Johannes, Propst zu S. Ludger vor Helmstedt bekennt, daß, nachdem
zwischen Hennyng Pater noster u. Hans Gerken, wegen zweier auf dem
Reynstorpper Felde über der Speerkule belegener, zwar in Pater nosters Acker
gehöriger, jedoch von dem Gerken u. dessen Eltern, auf die in der Vorzeit
für 20 Jahre von dem damaligen Propst Lüder Blekenstede, weil Pater nosters
Acker damals wüst lag, hierzu ertheilte Ermächtigung hin, seit langer Zeit
bebauter Morgen Landes, lange gestritten, und die Partheien im vergangenen
Jahre aus dem Gerichte vor dem Zeedorper Thore vor Ihm, als dem Gutsherren,
um in der Sache zu entscheiden, erschienen - Er mit beiden Partheien vor dem
Gerichte gewesen sei u. für Recht ausgesprochen habe: daß Pater noster die
zwei Morgen so lange gebrauchen solle, bis die Gerken bewiesen, welche die
zwei anderen Morgen seien, die, ihrer Behauptung nach, Pater noster an deren
Stelle besitze; worin in dem Gerichte, vor welchem sie dieser Sache wegen
lange gestritten (to hope gegangen) durch den derzeitigen Hochgreum Luke
Svandemoeler, u. den Amtmann Bartoldus dem Pater noster ein Friede gewirkt
worden. - Am jaer unsses hern 1507 up dagh braxedis der hylger juncfrowen
(21 Juli) - (Mit dem angeh. beschädigten Siegel der Propstei.)