
Schreiber selbst reiste (in Gedanken!) volle 8 Tage lang im Norden herum, hat schon Kopenhagen hinter sich gelassen, einen bedeutenden Sturm auf dem Kattegat mitgemacht und war nach Durchfahrt durch einen Fjord in Christiania angekommen. Von dort überstieg man die schneebedeckten Berge in Richtung Hardanger binnen 3 Tagen. Weiter nach Bergen. Rückreise nach Gothenburg (= Göteborg), von dort zu Land nach Stockholm. Upsala wurde noch mitgenommen, dann ging es per Dampfschiff nach Lübeck, wo man von Ratzeburger und Kieler Freunden im Ratsweinkeller jubelnd empfangen wurde. Reise nach Hamburg, von dort per Dampfschiff nach Potsdam. Nun sitzt Schreiber tatsächlich noch in Berlin und malt sich die geschilderte Reise anhand der Skizzen des Theodor Mügge aus (s. Bemerkungen). Immerhin ist ein Brief der Eltern angekommen, in welchem der Vater die materielle Basis für die Reise als gesichert mitgeteilt hat. Abreise wird vermutlich am 5., 7. oder 8. August sein. Um den 8. schließen hier nämlich die meisten Kollegien. (...) Schreiber erwartet (Ludwig) de Marées, der nach Rügen reisen will. - Gute Nachrichten aus Colberg (Kolberg s. Nr. 2751): Adalbert (Flottwell?) kam gestern hier an und muss weiter. Alle sind wohlauf, auch Clärchen (= Clara Flottwell, die Schwester Friederike Hegels und spätere, 2. Frau Immanuel Hegels). Manuel (= Immanuel Hegel) und Frieder(ike) reisten am vergangenen Sonntag den Anderen nach. Nächste Woche kommen sie zurück, um in den Süden zu reisen. Carl (Hegel) reiste vor 8 Tagen nach Rostock. - Erinnerungen an die schöne Hochzeit (Immanuels und Friederikes). Die Tante (Marie Helena Susanna Hegel) ist jetzt in Henfenfeld. Grüße an (Schwester) Susette.
1845 August 2: Brief der Mutter (Maria Magdalena Karoline Katharina von Tucher) aus Nürnberg an ihren Sohn in Berlin, Dorotheeanstr. 19 bei Herrn Nielebock.
Segenswünsche für die geplante Reise. Vater kommt eben von Kalb, der eine ähnliche Reise vollzogen hat. Adressat soll bitte regelmäßig schreiben. Im Korrespondenten las Schreiberin kürzlich über einen Baron von Grefenreuth aus München, der auf dem Weg nach Italien bei Kastein (= Gastein) in eine Schlucht gestürzt war und dessen Leiche ein Hirte entdeckte. Der Artikel warnt ausdrücklich davor, sich im Gebirge ohne Führer zu bewegen. - Seit 8 Tagen ist Onkel (Johann Georg) Haller in Henfenfeld. Er will in Nürnberg auf Manuel warten. Susettchen soll dann mit nach Linz reisen.
Umfang/Beschreibung: 2 Prod
Archivale
Bemerkungen: Acc.-Nr. D 2/2012
Bemerkungen: Aus dem Besitz von Frau Hildegard Erika Melitta von Schweinichen, geb. von Tucher (18/10
Bemerkungen: *1937
Bemerkungen: JL/1.A)
Bemerkungen: Prod. 1: Theodor Mügge: Reise durch Skandinavien. Skizzen aus dem Norden, 2 Bde. 1844
Indexbegriff Person: Flottwell, Adalbert (?)
Indexbegriff Person: Flottwell, Clara (Berlin)
Indexbegriff Person: Grafenreuth, N (Baron von)
Indexbegriff Person: Haller, Johann Georg
Indexbegriff Person: Hegel, Friederike geb Flottwell
Indexbegriff Person: Hegel, Immanuel
Indexbegriff Person: Hegel, Karl Friedrich Wilhelm Dr.
Indexbegriff Person: Hegel, Manuel = Immanuel
Indexbegriff Person: Hegel, Maria Helena Susanna, geb. von Tucher
Indexbegriff Person: Kalb, N
Indexbegriff Person: Marées, Ludwig de
Indexbegriff Person: Mügge, Theodor
Indexbegriff Person: N, Adalbert (= Flottwell?)
Indexbegriff Person: Nielebock, N (Berlin)
Indexbegriff Person: Tucher, Georg Christoph Karl Sigmund von
Indexbegriff Person: Tucher, Johann Sigmund Karl von
Indexbegriff Person: Tucher, Maria Magdalena Karoline Katharina, geb. von Grundherr
Indexbegriff Person: Tucher, Susanna Maria Karoline Henriette von
Indexbegriff Person: Tucher, Susette = Susanna Maria Karoline Henriette
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Einzelne Personen (geordnet nach dem Stammbaum)
Bemerkungen: Aus dem Besitz von Frau Hildegard Erika Melitta von Schweinichen, geb. von Tucher (18/10
Bemerkungen: *1937
Bemerkungen: JL/1.A)
Bemerkungen: Prod. 1: Theodor Mügge: Reise durch Skandinavien. Skizzen aus dem Norden, 2 Bde. 1844
Indexbegriff Person: Flottwell, Adalbert (?)
Indexbegriff Person: Flottwell, Clara (Berlin)
Indexbegriff Person: Grafenreuth, N (Baron von)
Indexbegriff Person: Haller, Johann Georg
Indexbegriff Person: Hegel, Friederike geb Flottwell
Indexbegriff Person: Hegel, Immanuel
Indexbegriff Person: Hegel, Karl Friedrich Wilhelm Dr.
Indexbegriff Person: Hegel, Manuel = Immanuel
Indexbegriff Person: Hegel, Maria Helena Susanna, geb. von Tucher
Indexbegriff Person: Kalb, N
Indexbegriff Person: Marées, Ludwig de
Indexbegriff Person: Mügge, Theodor
Indexbegriff Person: N, Adalbert (= Flottwell?)
Indexbegriff Person: Nielebock, N (Berlin)
Indexbegriff Person: Tucher, Georg Christoph Karl Sigmund von
Indexbegriff Person: Tucher, Johann Sigmund Karl von
Indexbegriff Person: Tucher, Maria Magdalena Karoline Katharina, geb. von Grundherr
Indexbegriff Person: Tucher, Susanna Maria Karoline Henriette von
Indexbegriff Person: Tucher, Susette = Susanna Maria Karoline Henriette
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Einzelne Personen (geordnet nach dem Stammbaum)
Bergen (Norwegen)
Berlin
Berlin, Dorotheenstr. 19
Christiania
Dresden
Gastein
Göteborg
Hamburg
Hardanger
Henfenfeld
Italien
Kattegat
Kiel
Kolberg (Ostsee)
Kopenhagen
Linz
Lübeck
Lübeck, Ratsweinkeller
München
Norwegen
Potsdam
Ratzeburg
Rostock
Rügen
Stockholm
Upsala
Briefwechsel Georg Christoph Karl Sigmund von Tucher
Reise
Hochzeit
Reiserinnerungen
Heimkehr
Reiseplan
Reiseschriftsteller
Reise durch Skandinavien. Skizzen aus dem Norden, 2 Bde. 1844 (Theodor Mügge)
Finanzierung
Kollegien
Semesterende
Hochzeitsreise
Segenswunsch
Korrespondent (von und für Deutschland)
Baron
Unfall
Todesfall
Bergunglück
Hirte
leiche
Verwandtenbesuch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:02 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik)
- Stadtarchiv Nürnberg (Tektonik)
- Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz (Tektonik)
- E 29 - Familienarchiv von Tucher (Tektonik)
- E 29/II - Familienarchiv Tucher / Gesamtgeschlecht und jüngere Linie / Akten und Rechnungen (Tektonik)
- Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen (Bestand)