Beauftragter für plattdeutsche Verkündigung und Nordelbischer Arbeidskrink "Plattdüütsch in de Kark" (Schleswig-Holstein und Nordelbien) (Bestand)
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31.2.16 Beauftragter für plattdeutsche Verkündigung und Nordelbischer Arbeidskrink "Plattdüütsch in de Kark" (Schleswig-Holstein und Nordelbien) Beauftragter für plattdeutsche Verkündigung und Nordelbischer Arbeidskrink "Plattdüütsch in de Kark" (Schleswig-Holstein und Nordelbien) Beauftragter für plattdeutsche Verkündigung und Nordelbischer Arbeidskrink "Plattdüütsch in de Kark" (Schleswig-Holstein und Nordelbien)
Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 3 Dienste und Werke >> 31 Dienste und Werke der Landeskirchen >> 31.2 Gottesdienst, Kirchenmusik und Gemeinde
Bestandsbeschreibung: Die Pflege der plattdeutschen Sprache in der Kirche kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Obwohl bereits vor der Reformation Bibeln in niederdeutscher Sprache in Gebrauch waren, verlieh doch gerade Luther gemeinsam mit dem aufstrebenden Druckereiwesen dem Gebrauch des Plattdeutschen in der Kirche einen Aufschwung. Viele Schriften des Reformators wurden in die Landessprache übersetzt, Gesang und Predigt erklangen auf niederdeutsch. Johannes Bugenhagen schrieb acht niederdeutsche Kirchenordnungen.
Im 17. Jahrhundert verdrängte das Hochdeutsche auch in der Kirche das nunmehr den 'unteren' Volksschichten zugewiesene Niederdeutsche. Als offizielle Kirchensprache war es ausgelöscht.
Zu einer Wiederbelebung im kirchlichen Bereich kam es in Schleswig-Holstein Anfang des 19. Jahrhunderts mit Propst Claus Harms (1778 - 1855), der während der Cholerazeit in den Dörfern um Kiel herum plattdeutsche Ansprachen hielt.
Pastor Louis Harms (1808 - 1865) aus Hermannsburg war der erste Geistliche, der nicht nur die Gemeindearbeit auf Plattdeutsch verrichtete, sondern auch Bibelstunden im Pfarrhaus, Katechis-musauslegungen in der Kirche und Ansprachen bei Missionsfesten im Freien in dieser Sprache hielt.
Verdient gemacht um die plattdeutsche Arbeit in der Kirche hat sich im 19. Jahrhundert ebenfalls Pastor Johannes Paulsen (1847 - 1916) aus Kropp. Er bemühte sich gemeinsam mit dem Mundartdichter Klaus Groth um die Übertragung von Johannes Bugenhagens 'Neuem Testament' und der Psalmen ins Niederdeutsche.
Heinrich Hansen (1861-1940), Pastor auf Pellworm und Paulsens Nachfolger in Kropp, hat ebenfalls viel für 'Plattdüütsch in de Kark' getan.
Ein großer Streiter und Förderer der niederdeutschen Arbeit in der Kirche war Pastor Dr. Rudolf Muuß (1892 - 1972) aus Stedesand, dessen Vater Franz bereits vor dem 1. Weltkrieg plattdeutsche Ansprachen gehalten hatte.
Der Sohn folgte hierin seinem Vater und rief im Sommer 1947 in Preetz die erste Zusammenkunft des damals noch "Preesterkrink" genannten Arbeitskreises ein. Als Leiter und Begründer vereinte er in ihm die niederdeutsch predigenden Pastoren der damaligen Schleswig-Holsteinischen Landeskirche. Erklärtes Ziel war es, durch Erarbeitung und Publikation niederdeutscher Gottesdiensttexte sowie durch die Verkündigung in der Landessprache der plattdeutsch sprachigen Bevölkerung die christliche Botschaft näher zu bringen.
Um dem Umstand Rechnung zu tragen, daß auch Laien und Gemeindemitglieder aktiv im Lektoren- und Prädikantendienst für die plattdeutsche kirchliche Arbeit tätig waren, wurde auf dem ersten niederdeutschen Pastoralkolleg 1963 in Hoisbüttel festgelegt, den "Preesterkrink" in "Arbeidskrink Plattdüütsch in de Kark" umzubenennen.
Das Amt des sogenannten "Öllermann", der als Geschäftsführer des Arbeitskreises fungierte, wurde eingerichtet. Propst Johannes Thies als erster 'offizieller' Öllermann (1963 - 1978) löste seinen Vorgänger Dr. Muuß als Vorsitzenden ab.
Es folgten ihm:
Pastor Klaus-Jürgen Thies 1978 - 1979
Propst Manfred Kamper 1979 - 1985
Pastor Hans Gerdts 1985 - 1997
Pastor Hans-Edlef Paulsen seit 1997
Um vertragsfähig handeln zu können, schuf sich der Verein im Jahre 1968 mit der Aufsetzung eines 'Gesellschaftsvertrags' eine erste rechtliche Grundlage. Bestehend aus dem Ersten Geschäftsführer und acht weiteren Gesellschaftern setzte der Arbeidskrink es sich zum Ziel, die "... kirchliche Arbeit in plattdeutscher Sprache in jeder Weise zu fördern."
Welcher Gestalt diese Arbeit war, wird in einem Merkblatt der Arbeitsgemeinschaft von 1978 über Aufbau und Gliederung der Arbeit festgehalten:
Neben regelmäßigen 'Arbeitstagungen' des Arbeidskrinks findet jährlich der sog. 'Preesterdag' (1996 umbenannt in 'Dagfahrt vun'n Arbeidskrink') für Pastoren und alle an der plattdeutschen Arbeit interessierten Laien statt. Gemeinsame Gottesdienste, theologische Referate und Fragen der praktischen Arbeit sind Teil der Tagesordnung. Ebenfalls einmal im Jahr treffen sich Mitglieder und Mitarbeiter zum 'Niederdeutschen Pastoralkolleg'. Die Erarbeitung plattdeutscher Verkündigungstexte sowie Fragen der Predigt, des Gottesdienstes, der Seelsorge und der Öffentlichkeitsarbeit stehen hier im Mittelpunkt.
Der vom Arbeitskreis initiierte, 1974 erstmals praktizierte 'Plattdüütsch Sünndag' hat seinen festen Platz im kirchlichen Leben gefunden. An diesem ersten Sonntag nach Trinitatis werden - soweit möglich - überall im Gebiet der norddeutschen Landeskirchen plattdeutsche Gottesdienste begangen.
Erweiterungen des Gesellschaftsvertrages mündeten 1979 in eine vom Nordelbischen Kirchenamt genehmigte "Ordnung - Plattdüütsch in de Kark". Durch sie wurden die Körperschaften der Arbeitsgemeinschaft und die ihnen zugeordneten Aufgabenbereiche näher bestimmt. Auf regionaler Ebene sind die Arbeitsgruppen in den Kirchenkreisen tätig. Sie setzen sich zusammen aus dem Kirchenkreisbeauftragten (vormals Propsteivertrauensmann) als Vorsitzendem, Pastoren, Mitarbeitern und Gemeindemitgliedern, die sich um die plattdeutsche Arbeit in der Kirche bemühen und diese in den entsprechenden Gemeinden und Kirchenkreisen unterstützen.
Die Kirchenkreisbeauftragten für 'Plattdüütsch in de Kark', die durch die Kirchenkreissynoden ernannt werden, bilden das Gremium 'Preesterkrink'. Mindestens einmal jährlich tritt der Preesterkrink zu einem Treffen zusammen. Seine Aufgaben bestehen u.a. darin, die Mitglieder des Arbeidskrinks zu wählen, Anregungen für die Arbeit zu geben und den vom Arbeidskrink aufgestellten Wirtschaftsplan zu genehmigen.
Letzte Körperschaft ist der sogenannte 'Arbeidskrink', der sich aus den vom Preesterkrink gewählten Mitgliedern und aus Beauftragten zusammensetzt. Er ist u.a. verantwortlich für die Vorbereitung und Ausrichtung besonderer Veranstaltungen wie Pastoralkolleg, Preesterdag und Plattdüütsch Sünndag. Weiterhin gibt er Arbeitshilfen für die plattdeutsche Arbeit heraus, beruft den Preesterkrink ein, erstattet Bericht und wählt aus seiner Mitte den Öllermann.
1972 wurde von der Landeskirche das Amt des Beauftragten für Plattdüütsch in de Kark eingerichtet. Dieser Beauftragte (1972-1978 Propst Johannes Thies, 1978-1980 Pastor Klaus Jürgen Thies, seit 1980 der damalige Referent der Kirchenleitung Jens-Hermann Hörcher) fungiert quasi als Mittler zwischen Landeskirche und Vereinigung.
An den Universitäten Hamburg und Kiel wurde jeweils ein Lehrauftrag für plattdeutsche Verkündigung eingerichtet. In Kiel wurde Pastor Dieter Andresen von 1978 bis 1982, und in Hamburg Pastor Dirk Römmer 1979 bis 1982 mit diesem Amt betraut.
Galt es in den Anfangsjahren des Preesterkrinks unter Rudolf Muuß in erster Linie die Übersetzung des Neuen Testaments ins Plattdeutsche voranzutreiben und sowohl für den eigenen Gebrauch als auch für interessierte Pastoren plattdeutsche Predigttexte zu erarbeiten, so kamen mit der Zeit andere Aufgabenbereiche hinzu. Die Öffentlichkeitsarbeit gewann neben der Arbeit an Textübertragungen an Gewicht. So sorgen u.a. die regelmäßigen Andachten und Gottesdienste von Mitarbeitern und Mitgliedern des Arbeitskreises im Hörfunk ebenso wie die seit 1981 bestehende Vertretung der Vereinigung in Form eines niederdeutschen Zentrums (gemeinsam mit anderen plattdeutschen Arbeitsgemeinschaften) auf den Deutschen Evangelischen Kirchentagen für eine breitere Öffentlichkeitswirkung.
Eine weitere Aufgabenstellung war die Intensivierung von Kontakten zu plattdeutschen kirchlichen Arbeitsgruppen außerhalb des nordelbischen Raumes. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit anderen Vereinen mündete 1990 im Zusammenschluß von acht regionalen kirchlichen Gruppen in Ost- und Westdeutschland zu dem Dachverband "Plattform Plattdüütsch in de Kark" mit Sitz in Soltau. Neben der zweimal jährlich erscheinenden Zeitschrift 'De Kennung' wirken die Gruppen gemeinsam bei überregionalen Projekten wie Kirchentagen und der 'Sommerschool'.
Als sichtbare Ergebnisse der Arbeitstreffen des 'Arbeidskrinks Plattdüütsch in de Kark' sind die umfassenderen Publikationen des Arbeidskrinks anzuführen: Plattdüütsch Gesangbook (1967), Dat Niie Testament (1975), Plattdüütsch Gebeedbook (1988), Dat Ole Testament (1995).
Im 17. Jahrhundert verdrängte das Hochdeutsche auch in der Kirche das nunmehr den 'unteren' Volksschichten zugewiesene Niederdeutsche. Als offizielle Kirchensprache war es ausgelöscht.
Zu einer Wiederbelebung im kirchlichen Bereich kam es in Schleswig-Holstein Anfang des 19. Jahrhunderts mit Propst Claus Harms (1778 - 1855), der während der Cholerazeit in den Dörfern um Kiel herum plattdeutsche Ansprachen hielt.
Pastor Louis Harms (1808 - 1865) aus Hermannsburg war der erste Geistliche, der nicht nur die Gemeindearbeit auf Plattdeutsch verrichtete, sondern auch Bibelstunden im Pfarrhaus, Katechis-musauslegungen in der Kirche und Ansprachen bei Missionsfesten im Freien in dieser Sprache hielt.
Verdient gemacht um die plattdeutsche Arbeit in der Kirche hat sich im 19. Jahrhundert ebenfalls Pastor Johannes Paulsen (1847 - 1916) aus Kropp. Er bemühte sich gemeinsam mit dem Mundartdichter Klaus Groth um die Übertragung von Johannes Bugenhagens 'Neuem Testament' und der Psalmen ins Niederdeutsche.
Heinrich Hansen (1861-1940), Pastor auf Pellworm und Paulsens Nachfolger in Kropp, hat ebenfalls viel für 'Plattdüütsch in de Kark' getan.
Ein großer Streiter und Förderer der niederdeutschen Arbeit in der Kirche war Pastor Dr. Rudolf Muuß (1892 - 1972) aus Stedesand, dessen Vater Franz bereits vor dem 1. Weltkrieg plattdeutsche Ansprachen gehalten hatte.
Der Sohn folgte hierin seinem Vater und rief im Sommer 1947 in Preetz die erste Zusammenkunft des damals noch "Preesterkrink" genannten Arbeitskreises ein. Als Leiter und Begründer vereinte er in ihm die niederdeutsch predigenden Pastoren der damaligen Schleswig-Holsteinischen Landeskirche. Erklärtes Ziel war es, durch Erarbeitung und Publikation niederdeutscher Gottesdiensttexte sowie durch die Verkündigung in der Landessprache der plattdeutsch sprachigen Bevölkerung die christliche Botschaft näher zu bringen.
Um dem Umstand Rechnung zu tragen, daß auch Laien und Gemeindemitglieder aktiv im Lektoren- und Prädikantendienst für die plattdeutsche kirchliche Arbeit tätig waren, wurde auf dem ersten niederdeutschen Pastoralkolleg 1963 in Hoisbüttel festgelegt, den "Preesterkrink" in "Arbeidskrink Plattdüütsch in de Kark" umzubenennen.
Das Amt des sogenannten "Öllermann", der als Geschäftsführer des Arbeitskreises fungierte, wurde eingerichtet. Propst Johannes Thies als erster 'offizieller' Öllermann (1963 - 1978) löste seinen Vorgänger Dr. Muuß als Vorsitzenden ab.
Es folgten ihm:
Pastor Klaus-Jürgen Thies 1978 - 1979
Propst Manfred Kamper 1979 - 1985
Pastor Hans Gerdts 1985 - 1997
Pastor Hans-Edlef Paulsen seit 1997
Um vertragsfähig handeln zu können, schuf sich der Verein im Jahre 1968 mit der Aufsetzung eines 'Gesellschaftsvertrags' eine erste rechtliche Grundlage. Bestehend aus dem Ersten Geschäftsführer und acht weiteren Gesellschaftern setzte der Arbeidskrink es sich zum Ziel, die "... kirchliche Arbeit in plattdeutscher Sprache in jeder Weise zu fördern."
Welcher Gestalt diese Arbeit war, wird in einem Merkblatt der Arbeitsgemeinschaft von 1978 über Aufbau und Gliederung der Arbeit festgehalten:
Neben regelmäßigen 'Arbeitstagungen' des Arbeidskrinks findet jährlich der sog. 'Preesterdag' (1996 umbenannt in 'Dagfahrt vun'n Arbeidskrink') für Pastoren und alle an der plattdeutschen Arbeit interessierten Laien statt. Gemeinsame Gottesdienste, theologische Referate und Fragen der praktischen Arbeit sind Teil der Tagesordnung. Ebenfalls einmal im Jahr treffen sich Mitglieder und Mitarbeiter zum 'Niederdeutschen Pastoralkolleg'. Die Erarbeitung plattdeutscher Verkündigungstexte sowie Fragen der Predigt, des Gottesdienstes, der Seelsorge und der Öffentlichkeitsarbeit stehen hier im Mittelpunkt.
Der vom Arbeitskreis initiierte, 1974 erstmals praktizierte 'Plattdüütsch Sünndag' hat seinen festen Platz im kirchlichen Leben gefunden. An diesem ersten Sonntag nach Trinitatis werden - soweit möglich - überall im Gebiet der norddeutschen Landeskirchen plattdeutsche Gottesdienste begangen.
Erweiterungen des Gesellschaftsvertrages mündeten 1979 in eine vom Nordelbischen Kirchenamt genehmigte "Ordnung - Plattdüütsch in de Kark". Durch sie wurden die Körperschaften der Arbeitsgemeinschaft und die ihnen zugeordneten Aufgabenbereiche näher bestimmt. Auf regionaler Ebene sind die Arbeitsgruppen in den Kirchenkreisen tätig. Sie setzen sich zusammen aus dem Kirchenkreisbeauftragten (vormals Propsteivertrauensmann) als Vorsitzendem, Pastoren, Mitarbeitern und Gemeindemitgliedern, die sich um die plattdeutsche Arbeit in der Kirche bemühen und diese in den entsprechenden Gemeinden und Kirchenkreisen unterstützen.
Die Kirchenkreisbeauftragten für 'Plattdüütsch in de Kark', die durch die Kirchenkreissynoden ernannt werden, bilden das Gremium 'Preesterkrink'. Mindestens einmal jährlich tritt der Preesterkrink zu einem Treffen zusammen. Seine Aufgaben bestehen u.a. darin, die Mitglieder des Arbeidskrinks zu wählen, Anregungen für die Arbeit zu geben und den vom Arbeidskrink aufgestellten Wirtschaftsplan zu genehmigen.
Letzte Körperschaft ist der sogenannte 'Arbeidskrink', der sich aus den vom Preesterkrink gewählten Mitgliedern und aus Beauftragten zusammensetzt. Er ist u.a. verantwortlich für die Vorbereitung und Ausrichtung besonderer Veranstaltungen wie Pastoralkolleg, Preesterdag und Plattdüütsch Sünndag. Weiterhin gibt er Arbeitshilfen für die plattdeutsche Arbeit heraus, beruft den Preesterkrink ein, erstattet Bericht und wählt aus seiner Mitte den Öllermann.
1972 wurde von der Landeskirche das Amt des Beauftragten für Plattdüütsch in de Kark eingerichtet. Dieser Beauftragte (1972-1978 Propst Johannes Thies, 1978-1980 Pastor Klaus Jürgen Thies, seit 1980 der damalige Referent der Kirchenleitung Jens-Hermann Hörcher) fungiert quasi als Mittler zwischen Landeskirche und Vereinigung.
An den Universitäten Hamburg und Kiel wurde jeweils ein Lehrauftrag für plattdeutsche Verkündigung eingerichtet. In Kiel wurde Pastor Dieter Andresen von 1978 bis 1982, und in Hamburg Pastor Dirk Römmer 1979 bis 1982 mit diesem Amt betraut.
Galt es in den Anfangsjahren des Preesterkrinks unter Rudolf Muuß in erster Linie die Übersetzung des Neuen Testaments ins Plattdeutsche voranzutreiben und sowohl für den eigenen Gebrauch als auch für interessierte Pastoren plattdeutsche Predigttexte zu erarbeiten, so kamen mit der Zeit andere Aufgabenbereiche hinzu. Die Öffentlichkeitsarbeit gewann neben der Arbeit an Textübertragungen an Gewicht. So sorgen u.a. die regelmäßigen Andachten und Gottesdienste von Mitarbeitern und Mitgliedern des Arbeitskreises im Hörfunk ebenso wie die seit 1981 bestehende Vertretung der Vereinigung in Form eines niederdeutschen Zentrums (gemeinsam mit anderen plattdeutschen Arbeitsgemeinschaften) auf den Deutschen Evangelischen Kirchentagen für eine breitere Öffentlichkeitswirkung.
Eine weitere Aufgabenstellung war die Intensivierung von Kontakten zu plattdeutschen kirchlichen Arbeitsgruppen außerhalb des nordelbischen Raumes. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit anderen Vereinen mündete 1990 im Zusammenschluß von acht regionalen kirchlichen Gruppen in Ost- und Westdeutschland zu dem Dachverband "Plattform Plattdüütsch in de Kark" mit Sitz in Soltau. Neben der zweimal jährlich erscheinenden Zeitschrift 'De Kennung' wirken die Gruppen gemeinsam bei überregionalen Projekten wie Kirchentagen und der 'Sommerschool'.
Als sichtbare Ergebnisse der Arbeitstreffen des 'Arbeidskrinks Plattdüütsch in de Kark' sind die umfassenderen Publikationen des Arbeidskrinks anzuführen: Plattdüütsch Gesangbook (1967), Dat Niie Testament (1975), Plattdüütsch Gebeedbook (1988), Dat Ole Testament (1995).
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.10.2025, 12:16 MESZ
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