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Deutscher Orden: Vogteiamt Schneidheim (Amtsakten) (Bestand)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 >> Deutscher Orden >> Kommenden/Ämter in der Ballei Franken
1363-1800
Überlieferungsgeschichte
Ab 1456 übergab die Kommende Mergentheim ihre Besitzungen in und um Unterschneidheim an die Ballei Franken, die sie der Kommende Nürnberg zuteilte. Diese ließ den Besitz durch ihren Vogt zu Dinkelsbühl verwalten. Das seit 1571 nachzuweisende Vogteiamt Schneidheim wurde 1717 endgültig von Dinkelsbühl getrennt. 1792 fiel es an das Obervogteiamt Reimlingen des Oberamts Ellingen, 1805 an Bayern, 1810 mit Ausnahme zweier Orte an Württemberg.- Die Archivalien der Kommende Nürnberg, der beiden Ämter sowie wenige Stücke der Regierung Mergentheim gelangten auf verschiedenen Wegen an das Staatsarchiv Stuttgart, wo man sie mit den heutigen Beständen B 330 und B 332 zum Bestand Kommende Kapfenburg zusammenfasste. Ab etwa 1970 wurde dieser Bestand wieder aufgeteilt. B 333 enthält sieben verschiedene Vorprovenienzen, darunter 11 Urkunden der Kommende Mergentheim.
Geschichte des Vogteiamts Schneidheim: Schneidheim - die Ortsteile Ober- und Unterschneidheim werden erstmals 1338 unterschieden - gehörte im Spätmittelalter zum Einflußbereich der Grafen von Oettingen, die bis 1806 die Hochgerichtsbarkeit über den Ort ausübten[1] Die deutschordische Kommende Mergentheim erwarb seit 1329 hier Besitz[2] faßte um 1350 auch in Dinkelsbühl Fuß[3]und erlangte 1363 Kirchensätze und Güter im Gebiet der späteren Kommende Kapfenburg[4] Die Kommende war also dabei, sich nach Südosten auszudehnen. 1372 ist dann allerdings erstmals ein eigener Komtur zu Kapfenburg genannt[5] Neben dieser neuen Kommende standen der weiteren Ausbreitung der Kommende Mergentheim im Süden die 1242 gestiftete Kommende Oettingen[6]und im Osten die Kommende Nürnberg entgegen. Diese war seit Anfang des 15. Jh. über längere Zeiträume in Personalunion mit der Landkommende Ellingen verbunden[7] Die Landkomture der Ballei Franken erweiterten in der Folge ihren Güterkomplex "mit massiertem Einsatz von Geldmitteln"[8] Ab 1456 übergab die Kommende Mergentheim ihre bei Dinkelsbühl gelegenen Besitzungen an die Ballei Franken, die sie mit Besitz der Kommenden Ellingen und Nürnberg verband; die nördlich gelegenen Besitzungen wurden der Kommende Nürnberg zugeteilt[9] Schneidheim und die umliegenden deutschordischen Besitzungen wurden in der Folgezeit von Dinkelsbühl aus verwaltet. Die Zuständigkeit des dortigen Vogts bzw. Amtmanns für Schneidheim läßt sich erstmals 1461 belegen[10] Ob der 1540 und 1542 zu Schneidheim genannte Vogt[11]deutschordischer, gemeinherrschaftlicher oder oettingischer Vogt war, ließ sich anhand desvorliegenden Bestands nicht klären. Der 1571 genannte Martin Sayler dagegen wird ausdrücklich als deutschordischer Vogt zu Schneidheim bezeichnet[12] Noch 1630 ist allerdings der Vogt zu Dinkelsbühl, nicht der zu Schneidheim für die dortigen Lehengüter zuständig[13] Nach dem Dreißigjährigen Krieg erscheint der Beamte zu Dinkelsbühl dann als Obervogt; der Vogt zu Schneidheim ist ihm nach wie vor untergeordnet[14] Die Trennung beider Ämter erfolgte 1717[15] seitdem war Schneidheim selbständiges Vogteiamt. 1789 wurde die Ballei Franken als Oberamt Ellingen dem Meistertum inkorporiert. Das Vogteiamt Schneidheim unterstand nunmehr Regierung und Hofkammer in Mergentheim. Wohl im Zusammenhang mit dieser Neuorganisation wurde das bisher zur Kommende Oettingen gehörende Pfarrdorf Nordhausen dem Vogteiamt Schneidheim zugeschlagen. Dieses umfaßte nunmehr folgende Orte[16]: Belzheim, Pfarrdorf Birkenzell, Flecken Eck am Berg, Weiler Gerau, Weiler Königsroter Mühle Nordhausen, Pfarrdorf Oberschneidheim, Dörflein Sechtenhausen, Dörflein Stillau, Weiler Unterschneidheim, Pfarrdorf Weiler an der Eck, 2 Höfe Wolfertsbronn, Weiler Wössingen, Pfarrdorf. Seit 1789 hatte das Vogteiamt Schneidheim seine Naturalien an das Kastenamt Nördlingen abzuführen, verrechnete aber weiterhin mit der Trisolei des Kommendeamts Nürnberg[17]1792 wurde das Vogteiamt Schneidheim dem Obervogteiamt Reimlingen zugeschlagen[18] 1805/06 fielen alle Amtsorte an Bayern, 1810 mit Ausnahme von Belzheim und Wolfertsbronn an das Königreich Württemberg, wo sie innerhalb des Jagstkreises zum Oberamt Ellwangen gehörten.
Bestandsgeschichte und alte Signaturen: 1723 übergab das Obervogteiamt Dinkelsbühl dem Vogteiamt Schneidheim die dieses Amt betreffenden Archivalien[19] Zum Zweck einer "vollständigen Urkundensammlung" der Urkunden aller Kommenden und Ämter des Meistertums bei der Regierung Mergentheim übersandte 1796 der Schneidheimer Amtsvogt Johann Adam Riß die bei seinem Amt verwahrten Urkunden. Seinem Begleitschreiben fügte er drei Verzeichnisse bei: 1. ein Verzeichnis der in Schneidheim verwahrten Urkunden von Lit. A-Cc und Nr. 1-33, 2. einen Nachtrag dazu von Lit. Dd-Gg und 3. ein Verzeichnis der bei der Kommende Nürnberg verwahrten, Schneidheim betreffenden Urkunden. Über die bis 1789 bei der Ballei Franken in Ellingen und über die im Archiv zu Mergentheim verwahrten Urkunden war Riß nichts bekannt[20] Der Vergleich der Riß'schen Verzeichnisse mit den auf den Archivalien angebrachten Signaturen, die Bestimmung der Provenienzen und die Kenntnis der Verwaltungsgeschichte ermöglichen einen guten Einblick in die Geschichte des vorliegenden Bestands. Im Gegensatz zur heutigen Bestandsbezeichnung mit ihrem Untertitel "Amtsakten" besteht er keineswegs ausschließlich aus Urkunden und Akten des Vogteiamts Schneidheim. Seinen Kern bilden vielmehr Archivalien aus den Registraturen vier deutschordischer Verwaltungen: der Regierung Mergentheim, der Kommende Nürnberg, des Amts Dinkelsbühl und des Vogteiamts Schneidheim. 1. Der "Nürnberger Bestand" Die Urkunden der Kommende Nürnberg[21]bestehen zum überwiegenden Teil aus Vorprovenienzen der Kommende Mergentheim[22] die, wie erwähnt, bis zur Mitte des 15. Jh. im Raum Dinkelsbühl präsent war. Es fällt auf, daß auf ihren Urkunden keinerlei alte Mergentheimer Signaturen festzustellen sind. Die im Riß'schen Verzeichnis von 1796 aufgeführten Signaturen der Kommende Nürnberg springen[23] die Urkunden bildeten also keinen Amtsbestand "Schneidheim", sondern gehörten zu einem größeren Ganzen ("Obervogteiamt Dinkelsbühl"?). Gegenüber dem Riß'schen Verzeichnis fehlen heute nicht nur fünf Belzheim betreffende, nach Bayern extradierte Urkunden[24] sondern auch zwei Sechtenhausen betreffende[25]und vier Schneidheim betreffende Urkunden[26] Das weitere Schicksal des "Nürnberger Bestands" bedarf noch einer genauen Klärung. Möglicherweise wurde er, wie die Urkunden des Vogteiamts Schneidheim, um 1796 nach Mergentheim abgegeben; angesichts der damaligen Verhältnisse im dortigen Archiv[27]ist dies jedoch keineswegs sicher. Die nächstjüngeren Signaturengruppen, die von Nr. 1-3 und Nr. 1-15 reichen, enthalten in den hier verwahrten Nummern nur noch Urkunden, die ehemals württembergische Orte des Amts Schneidheim betreffen; auch die Fehlnummern dürften sich auf dieses Amt beziehen[28] Diese Signierung war, wie ein Vergleich mit der folgenden Signaturenschicht ergibt, ganz offensichtlich nur die Vorarbeit für die endgültige Signierung von Nr. 1-14[29] Beide Signaturenschichten sind zum einen ein eindeutiges Indiz für die Bildung eines Pertinenzbestandes "Schneidheim": Sie enthalten nämlich keine Springnummern mehr. Zum andern aber müssen sie, da sie keine den bayerischen Ort Belzheim betreffende Urkunde mehr enthalten, nach 1810 entstanden sein: Sie dienten entweder der Neuordnung des ehemaligen Deutschordensarchivs im Staatlichen Nebenarchiv Mergentheim oder - wahrscheinlicher - der Vorbereitung der bayerischen Extradition aus dem Reichsarchiv München an das Staatsarchiv Stuttgart, vielleich der des Jahres 1857[30] Alle Urkunden des "Nürnberger Bestands" tragen den teilweise an der Schreibweise der Urkunde sich orientierenden Rückvermerk "Schneidheim", "Sneitheim" oder ähnlich. Diese Rückvermerke sind auch auf Urkunden des im folgenden anzusprechenden "Dinkelsbühler Bestands" zu finden. Sie stammen also aus einer Zeit, als bereits beide Bestandteile in Stuttgart vereinigt waren. Signaturen des "Nürnberger Bestands" a) Signaturen der Kommende Nürnberg vor 1796 1 = U 8 8 = U 11 14 = U 12 18 = U 13 28 = U 14 32 1/2 = U 18 34 = U 15 39 = U 16 41 = U 17 49 = U 20 50 = U 19 59 = U 42 65 = U 43 67 = Belzheim 1489, extradiert 68 = Belzheim 1491, extradiert 70 = U 23 71 = fehlende Urkunde Schneidheim 1495 72 = Belzheim 1496, extradiert 80 = Belzheim 1511, extradiert 82 = U 22 90 = fehlende Urkunde Schneidheim 1518 92 = fehlende Urkunde Sechtenhausen 1518 119 = fehlende Urkunde Sechtenhausen 1591 120 = fehlende Urkunde Schneidheim 1591 121 = Belzheim 1597, extradiert 123 = fehlende Urkunde Schneidheim 1605 b) Signaturen nach 1810, Vorstufe 1 = U 8 2 = U 11 3 = U 43 1 = U 12 2 = U 13 3 = U 14 4 = U 15 5 = U 16 6 = U 17 7 = U 20 8 = U 21 9 = U 19 10 = fehlende Urkunde Schneidheim 1495? 11 = fehlende Urkunde Schneidheim 1518? 12 = fehlende Urkunde Schneidheim 1591? 13 = U 42 14 = fehlende Urkunde Schneidheim 1605? 15 = U 22 c) Signaturen nach 1810 No. 1 = U 42 No. 2 = U 8 No. 3 = U 11 No. 4 = U 12 No. 5 = U 13 No. 6 = U 14 No. 7 = U 15 No. 8 = U 16 No. 9 = U 17 No. 10 = U 20 No. 11 = U 19 No. 11 1/2 = U 18 No. 12 = U 21 No. 13 = U 22 No. 14 = U 43 2. Der "Dinkelsbühler Bestand" Die 1723-1724 vom Obervogteiamt Dinkelsbühl extradierten Archivalien waren nicht nach Urkunden, Akten und Amtsbüchern getrennt; das Übergabeverzeichnis vom 9. Aug. 1723 führt z.B. unter Nr. 19 "Schneidheimer Pfarr-Documenten und Sechtenhaußer Capolney-Stifftungs-Brieff" - also Urkunden! - auf[21] Eine zweite Extradition von 1784 enthielt fast ausschließlich Akten und Amtsbücher aus den vorangegangenen hundert Jahren, also sicher keine Pergamenturkunden[32] Die ältesten Signaturen - besser: die Vorstufe eines Signaturenschemas - auf den aus Dinkelsbühl ausgefolgten Stücken tragen sechs Lehenreverse aus der zweiten Hälfte des 16. Jh., die als "Vererbbrief No. 1" usw. durchnumeriert sind[33] Dieses System wurde jedoch aufgegeben, bevor es auf andere Urkundengruppen hätte ausgeweitet werden können: Die übrigen Lehenreverse jener Jahre tragen keinen entsprechenden Vermerk[34] Die Trennung der Urkunden von den Akten erfolgte zwischen 1723/24, dem Jahr der Extradition, und 1796, dem Jahr, in dem Riß sein Verzeichnis vorlegte. Die Urkunden wurden nach Orten alphabetisch geordnet, innerhalb der Orte chronologisch gereiht und dann nach Numerus currens von 1-88 signiert, wobei als 89 und 90 zwei Königsrot betreffende Urkunden angehängt wurden[35] Auffällig ist, daß die Signaturen der im vorliegenden Bestand überlieferten Urkunden erst mit dem Ort Schneidheim und mit der Nummer 63 beginnen[36] Genaueres über die fehlenden Stükkewar, mit Ausnahme der Belzheimer Urkunden, nicht zu ermitteln. Riß jedenfalls verzeichnete 1796 als Amtsbestand nur 28 Urkunden, die er streng chronologisch, also ohne Rücksicht auf Ortsbetreffe, reihte und von A-Cc signierte[37] Im Anschluß führte er die 1790 vom Obervogteiamt Reimlingen übernommenen Urkunden über Nordhausen auf, die chronologisch von Nro. 1-33 geordnet waren[38] Gleichzeitig sandte Riß ein Verzeichnis von vier weiteren Urkunden ein, die er in den Akten aufgefunden hatte[39] er gab ihnen die Signaturen Lit. Dd-Gg[40] Alle 65 Urkunden übersandte er 1796 an die Regierung in Mergentheim[41] Ob sie aus deren Archiv zurückkehrten ist fraglich. Eugen Schneider schrieb im bisher gültigen Repertorium zu den Beständen B 330, B 332 und B 333, er habe hier im Anschluß an die Kapfenburger Urkunden "die aus dem Archiv der Ballei Franken zu Ellingen nach Mergentheim u. von da nach Stuttgart gebrachten Urkunden des Nürnberger Vogteiamts Schneidhei m, des Ellinger Kastenamts Nördlingen u. der Kommende Öttingen verzeichnet"[42] Demnach wären die Urkunden von Mergentheim - auf dem Umweg über Schneidheim? - nach Ellingen und von dort wieder nach Mergentheim gelangt. Auch das weitere Schicksal des "Dinkelsbühler Bestands" ist ungeklärt. Als nächste "Signierung" tragen die Urkunden die Rückvermerke "Schneidheim"[43] "Oberschneidheim", "Sechtenhausen", "Thannhausen" und "Weyler", die ein untrüglicher Hinweis auf die Vereinigung der Dinkelsbühler mit den Nürnberger Urkunden sind. Signaturen des "Dinkelsbühler Bestands" a) Schneidheimer Signaturen vor 1796 63 = U 24 64 = ? 65 = ? 66 = ? 67 = ? 68 = U 27 69 = U 26 70 = U 28 71 = U 29 72 = U 30 73 = U 31 74 = U 32 75 = U 33 76 = U 36 77 = U 34 78 = U 35 79 = U 38 80 = U 37 81 = ? 82 = U 45 83 = U 47 84 = U 46 85 = U 48 86 = U 49 87 = U 50 88 = U 51 89 = U 4 90 = U 5 b) Schneidheimer Signaturen von 1796 Lit. A = U 3 Lit. B = U 4 Lit. C = U 5 Lit. D = U 1 Lit. E = Belzheim 1538, extradiert Lit. F = U 26 Lit. G = U 52 Lit. H = U 27 Lit. J = U 45 Lit. K = Belzheim 1570, extradiert Lit. L = U 46 Lit. M = U 47 Lit. N = Belzheim 1573, extradiert Lit. O = U 28 Lit. P = U 48 Lit. Q = U 49 Lit. R = U 29 Lit. Sa = U 30 Lit. Sb = U 31 Lit. T = U 32 Lit. V = U 33 Lit. W = U 50 Lit. X = U 34 Lit. Y = U 35 Lit. Z = U 36 Lit. Aa = U 37 Lit. Bb = U 38 Lit. Cc = U 51 Lit. Dd = U 2 Lit. Ee = U 40 Lit. Ff = U 41 Lit. Gg = U 44 3. Der "Schneidheimer Bestand" Jüngster und einziger genuin Schneidheimer Teil[44] des Bestands B 333 sind die Akten des Vogteiamts Schneidheim. Sie zeichnen sich durch sorgfältige Aktenführung aus. Die Schneidheimer Signaturen auf diesen Akten konnten nicht in ein System eingeordnet werden. Der Anfall des Amts Schneidheim an Bayern 1805/06 hatte offensichtlich keine Auswirkung auf die Amtsregistratur. Deren Akten gelangten nämlich 1810 an Württemberg, 1818 an die Regierung des Jagstkreises in Ellwangen, deren vorgedruckte Aktenumschläge zum Teil erhalten sind. Ellwanger Lokaturen befinden sich auf der Mehrzahl der Schneidheimer Akten[45] Die anschließend gegebene Übersicht zeigt, daß die Lokaturen auf den Aktenumschlägen mit und ohne Vordruck zum selben Lokaturensystem gehören, daß demnach beide der Provenienz Kreisregierung Ellwangen zuzuschreiben sind. Wie die Rubriken erkennen lassen, hat die Kreisregierung nur jene Akten aufbewahrt, die rechtserheblich waren (v.a. Jurisdictionalia) oder die sich auf Statistik und Überlieferung des ehemaligen Vogteiamts Schneidheim bezogen[46] Jüngere Tagebuchnummern auf älteren Akten deuten in der Regel auf eine Aktenversendung hin. Drei Schneidheimer Akten[47] weisen mit roter Tinte geschriebene Tagebuchnummern - leider ohne Jahreszahl - auf. Zumindest in einem Fall dürfte es im zugehörigen Schreiben um die Aktenextradition nach Bayern gegangen sein. Der Umschlag der betreffenden Akte[48]trägt nämlich nicht nur die bayerische Lokatur XVIII.69.1 - sie ersetzt die Lokatur der Kreisregierung Ellwangen, ist also jünger - und die bayerische Signatur B.39.25, sondern auf dem zweiten Blatt des Aktenumschlags auch den Vermerk über die Re-Extradition: "Nro. 54: Tannhausen Ober-Amt Ellwangen, extradieren". Mit roter Tinte ist auch eine weitere, ebenfalls der Kreisregierung zuzuschreibende Abgabeverfügung geschrieben: "Zu den Forstamts-Acten"[49] - Nicht gelungen ist die Entschlüsselung und damit die Interpretation einer RötelAbkürzung oder -Paraphe auf mehreren Büscheln[50] Am ehesten dürfte sie als Indiz für die Abgabe an das Staatliche Nebenarchiv Merge ntheim zu deuten sein. Bayerische Lokaturen und Signaturen schließlich tragen außer der oben genannten Akte noch Bü 4[51] 11[52]und 17[53] Lokaturen des "Schneidheimer Bestands" a) Ellwanger Lokaturen nach 1818 Kasten 9 Fach 3 Fasz. 36 (Druck) = Bü 2 Kasten 9 Fach 3 Fasz. 53 = Bü 11 Kasten 12 Fach 2 Fasz. 21 = Bü 1 Kasten 12 Fach 2 Fasz. 25 (Druck) = Bü 21 Kasten 12 Fach 2 Fasz. 31 (Druck) = Bü 14 Kasten 12 Fach 4 Fasz. 61 = Bü 16 Kasten 12 Fach 4 Fasz. 62 = Bü 17 Kasten 13 Fach 3 Fasz. 107 (Druck) = Bü 19 Kasten 15 Fach 2 Fasz. 31 = Bü 7 Kasten 15 Fach 2 Fasz. 41 (Druck) = Bü 8 Kasten 15 Fach 2 Fasz. 43 = Bü 9 Kasten 15 Fach 3 Fasz. 59 = Bü 25 Kasten 17 Fach 1 Fasz. 1 (Druck) = Bü 13 Kasten 19 Fach 3 Fasz. 68 = Bü 22 Kasten 19 Fach 4 Fasz. 76 = Bü 24 Kasten 21 Fach 1 Fasz. 73 = Bü 12 b) Bayerische Lokaturen des 19. Jh. XVIII.69.1 = Bü 12 18/71/2 = Bü 11 4. Mergentheimer Splitter Nur einige wenige Stücke des Bestands B 333 sind dem Archiv der Regierung Mergentheim zuzuschreiben. Dies ist vor allem deswegen erstaunlich, weil das Staatsarchiv Ludwigsburg zwar einen Bestand B 318, Hofkammer Mergentheim: Vogteiamt Schneidheim verwahrt, nicht aber einen Bestand Regierung Mergentheim: Vogteiamt Schneidheim. Dem Mergentheimer Archiv entstammt ohne Zweifel Bü 3 des vorliegenden Bestands; anhand der Signatur "71. Cist. 25 Lat. 10 Reg. II" ist es dem sogenannten Oberen Archiv im II. Stock des Mergentheimer Archivgebäudes zuzuordnen[54] Eine Lade 20, von der die das Amt Dinkelsbühl betreffenden Nummern 28-31 vorliegen[55] enthält "Ellinger Urkunden"[56] Diese Bezeichnung ergibt nur dann einen Sinn, wenn sie nicht in Ellingen benutzt wurde - da Nürnberg und Dinkelsbühl/Schneidheim der Signaturen wegen ausscheiden, bleibt nur Mergentheim. Die Provenienz Mergentheim ist ferner für Bü 4-5 zu bestimmen; als wahrscheinlich anzunehmen ist sie für eine Urkundenabschrift "Lit. C"[57] die zweifellos als Beilage zu einem Bericht diente. 5. Vorprovenienzen Der Bestand B 333 enthält in seinen oben angesprochenen Teilen mehrere Vorprovenienzen. Am bedeutensten ist zweifellos die Gruppe der ursprünglich Mergentheimer Urkunden, die im 15. Jh. an die Kommende Nürnberg gelangten[58] Daneben ist auf die schon angesprochenen ursprünglich Nürnberger Urkunden hinzuweisen, die weder die typischen Nürnberger Signaturen tragen, noch die aus arabischen Zahlen gebildeten Schneidheimer Vorsignaturen, sondern nur die 1796 angebrachten Schneidheimer Buchstabensignaturen[59] Eine weitere Urkunde entstammt dem Archiv der Kommende Oettingen[60] Eck am Berg war einer der Weiler, in dessen Besitz sich Oettingen und der Deutsche Orden teilten; weshalb ein Revers, der eigentlich im oettingischen Archiv zu erwarten wäre, spätestens 1796 beim Vogteiamt Schneidheim verwahrt wurde[61] ist noch ungeklärt. Dasselbe gilt für ein Einzelblatt, das einem Nördlinger Stadtgerichts- oder Kopialbuch entrissen wurde; da es einerseits das Hochstift Augsburg und Nördlingen, andererseits Schneidheim und Tannhausen betrifft, wurde es zwischen Württemberg und Bayern hin- und hergeschoben. Je zwei Urkunden der Patrizierfamilien Rieter zu Nürnberg[63] und Hofer zu Dinkelsbühl[64] darunter die einzige Kaiserurkunde des Bestands[65] gelangten dagegen auf einem üblichen Weg, nach dem Recht der Urkundenfolge bei Besitzwechseln, an die Kommenden Nürnberg und Mergentheim. Vorprovenienzen: Kommende Mergentheim: U 8 und 11-20 Kommende Nürnberg: U 3-5; vgl. den "Nürnberger Bestand"! Kommende Oettingen: U 9 Grafschaft Oettingen: U 2 Reichsstadt Nördlingen: Bü 12 Rieter zu Nürnberg: U 3-4 Hofer zu Dinkelsbühl: U 13-14 6. Der Stuttgarter Bestand "Kommende Kapfenburg" 1868 wurden die bis dahin im Staatlichen Nebenarchiv Mergentheim verwahrten Deutschordensarchivalien in das Schloß Ludwigsburg verla gert[66] Schon zuvor waren jedoch die oben angesprochenen Bestandsteile, der "Nürnberger Bestand" und der "Dinkelsbühler Bestand", mit einem geringen Teil der Akten[67]an das Staatsarchiv Stuttgart abgegeben worden[68] Vermutlich im ersten Viertel des 20. Jh. faßte Eugen Schneider, 1881-1924 Archivar am Staatsarchiv, die heutigen Bestände B 330, B 332 und B 333 zum Bestand "Kommende Kapfenburg nebst Ämtern Schneidheim, Öttingen-Nördlingen" zusammen. Schneider gliederte den Bestand in zwei Ebenen: Zuerst teilte er ihn in die drei Verwaltungsbezirke Kapfenburg, Schneidheim und Oettingen ein, dann reihte er innerhalb dieser Bezirke alphabetisch nach Orten, wobei er jedem der drei Bezirke einen Abschnitt "Allgemeines" voranstellte; innerhalb der einzelnen Abschnitte folgten Urkunden und Akten einander chronologisch. Der Gesamtbestand "Kommende Kapfenburg...", den Schneider durch das bisher gültige, leider nicht datierte Findbuch erschloß, umfaßte ursprünglich 24 Büschel, von denen Bü 16-22 das Vogteiamt Schneidheim betrafen[69] Aus bayerischen Extraditionen wurden am Bestandsschluß zuerst Bü 25-26, dann Bü 27-31 angefügt[70] sie betreffen sämtlich den Ort Zipplingen[71] In seiner 1937 erschienenen Gesamtübersicht teilte Karl Otto Müller den Bestand "Kommende Kapfenburg..." in die drei Bestände B 330, Kommende Kapfenburg, B 332, Kommende Oettingen, und B 333, Vogteiamt Schneidheim, auf[72] Diese Aufteilung stand vorerst aber nur auf dem Papier. Als die drei Bestände im Rahmen der "Flurbereinigung" zwischen dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart und dem Staatsarchiv Ludwigsburg 1969 nach Ludwigsburg übergeben wurden, waren zwar die Urkundenbüschel bereits aufgelöst. Die Urkunden waren jedoch von Nr. 1-356 signiert, bildeten also noch den alten Gesamtbestand "Kommende Kapfenburg...". Dasselbe gilt für die Akten. Diese wurden zuerst, um 1970, auf Anweisung von Alois Seiler gemäß der Gesamtübersicht K. O. Müllers in die drei Bestände B 330, B 332 und B 333 aufgeteilt[73] Die Urkunden dagegen bildeten noch in der ersten Ludwigsburger Gesamtübersicht von 1974 den alten Gesamtbestand[74] Wenig später, nachweislich vor 1976, vollzog Seiler dann auch bei den Urkunden die Aufteilung, wobei er jedoch die von Schneider festgelegte Reihenfolge beibehielt, so daß das alte Findbuch voll benutzbar blieb. Der damals neu verpackte Bestand B 333, Vogteiamt Schneidheim, umfaßte U 1-52 und Bü 1-5. Um 1980 wurden diesem Bestand im Zuge der Neubildung des Selektbestands JL 560, Karten des Deutschen Ordens, 3 Karten entnommen[75] wobei man nicht davor zurückschreckte, quadrangulierte Karten aus dem Aktenband Bü 10 herauszuschneiden. Letzter Schritt vor der jetzigen Neuverzeichnung war 1983 die Einarbeitung von U 44a und Bü 6-25[76]in den Bestand durch Dorothea Bader. Die Nachträge befanden sich unter unverzeichneten Akten, die im 19. Jh. von Mergentheim nach Ludwigsburg gelangt waren (sog. "Deutschordensrestbestände").
Charakterisierung des Bestands und Gegenüberlieferungen: Die 49 Pergamenturkunden des Bestands B 333 stammen aus den Jahren 1363-1630. 6 Urkunden sind aus der 2. Hälfte des 14. Jh., 7 aus der ersten Hälfte des 15. Jh., 11 aus der zweiten Hälfte des 15. Jh., nur 4 aus der ersten Hälfte des 16. Jh., fast die Hälfte, nämlich 21, aus der 2. Hälfte des 16. Jh. - davon allein 9 aus den Jahren 1590-1594! - und 1 aus der ersten Hälfte des 17. Jh. Eine Papierurkunde aus dem Jahr 1630 ist als U 51 erhalten, eine aus dem Jahr 1741 in Bü 23, eine weitere aus dem Jahr 1795 als U 6. Daß der zeitliche Schwerpunkt bei den Pergamenturkunden so eindeutig in der zweiten Hälfte des 16. Jh. liegt, geht auf das Konto der zahlreich, wenn auch keineswegs vollständig überlieferten Lehenreverse. Die insgesamt 19 Reverse sind formal zum Teil als Verkaufsurkunden gehalten. Ein Lehenbrief aus dem Jahr 1572[77] wurde wegen eines inhaltlichen Fehlers nicht behändigt; er ist jedoch schon mit einem der seltenen Siegelrohlinge besiegelt. Nur wenig schwächer vertreten als die Lehengüter, mit insgesamt 16 Urkunden, sind die Erwerbungen von Gütern und Rechten durch den Deutschen Orden, 7 Urkunden betreffen Pfarr- und Kirchensachen. Lehen- und Willebriefe sowie Lehenreverse sind mit 4 Stücken ebenso gering repräsentiert wie Prozeß- und Schiedsgerichtsurkunden. Als Einzelstücke hervorzuheben sind eine Urfehde von 1461[78]und ein kaiserliches Schankstättenprivileg von 1480[79] Sieht man vom Fragment eines Nördlinger Stadtgerichts- oder Kopialbuchs ab, das auf etwa 1450 zu datieren ist[80] so entstammen die Akten des Bestands B 333 durchweg den Jahren 1655-1800, also der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Schwerpunkte bilden die Pfarr- und Kirchensachen (8 Büschel), die Auseinandersetzungen mit Oettingen (7 Büschel) und die damit in Zusammenhang stehenden Zehntverweigerungen durch die Untertanen (4 Büschel). Unter den Pfarr- und Kirchensachen ist die Wiedererrichtung der Frühmeßpfründe zu Sechtenhausen hervorzuheben[81] Einzelstücke sind das schon erwähnte Nördlinger Fragment und ein 1666 angelegtes, bis 1710 geführtes Hausgenossenregister des Amts Schneidheim[82] Einblicke in die Bemühungen des Deutschen Ordens um die Schulreform Ende des 18. Jh. erlaubt Bü 16. Bü 4 enthält eine statistische Beschreibung des Amts Schneidheim von 1796, Bü 5 die schon erwähnten Urkundenverzeichnisse des Amtsvogts Riß aus dem selben Jahr. Überraschend groß ist die Zahl der Karten und Pläne in diesem verhältnismäßig kleinen Bestand, gerade angesichts der Tatsache, daß 3 Stücke bereits in den Bestand JL 560 umgelagert wurden[83] Ein Auf- und ein Grundriß von 1744 zeigen das neue Frühmeßhaus zu Sechtenhausen[84] 6 Karten vom Ende des 18. Jh., darunter die Kopie eines "Grundrisses" aus dem Jahr 1728, betreffen den Königsroter Wald[85] wobei besonders hervorzuheben ist, daß zu einer Karte das zugehörige Meßprotokoll vorliegt. Gegenüberlieferungen zum vorliegenden Bestand sind zum einen in den beiden das Vogteiamt Schneidheim betreffenden Beständen der Hofkammer Mergentheim[86]und der Ballei Franken[87] zu erwarten, zum andern in den nach Sachrubriken gegliederten Beständen der Regierung Mergentheim[88] Einen Bestand Regierung Mergentheim: Vogteiamt Schneidheim sah die Gesamtübersicht K. O. Müllers nicht vor[89] Karten und Pläne zu einzelnen Orten des Vogteiamts Schneidheim enthält der Selektbestand JL 560. Die Überlieferung zum Ort Nordhausen, der erst um 1789 an das Vogteiamt Schneidheim fiel, befindet sich größtenteils im Bestand B 332, Kommende Oettingen mit Kastenamt Nördlingen; im Bestand B 333 wird zu Nordhausen - provenienzgerecht - lediglich Bü 11 aus dem Jahr 1798 verwahrt. Gegenüberlieferungen sind außerdem in den bayerischen Staatsarchiven und im Deutschordenszentralarchiv in Wien zu vermuten.
Ordnung und Verzeichnung: Die Neuverzeichnung des Bestands B 333 hält sich bei den Urkunden wie bei den Akten an die Ordnung Schneiders, die ja schon in der Ordnung des "Dinkelsbühler Bestands", wie er vor 1796 vorlag, präfiguriert war. Urkunden und Akten sind also nach Orten alphabetisch und innerhalb der Orte chronologisch gegliedert; vorangestellt ist, wie bei Schneider, ein Abschnitt Allgemeines[90] Der Umstand, daß bei einer solchen Gliederung manche Abschnitte nur jeweils ein Archivale enthalten, wurde bewußt in Kauf genommen. Bei den Urkunden konnte so die alte Reihenfolge unverändert beibehalten werden. Obwohl die provenienzfremden Urkunden U 97[91]und U 39[92] entnommen wurden und mit U 44a eine a-Nummer vorliegt, blieben auch die um 1975 vergebenen Urkundensignaturen unverändert; der Bestand weist also eine a-Nummer und zwei Leernummern auf. Da die Leernummern im Findbuch ausgewiesen sind, dürften die Vorteile dieses Vorgehens - Arbeitsersparnis, Wegfall einer weiteren Konkordanz - eventuelle Nachteile überwiegen. Die Akten mit ihren zahlreichen Nachträgen des Jahres 1983 wurden dagegen gemäß dem System Schneiders neu geordnet. Die verschiedenen Provenienzen einschließlich der Vorprovenienzen wurden zwar festgestellt. Der Bearbeiter konnte sich aber schon deshalb nicht zu einer Herauslösung der Provenienzen Kommende Nürnberg - die Verbringung der entsprechenden Urkunden in die Schneidheimer Amtsregistratur nach 1796 ist mit ziemlicher Sicherheit auszuschließen - und Regierung Mergentheim entschließen, weil in anderen Beständen weitere Stücke gleicher Provenienz zu erwarten sind. Hier galt es zunächst einmal, die zusammengehörenden Provenienzen auf dem Papier zusammenzuführen[93] Der Bestand B 333 enthält also nach wie vor mehrere Provenienzen. Die entscheidende Frage, in welcher Registratur die einzelnen Stücke beim Anfall an Bayern oder Württemberg 1805/06 verwahrt wurden, war im Rahmen dieser Verzeichnung nicht völlig zu beantworten. Die einzige Urfehde des Bestands wurde deshalb nicht in den Bestand B 264a, Deutscher Orden: Urfehden eingereiht, weil dieser Bestand fast nur Urkunden aus dem Neckar- und Tauberraum mit den Provenienzen Hoch- und Deutschmeister und Kommende Mergentheim enthält. Der auf die "planmäßige Einteilung" K. O. Müllers zurückgehende Untertitel des Bestands wurde beibehalten; er bekundet die Absicht, nach Abschluß der nötigen Vorarbeiten Provenienzbestände zu bilden. Alois Seiler, bis zu seinem Tod 1992 Leiter des Staatsarchivs Ludwigsburg, hatte schon geraume Zeit geplant, die Deutschordensurkunden "seines" Archivs durch moderne Findbücher zu erschließen. 1989 legte Norbert Stein als erstes das Findbuchüber den Bestand B 264a, Deutscher Orden: Urfehden vor. 1990 konnte Seiler mit zwei Wissenschaftlichen Angestellten im Rahmen des Forschungsprojekts "Erschließung der Deutschordensurkunden des Staatsarchivs Ludwigsburg" die Verzeichnung der größeren Urkundenbestände in Angriff nehmen. Im Januar 1992 begann Reiner Ziegler mit der Regestierung der Urkunden des letzten dieser Bestände, des Bestands B 333; er mußte jedoch die Arbeit schon nach wenigen Tagen mit U 13 abbrechen, weil ihm eine neue Aufgabe übertragen worden war. Den Anstoß zur Fortführung der Verzeichnungsarbeiten gab das Volontariat des Tübinger Studenten Wolfgang Weber im August und September 1992. In anderthalb Monaten konnten er und der Unterzeichnende die Regestierung der Urkunden weitgehend abschließen und die Titelaufnahmen der Akten beginnen; den Abschluß der Verzeichnung besorgte der Unterzeichnende bis Ende Oktober 1992. Die computergestüzte Reinschrift des vorliegenden Repertoriums fertigte Frau Hildegard Aufderklamm. Der Bestand B 333, Deutscher Orden: Vogteiamt Schneidheim, Amtsakten umfaßt 51 Urkunden = 1,0 lfd. m und 25 Büschel = 0,4 lfd. m, also insgesamt 1,4 lfd. m. Ludwigsburg, November 1992 (Dr. Hofmann)
Anmerkungen: 1 Das Land Baden-Württemberg Bd. 4 S. 804. 2 Hofmann, Staat S. 488. 3 ebd. S. 487. 4 Kießling, Kapfenburg-Katalog S. 43. 5 ebd. S. 44. 6 Hofmann, Staat S. 493. 7 ebd. S. 487. 8 ebd. S. 60. 9 ebd. S. 420 und 487 f. 10 B 333 U 22. 11 ebd. U 44a und U 25. 12 ebd. U 52. 13 ebd.U 51. 14 ebd. Bü 13. 15 Hofmann, Staat S. 488. 16 B 333 Bü 4. 17 Hofmann, Staat S. 421. 18 ebd. S. 488 und 510. 19 B 328 Bü 9. 20 B 333 Bü 5. - Vgl. dazu Lampe, Auflösung S. 69 Anm. 19 und S. 71 f. Anm. 27. 21 B 333 U 8-9, 11-22, 24-25 und 42-43. 22 ebd. U 8 und 11-20. Nürnberger Vorprovenienzen enthält dagegen der "Dinkelsbühler Bestand": B 333 U 3-5. 23 Vgl. unten das Verzeichnis a). 24 Nr. 67, 68, 72, 80 und 121 des Riß'schen Verzeichnisses. 25 Nr. 92 und 119 des Riß'schen Verzeichnisses. 26 Nr. 71, 90, 120 und 123 des Riß'schen Verzeichnisses. 27 Vgl. Seiler, Horneck S. 68. 28 Vgl. unten das Verzeichnis b). 29 Da nachträglich eine Nr. 11 1/2 = U 18 eingeschoben wurde, sind es in Wirklichkeit 15 Nummern; vgl. unten das Verzeichnis c). 30 Vgl. Lampe, Auflösung S. 121 XVI. - Das bisher gültige Findbuch erwähnt allerdings nur eine Extradition von Akten der Kommende Oettingen durch Bayern; vgl. den Bestand B 332. 31 B 328 Bü 9. 32 ebd. Bü 10. 33 B 333 U 31, 32, 29, 38, 27 und 30. Die fehlende Signatur No. 2 befand sich vermutlich einst auf U 33. 34 z.B. B 333 U 26, 36 und 37. 35 Vgl. unten das Verzeichnis a). 36 B 333 U 24. 37 Lit. S ist in Sa und Sb aufgeteilt, U/V bildet nur 1 Signatur; vgl. unten das Verzeichnis b). - Die drei Urkunden Lit. A-C = B 333 U 3-5, sämtlich einst in der Kommende Nürnberg verwahrt, tragen keine arabische Numerierung, gelangten also wohl erst kurz vor 1796 - aus Nürnberg? - nach Schneidheim. 38 Heute im Bestand B 332, Kommende Oettingen. 39 Dies ergibt sich daraus, daß diese Nachträge keine Numerierung tragen. 40 Vgl. unten das Verzeichnis a). 41 B 333 Bü 5. - Vgl. Lampe, Auflösung S. 69 Anm. 19. 42 Repertorium B 330, B 332 und B 333, Vorbemerkung E. Schneiders. 43 Auf B 333 U 9, 23 und 35 waren bzw. sind Zettel mit einem entsprechenden Vermerk aufgeklebt. 44 B 333 Bü 1-2, 6-22 und 24-25; davon sind Dinkelsbühler Vorakten lediglich Bü 15 (ganz) und Bü 22 (teilweise). 45 Gedruckte Aktenumschläge der Kreisregierung liegen vor bei B 333 Bü 2, 8, 13, 14, 19 und 21, handschriftliche Lokaturen dieser Behörde tragen ferner Bü 1, 7, 9, 11, 12, 16, 17, 22, 24 und 25. 46 B 333 Bü 1-5. - Vgl. das alte Findbuch B 351a Bd. 4, Vogteiamt Schneidheim: Regierungsakten. 47 ebd. Bü 2, 12 und 22. 48 ebd. Bü 12. 49 ebd. Bü 10. - Gemeint ist das Forstamt Ellwangen. 50 ebd. Bü 7-9, 13, 14, 16, 19-21 und 24. 51 M.59. Nr. 38., geändert in: 0.23.2 52 18/71/2 und B.23.14. 53 Rep. Q 5,2. 54 Vgl. Seiler, Horneck S. 67. - Vgl. auch den Rv. auf U 6. 55 B 333 Bü 6, U 35 und Bü 23. 56 ebd. Bü 6. 57 ebd. U 10. 58 Vgl. oben den "Nürnberger Bestand". 59 Vgl. oben Anm. 37. 60 B 333 U 9. 61 ebd. U 2; Signatur: Lit. Dd. 62 ebd. Bü 12. 63 ebd. U 3-4. 64 ebd. U 13-14. 65 ebd. U 4. 66 Vgl. Seiler, Horneck S. 71 f. 67 B 333 Bü 2-5 und 23. 68 Repertorium B 330, B 332 und B 333, Vorwort E. Schneiders. 69 Vgl. ebd. die älteste Lagerortsangabe: Kasten 88 Fach 20-23 Büschel 1-24. 70 Vgl. ebd. die Lagerortsangaben K. 127 F. 14-15 B. 1-26, korrigiert zu: B. 1-31. 71 Vgl. ebd. das Vorwort Schneiders. 72 Müller, Gesamtübersicht S. 133. 73 Mitteilung von Erwin Biemann. 74 Staatsarchiv Ludwigsburg, Gesamtübersicht der Bestände (Kurzfassung) 1974 S. 10: B 330 = 356 Urkunden. 75 Jetzt JL 560 P 303 und 306-307. 76 Jetzt B 333 Bü 1, 6-22 und 24-25. 77 B 333 U 46. 78 ebd. U 22. 79 ebd. U 4. 80 ebd. Bü 12. 81 ebd. Bü 22-23. 82 ebd. Bü 1. 83 Vgl. oben Anm. 75. 84 ebd. Bü 22. 85 B 333 Bü 10 und Beil. zu U 6. 86 B 138. 87 B 328. 88 B 273 ff. 89 Vgl. Müller, Gesamtübersicht S. 126 f.: Amtsbestände der Regierung Mergentheim. 90 Nun: "Amtsangelegenheiten". 91 Jetzt B 461 U 1. 92 Jetz t B 318 Bü 19a. 93 Vgl. dazu oben v.a. die Signaturenverzeichnisse.
Literatur: Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand: 25. Mai 1987. München 1991 (= Beiträge zur Statistik Bayerns; 450). Grill, Richard: Die Deutschordens-Landkommende Ellingen. Entstehung und Bedeutung; ihre Stellung im Orden und ihre Auseinandersetzung mit den Nachbarterritorien (1216-1806). Diss. phil. Erlangen 1957. Hofmann, Hans Hubert: Der Staat des Deutschmeisters. Studien zu einer Geschichte des Deutschen Ordens im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. München 1964 (= Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte; 3). Hopfenzitz, Josef: Kommende Oettingen Deutschen Ordens (1242-1805). Recht und Wirtschaft im territorialen Spannungsfeld. Bonn-Godesberg 1975 (= Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens; 33). Kießling, Winfried: Deutschordenskommende Kapfenburg. Lauchheim 1990. ders.: Deutschordenskommende Kapfenburg. In: 800 Jahre Deutscher Orden. Die Kapfenburg: Vom Adelssitz zum Deutschordensschloß. Katalog zur Ausstellung im Deutschordensschloß Kapfenburg. Stuttgart 1990 S. 39-65. Lampe, Karl-Heinrich: Die Auflösung des Deutschordenshauptarchivs zu Mergentheim. In: Archivalische Zeitschrift 57, 1961, S. 66-130. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Bd. IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Stuttgart 1980. Bd. VIII: Register. Stuttgart 1983. Müller, Karl Otto: Gesamtübersicht über die Bestände der staatlichen Archive Württembergs in planmäßiger Einteilung. Mit einer Übersicht über die Geschichte der württembergischen staatlichen Archive und einer Liste der württembergischen staatlichen Archivare. Stuttgart 1937 (= Veröffentlichungen der württembergischen Archivverwaltung; 2). Oldenhage, Klaus: Kurfürst Erzherzog Maximilian Franz als Hoch- und Deutschmeister (1780-1801). Bad Godesberg 1969 (= Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens; 34). Seiler, Alois: Horneck - Mergentheim - Ludwigsburg. Zur Überlieferung der Archive des Deutschen Ordens in Südwestdeutschland. In: Horneck, Königsberg und Mergentheim. Zu Quellen und Ereignissen in Preußen und im Reich vom 13. bis 19. Jahrhundert. Lüneburg 1980 (= Schriftenreihe Nordost-Archiv; 19) S. 53-102. Staatsarchiv Ludwigsburg. Gesamtübersicht der Bestände (Kurzfassung). Stand: 31.1.1974. Bearb. von Wolfgang Schmierer und Alois Seiler. Ludwigsburg 1974. Die Urkunden der Stadt Nördlingen 1436-1449. Bearb. von Walther E. Vock und Gustav Wulz. Augsburg 1968 (= Veröffentlichungen der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft Reihe 2a: Urkunden und Regesten; 10). Weiss, Dieter J.: Die Geschichte der Deutschordensballei Franken im Mittelalter. Neustadt a.d. Aisch 1991 (= Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte Reihe IX: Darstellungen; 39). Der bei Hopfenzitz, Kommende Oettingen S. 71 Anm. 105 ohne nähere bibliographische Angaben erwähnte Band "Rettenmaier, Unterschneidheim" lag mir nicht vor.
Abkürzungsverzeichnis: A. = Aussteller
abg. = abgegangen
Abschr. = Abschrift
anh. = anhängend
Anm. = Anmerkung
ASig. = Archivsignatur(en)
aufgedr. = aufgedrückt
Ausf. = Ausfertigung
Bd., -bd. = Band
Beil. = Beilage(n)
beil. = beiliegend
besch. = beschädigt
Bl., -bl. = Blatt
Bü = Büschel
bzw. = beziehungsweise
d = Pfennige
d.Ä. = der Ältere
ders. = derselbe
desgl. = desgleichen
Di = Dienstag
d.J. = der Junge/Jüngere
DO = Deutscher Orden
Do = Donnerstag
Dr. theol. = Doctor theologiae
ebd. = ebenda
f(f). = folgende
Fasz. = Faszikel
fl (rh) = Gulden (rheinisch)
Fol. = Folio
Fr = Freitag
gen. = genannt
hl = Heller
Jh. = Jahrhundert
Kv. = Kanzleivermerk(e)
lat. = lateinisch
lb (hl) = Pfund Heller
lfd. m = laufende Meter
Lic. iur. = Licentiatus iuris
Lit. = Litera/Literatur
Mag. theol. = Magister theologiae
Mi = Mittwoch
Mo = Montag
NB = Notabene
Nr. = Nummer
Pap. = Papier
Perg. = Pergament
Prov. = Provenienz(en)
RSig. = Registratursignaturen
rücks. = rückseitig
Rv. = Registraturvermerk(e)
S. = Seite
Sa = Samstag
Schr. = Schriftstück(e)
Sg., -sg. = Siegel
So = Sonntag
Sp. = Spalte
Sr. = Siegler
ß (hl) = Schilling (Heller)
St. = Sankt
U = Urkunde
U. = Unterschrift(en)
u.a. = unter anderem
Umschr. = Umschrift
usw. = und so weiter
v.a. = vor allem
vgl. = vergleiche
WUB = Wirtembergisches Urkundenbuch
x = Kreuzer
Z. = Zeuge(n)
z.B. = zum Beispiel
+ = verstorben
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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