Die vom Erzbischof Gerlach von Mainz eingesetzten Richter des Mainzer Stuhles an die Pfarrer von Frankenberg, Geismar, Röddenau (Rudene) und Botte...
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Urk. 23, 183
Urk. 23, A II Georgenberg, Kloster
Urk. 23 Kloster Georgenberg - [ehemals: A II]
Kloster Georgenberg - [ehemals: A II] >> 1325-1349
1348 August 30
Ausf. Perg. S. 1) fehlt. 2) des Propstes Heinrich Scheibe von Rauschenberg zu Georgenberg Beschr. s. Urk. 23 Nr. 177; 3) des Pfarrers Wetzel Vogt von Geismar besch. Spitzoval, oben im Kleeblattbogen hl. Martin zu Pferde mit Bettler, unten durch Abschnitt Wappenschild gebildet, Stern (6). U: S' WEZZEL P . . . . GEYSMAR. 4) des Pfarrers Volpert Ruding von Bottendorf 26 mm Dm. Kopf. U: + S VOLPTI PLEB DE POPP anh.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Data et lecta est hec sententia a. d. 1348, 3. kalendas Septembris.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die vom Erzbischof Gerlach von Mainz eingesetzten Richter des Mainzer Stuhles an die Pfarrer von Frankenberg, Geismar, Röddenau (Rudene) und Bottendorf: Der Offizial der Propstei von St. Stephan zu Mainz hat auf Bitte des Heinrich von Weifenbach (Weyffenbach), der angab, zum Antoniusaltar der Kapelle in der Neustadt Frankenberg praesentiert zu sein, einen Termin zur Meldung aller an dem genannten Benefizium Interessierten anberaumt. In diesem Termin behauptete Werner, Sohn Wiegand Frilings, Priester zu Frankenberg, gleichfalls durch die wahren Patrone praesentiert zu sein, und bat den Offizial, ihn auf Grund der in einer vorgelegten Bittschrift enthaltenen Tatsachen zum Beweis seiner Praesentation zuzulassen. Als der Offizial die Bittschrift verwarf, appellierte Werner an die Mainzer Richter (audientia). Trotz der Berufung investierte der Offizial den Heinrich in den Altar. Wegen dieser Einweisung berief sich Werner zum zweiten Mal auf die Mainzer Richter. Vor den Ausstellern als Richtern wurde dann nach längeren Verhandlungen ein Termin auf den heutigen Tag anberaumt, zu dem Werner und der Prokurator des Beklagten, Hilger, erschienen sind. Es wird festgestellt, daß der Offizial unbillig vorgegangen ist. Was er nach der ersten und zweiten Berufung vorgenommen hat, wird für ungültig erklärt, ebenso das, was er noch in Zukunft vornehmen wird. Heinrich wird zur Erstattung der dem Werner verursachten Kosten verurteilt.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schunder Nr. 464.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die vom Erzbischof Gerlach von Mainz eingesetzten Richter des Mainzer Stuhles an die Pfarrer von Frankenberg, Geismar, Röddenau (Rudene) und Bottendorf: Der Offizial der Propstei von St. Stephan zu Mainz hat auf Bitte des Heinrich von Weifenbach (Weyffenbach), der angab, zum Antoniusaltar der Kapelle in der Neustadt Frankenberg praesentiert zu sein, einen Termin zur Meldung aller an dem genannten Benefizium Interessierten anberaumt. In diesem Termin behauptete Werner, Sohn Wiegand Frilings, Priester zu Frankenberg, gleichfalls durch die wahren Patrone praesentiert zu sein, und bat den Offizial, ihn auf Grund der in einer vorgelegten Bittschrift enthaltenen Tatsachen zum Beweis seiner Praesentation zuzulassen. Als der Offizial die Bittschrift verwarf, appellierte Werner an die Mainzer Richter (audientia). Trotz der Berufung investierte der Offizial den Heinrich in den Altar. Wegen dieser Einweisung berief sich Werner zum zweiten Mal auf die Mainzer Richter. Vor den Ausstellern als Richtern wurde dann nach längeren Verhandlungen ein Termin auf den heutigen Tag anberaumt, zu dem Werner und der Prokurator des Beklagten, Hilger, erschienen sind. Es wird festgestellt, daß der Offizial unbillig vorgegangen ist. Was er nach der ersten und zweiten Berufung vorgenommen hat, wird für ungültig erklärt, ebenso das, was er noch in Zukunft vornehmen wird. Heinrich wird zur Erstattung der dem Werner verursachten Kosten verurteilt.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schunder Nr. 464.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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