Elmpt (Bestand)
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E 3
Kreisarchiv Viersen (Archivtektonik) >> E Niederkrüchten
1797-1971
Das Archiv der Gemeinde Elmpt aus dem Zeitraum 1815-1933/34 wurde in zwei Ablieferungen 1975 und 1985 an das Kreisarchiv Viersen abgegeben und 1992 abschließend verzeichnet. Elmpt war am 1. Januar 1972 nach Niederkrüchten eingemeindet worden. Im Ancien Regime gehörte es als Herrschaft zum Oberquartier des Herzogtums Geldern. In der französischen Zeit des Rheinlands bildete die Mairie Elmpt einen Bestandteil des Kantons Niederkrüchten im Niedermaasdepartement und kam 1815 nach der Schaffung des Königreichs der Niederlande zum Roerdepartement, nun seinerseits Teil des Generalgouvernements vom Nieder- und Mittelrhein. Ab 1816 gehörte die Bürgermeisterei Elmpt bis zur kommunalen Neugliederung 1975 zum Kreis Erkelenz, Regierungsbezirk Aachen.Liste der Elmpter Bürgermeister:1. Johann Wilhelm Adams, geb. 13.3.1783, Bürgermeister seit 31.12.1807 bzw. 17.2.1808, gest. 9.9.1848. Nach seiner Aussage war bereits sein Vater Bürgermeister in Elmpt.2. Johann Baptist Adams, Sohn des Johann Wilhelm A., geb. 1.4.1807, Beigeordneter seit 1839, Bürgermeister seit 7.10.1850, gest. 6.5.1861.3. Peter Jacob Michiels, Bürgermeister in Niederkrüchten, kommissarischer Bürgermeister in Elmpt seit 8.5.1861, Bürgermeister seit 13.8.1864, pensioniert zum 1.6.1886.4. Wilhelm Heinrichs, Bürgermeister 1.6.1886-1.4.1919.5. Paul Heinrichs, Sohn des Wilhelm H., geb. 17.12.1888, Bürgermeister 1.4.1919 -11.8.1933. Der Niederkrüchtener Bürgermeister Josef Becker übernahm anschließend kommissarisch die Gemeindeverwaltung, die am 1.8.1934 an den Amtssitz Niederkrüchten verlegt wurde. Zum folgenden Elmpter Bürgermeister Dr. Leonhard Teven liegen hier keine Nachrichten vor. Die Gemeinde Elmpt verfügte aber ein "ziemlich reichhaltiges Gemeindearchiv, mit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts beginnend, in zwei Schränken untergebracht, völlig ungeordnet und bestaubt" (A. Tille/J. Krudewig, Übersicht über den Inhalt der kleineren Archive der Rheinprovinz, Bonn 1904 S. 106). Dieses ältere Gemeindearchiv wurde im Zweiten Weltkrieg nach Nassau/Lahn geflüchtet und ist an seinem dortigen Lagerort, dem Gasthof "Zum Anker", bei einem Bombenangriff 1945 komplett vernichtet worden (Mitteilung der Stadt Nassau vom 14.5.1947).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ