Abt. 195.17 Gut Büstorf (Bestand)
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Abt. 195.17
Landesarchiv Schleswig-Holstein (Archivtektonik) >> Gliederung >> Klöster und Güter >> Abt. 195 Schleswigsche adlige Güter
1714-1965
Enthält: Schuld- und Pfandprotokoll ab 1813; Kontrakte ab 1810; Gerichtsprotokoll ab 1814; Testamente; Vermessungsprotokoll; Rechnungen ab 1806.
Beschreibung: Das Gutsarchiv ist ein Depositum, allerdings ohne besondere Benutzungsauflagen.
Geschichte des Bestandsbildners: Das Dorf Büstorf gehörte bis zum Verkauf 1539 zu den schleswigschen Bischofsbesitzungen der Familie Ahlefeldt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg legte der damalige Eigentümer Hartwig Schack das Dorf nieder und wandelte es in ein Gut um. Es wechselte in den folgenden beiden Jahrhunderten mehrfach den Besitzer. Den Rechtstitel "Adliges Gut" erwarb Johann August Gottfried Hederich für Büstorf 1806.
Geschichte des Bestandsbildners: Sein Sohn Carl Friedrich Ludwig Hederich und ein Lübecker Kompagnon namens Johanssen kauften 1854 das Gut Testorf, wodurch zum Gut Büstorf direkte Beziehungen entstanden. 1872 wurde Testorf wieder veräußert.
Geschichte des Bestandsbildners: Schon früh über die Familie Ahlefeldt, aber auch über spätere Besitzer blieb das Gut Büstorf eng mit dem Gut Saxtorf und mit dem Gut Stubbe verbunden. 1874 wurden die beiden Güter Stubbe und Büstorf 1874 sogar durch die Heirat der Tochter des Büstorfer Gutsbesitzers Ludwig Heinrich August Hederich, Anna Elisabeth Hederich, mit Heinrich Ludwig Otto Schmidt auf Gut Stubbe unter einer Familie, deren Name seitdem Schmidt-Hederich lautet, vereinigt. 1912 verkaufte Heinrich Schmidt-Hederich das Gut Stubbe allerdings wieder.
Geschichte des Bestandsbildners: Vor allem über Emilio Böhme, den früh verwaisten Sohn des Gutsbesitzers Emil Böhme, gab es einen engeren verwandtschaftlichen Zusammenhang zur Familie Böhme. Emilio Böhme wuchs ab 1884 bis etwa 1898 unter der Vormundtschaft seiner Verwandten, der Familie Hederich, auf Gut Büstorf auf. Die Familie Böhme besaß unter anderem die Güter Oehe, Depenau und Putlos.
Geschichte des Bestandsbildners: 1956 brannte das Kuhhaus auf Gut Büstorf ab. Daraufhin wurden nach und nach die meisten Gutsgebäude – so 1983 auch das Herrenhaus – abgebrochen.
Geschichte des Bestandsbildners: In administrativer Hinsicht war das Gut Büstorf ab 1713 dem Schwansener Güterdistrikt zugeordnet. Zum Gut Büstorf gehörten das Dorf Sönderby, der Meiereihof Sönderbyhof und die Ziegelei Hakenhöft. In preußischer Zeit wurde nach Inkrafttreten der Landgemeindeordnung vom 22. September 1867 der selbstständige Gutsbezirk Büstorf gebildet. Durch die Auflösung der Gutsbezirke 1928 verlor er seine kommunale Selbstständigkeit allerdings wieder. Seitdem gehört Büstorf zur Gemeinde Rieseby.
Bestandsgeschichte: Die Protokollüberlieferung wurde vom Amtsgericht Eckernförde 1934 an das damalige Staatsarchiv Kiel und 1951 an das Landesarchiv abgegeben, ein Testament 1959 vom selben Amtsgericht. 1983 und 1988 kam wurde durch Vermittlung der Heimatgemeinschaft Eckernförde größere Teile des Gutsarchivs hinzu.
Bestandsgeschichte: Aufgrund der wirtschaftlichen und familiären Verbindungen befanden sich im Gutsarchiv Büstorf auch Unterlagen über die Güter Testorf und Stubbe sowie über die Besitzungen der Familie Böhme. Dieses Schriftgut wurde wegen des engen Zusammenhangs im Bestand belassen.
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs, Abteilungsbezeichnung und laufende Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 195.17 Nr. 10
Beschreibung: Das Gutsarchiv ist ein Depositum, allerdings ohne besondere Benutzungsauflagen.
Geschichte des Bestandsbildners: Das Dorf Büstorf gehörte bis zum Verkauf 1539 zu den schleswigschen Bischofsbesitzungen der Familie Ahlefeldt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg legte der damalige Eigentümer Hartwig Schack das Dorf nieder und wandelte es in ein Gut um. Es wechselte in den folgenden beiden Jahrhunderten mehrfach den Besitzer. Den Rechtstitel "Adliges Gut" erwarb Johann August Gottfried Hederich für Büstorf 1806.
Geschichte des Bestandsbildners: Sein Sohn Carl Friedrich Ludwig Hederich und ein Lübecker Kompagnon namens Johanssen kauften 1854 das Gut Testorf, wodurch zum Gut Büstorf direkte Beziehungen entstanden. 1872 wurde Testorf wieder veräußert.
Geschichte des Bestandsbildners: Schon früh über die Familie Ahlefeldt, aber auch über spätere Besitzer blieb das Gut Büstorf eng mit dem Gut Saxtorf und mit dem Gut Stubbe verbunden. 1874 wurden die beiden Güter Stubbe und Büstorf 1874 sogar durch die Heirat der Tochter des Büstorfer Gutsbesitzers Ludwig Heinrich August Hederich, Anna Elisabeth Hederich, mit Heinrich Ludwig Otto Schmidt auf Gut Stubbe unter einer Familie, deren Name seitdem Schmidt-Hederich lautet, vereinigt. 1912 verkaufte Heinrich Schmidt-Hederich das Gut Stubbe allerdings wieder.
Geschichte des Bestandsbildners: Vor allem über Emilio Böhme, den früh verwaisten Sohn des Gutsbesitzers Emil Böhme, gab es einen engeren verwandtschaftlichen Zusammenhang zur Familie Böhme. Emilio Böhme wuchs ab 1884 bis etwa 1898 unter der Vormundtschaft seiner Verwandten, der Familie Hederich, auf Gut Büstorf auf. Die Familie Böhme besaß unter anderem die Güter Oehe, Depenau und Putlos.
Geschichte des Bestandsbildners: 1956 brannte das Kuhhaus auf Gut Büstorf ab. Daraufhin wurden nach und nach die meisten Gutsgebäude – so 1983 auch das Herrenhaus – abgebrochen.
Geschichte des Bestandsbildners: In administrativer Hinsicht war das Gut Büstorf ab 1713 dem Schwansener Güterdistrikt zugeordnet. Zum Gut Büstorf gehörten das Dorf Sönderby, der Meiereihof Sönderbyhof und die Ziegelei Hakenhöft. In preußischer Zeit wurde nach Inkrafttreten der Landgemeindeordnung vom 22. September 1867 der selbstständige Gutsbezirk Büstorf gebildet. Durch die Auflösung der Gutsbezirke 1928 verlor er seine kommunale Selbstständigkeit allerdings wieder. Seitdem gehört Büstorf zur Gemeinde Rieseby.
Bestandsgeschichte: Die Protokollüberlieferung wurde vom Amtsgericht Eckernförde 1934 an das damalige Staatsarchiv Kiel und 1951 an das Landesarchiv abgegeben, ein Testament 1959 vom selben Amtsgericht. 1983 und 1988 kam wurde durch Vermittlung der Heimatgemeinschaft Eckernförde größere Teile des Gutsarchivs hinzu.
Bestandsgeschichte: Aufgrund der wirtschaftlichen und familiären Verbindungen befanden sich im Gutsarchiv Büstorf auch Unterlagen über die Güter Testorf und Stubbe sowie über die Besitzungen der Familie Böhme. Dieses Schriftgut wurde wegen des engen Zusammenhangs im Bestand belassen.
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs, Abteilungsbezeichnung und laufende Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 195.17 Nr. 10
6 lfd. M.
Bestand
Literatur: Ludwig Rohling: Büstorf. Adliges Gut in Schwansen im Kirchspiel Rieseby. In: Die Kunstenkmäler des Kreises Eckernförde. In: Die Kunstdenkmäler des Landes Schleswig-Holstein. München–Berlin 1950, 59-60.
Literatur: Wilhelm Bronnmann: Das Büstorfer Herrenhaus ist abgebrochen. Anmerkungen zur Geschichte des Gutes und der Hofanlage. In: Jahrbuch der Heimatgemeinschaft Eckernförde 42 (1984). Eckernförde 1984, 107-118.
Literatur: Ein Findbuch der Gutsarchive Stubbe und Büstorf von 1938 über die auf Gut Stubbe verwahrten Archivalien ist in der Bibliothek des Landesarchivs unter dem Sigel H III 58 vorhanden.
Literatur: Wilhelm Bronnmann: Das Büstorfer Herrenhaus ist abgebrochen. Anmerkungen zur Geschichte des Gutes und der Hofanlage. In: Jahrbuch der Heimatgemeinschaft Eckernförde 42 (1984). Eckernförde 1984, 107-118.
Literatur: Ein Findbuch der Gutsarchive Stubbe und Büstorf von 1938 über die auf Gut Stubbe verwahrten Archivalien ist in der Bibliothek des Landesarchivs unter dem Sigel H III 58 vorhanden.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 09:51 MEZ