Handakten Hans Alfken (Bestand)
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NLA HA, V.V.P. 60
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.9 Nachlässe, Handakten und Sammlungen von Einzelpersonen
1947-1991
Enthält: Materialien zur Jugendpolitik und zur Schulreform, v.a. Reden und Broschüren, internationale Partnerschaften, Fotoalben
Geschichte des Bestandsbildners: Hans Alfken, geb. 1899 in Bremen, trat nach seinem Abitur 1919 zunächst in Kontakt mit dem kommunistisch-anarchistisch gesinnten Künstler Heinrich Vogeler in Worpswede. Während seines Studiums in Jena, Greifswald und Marburg wandte er sich verschiedenen Jugendbewegungen zu und nahm als offizieller Vertreter der Freideutschen Jugend an der Reichsschulkonferenz von 1920 teil, wo sein Redebeitrag größere Beachtung fand (Text in der Bestandsakte). In der Weimarer Zeit im Schuldienst in Wickersdorf und Berlin-Neukölln tätig, wurde er 1933 als KPD-Mitglied von den Nationalsozialisten entlassen, verfolgt und zeitweise verhaftet. Nach 1945 wurde er kurzzeitig Vizepräsident des Landesarbeitsamts Bremen, dann persönlicher Referent von Kultusminister Grimme. Später stieg er im Kultusministerium zum Leiter der Abteilung für Jugend, Erwachsenenbildung und Sport auf. In dieser Position verblieb er bis zu seiner Pensionierung um 1965. Er verstarb 1994 in Hannover.
Bestandsgeschichte: Hans Alfken selbst hat bereits 1987 dem Archiv eine kleinere Materialsammlung zur Jugendpolitik übergeben, sein Sohn Dirk ergänzte den Bestand 1998 mit Materialien zur Schulreform, zu deutsch-englischen bzw. -französischen Partnerschaften etc. Beide Ablieferungen bestehen nur zu einem geringen Teil aus persönlichem Schriftgut und sind deshalb wenig aussagekräftig. Weitere Teile des Nachlasses sollen sich nach Auskunft seines Sohns bzw. von Frau Fiedler im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung (bezügl. Parteisachen), im Schulmuseum Berlin-Neukölln (bezügl. Reformschule), im Schulenburg-Institut für Erwachsenenbildung in Oldenburg (bezügl. Erwachsenenbildung) und im Archiv Ludwigstein (bezügl. Wandervogel- und Jugendbewegung) befinden.
In den vorliegenden Archivbestand V.V.P. 60 sind bislang folgende Ablieferungen eingegangen:
- Acc. 38/87
- Acc. 150/98
- Acc. 2005/032
- Acc. 2005/073
- Acc. 2006/025
Stand: November 1998
Findmittel: EDV-Findbuch 1998
Bearbeiter: Thomas Bardelle (1998)
Geschichte des Bestandsbildners: Hans Alfken, geb. 1899 in Bremen, trat nach seinem Abitur 1919 zunächst in Kontakt mit dem kommunistisch-anarchistisch gesinnten Künstler Heinrich Vogeler in Worpswede. Während seines Studiums in Jena, Greifswald und Marburg wandte er sich verschiedenen Jugendbewegungen zu und nahm als offizieller Vertreter der Freideutschen Jugend an der Reichsschulkonferenz von 1920 teil, wo sein Redebeitrag größere Beachtung fand (Text in der Bestandsakte). In der Weimarer Zeit im Schuldienst in Wickersdorf und Berlin-Neukölln tätig, wurde er 1933 als KPD-Mitglied von den Nationalsozialisten entlassen, verfolgt und zeitweise verhaftet. Nach 1945 wurde er kurzzeitig Vizepräsident des Landesarbeitsamts Bremen, dann persönlicher Referent von Kultusminister Grimme. Später stieg er im Kultusministerium zum Leiter der Abteilung für Jugend, Erwachsenenbildung und Sport auf. In dieser Position verblieb er bis zu seiner Pensionierung um 1965. Er verstarb 1994 in Hannover.
Bestandsgeschichte: Hans Alfken selbst hat bereits 1987 dem Archiv eine kleinere Materialsammlung zur Jugendpolitik übergeben, sein Sohn Dirk ergänzte den Bestand 1998 mit Materialien zur Schulreform, zu deutsch-englischen bzw. -französischen Partnerschaften etc. Beide Ablieferungen bestehen nur zu einem geringen Teil aus persönlichem Schriftgut und sind deshalb wenig aussagekräftig. Weitere Teile des Nachlasses sollen sich nach Auskunft seines Sohns bzw. von Frau Fiedler im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung (bezügl. Parteisachen), im Schulmuseum Berlin-Neukölln (bezügl. Reformschule), im Schulenburg-Institut für Erwachsenenbildung in Oldenburg (bezügl. Erwachsenenbildung) und im Archiv Ludwigstein (bezügl. Wandervogel- und Jugendbewegung) befinden.
In den vorliegenden Archivbestand V.V.P. 60 sind bislang folgende Ablieferungen eingegangen:
- Acc. 38/87
- Acc. 150/98
- Acc. 2005/032
- Acc. 2005/073
- Acc. 2006/025
Stand: November 1998
Findmittel: EDV-Findbuch 1998
Bearbeiter: Thomas Bardelle (1998)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ