Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um das Erbe des gemeinsamen Vaters beider Parteien, Johann von Brempt, aus dessen 1. Ehe mit Margaretha von Gertzen gen. Sintzig Johann stammte, während Friedrich aus der 2. Ehe mit Maria von Palant hervorgegangen war. Der Kläger hatte gegen ein Urteil der kurkölnischen Räte in dieser Sache an das RKG appelliert, die verfahrenseinleitenden Schritte aber kriegsbedingt nicht fristgerecht durchführen können. Mit dem Zitationsverfahren betreibt er die Restitutio in integrum gegen diese Fristversäumnis, um das Appellationsverfahren fortführen zu können.
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Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um das Erbe des gemeinsamen Vaters beider Parteien, Johann von Brempt, aus dessen 1. Ehe mit Margaretha von Gertzen gen. Sintzig Johann stammte, während Friedrich aus der 2. Ehe mit Maria von Palant hervorgegangen war. Der Kläger hatte gegen ein Urteil der kurkölnischen Räte in dieser Sache an das RKG appelliert, die verfahrenseinleitenden Schritte aber kriegsbedingt nicht fristgerecht durchführen können. Mit dem Zitationsverfahren betreibt er die Restitutio in integrum gegen diese Fristversäumnis, um das Appellationsverfahren fortführen zu können.
AA 0627, 421 - B 1024/3697
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1596-1598 (1595-1598)
Enthaeltvermerke: Kläger: Friedrich von Brempt, Drost zu Geldern und Amtmann zu Rheinbach, wohnhaft zu Veen bei Xanten, (Bekl.) Beklagter: Johann von Brempt, sein Halbbruder (frater consanguineus), kurköln. Drost zu Oedt, Erbvogt zu Uerdingen, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lasser (1596) Prokuratoren (Bekl.): Lic. Anthon Streit 1596 Prozeßart: Citationis ad videndum se restitui adversus lapsum fatalium Instanzen: RKG 1596-1598 (1595-1598) Beweismittel: Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Xanten bezeugen auf Wunsch Friedrichs von Brempt, daß man von August bis Oktober 1595 auf Grund der span. und staat. Truppenbewegungen (eingehendere Angaben) nicht ohne Lebensgefahr nach Xanten herein oder hinaus oder zwischen Xanten und Köln reisen konnte, 1596 (10f.). Bescheinigung von Bürgermeister und Rat der Stadt Essen für Kammerbote Kaspar Frauenberger, die Gefahr des Reisens in den Stiften Köln und Münster betreffend, 1596 (17). Beschreibung: 2 cm, 42 Bl., lose; Q 1-14, es fehlt Q 1, 4 Beilagen, davon 2 prod. 12. Sept. 1598.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:44 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)