Für Christenschelme die Zeche bezahlen - Der Prozeß um Joseph Süß Oppenheimer
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 R170063/101
J 25_Bü 804_VHS_267
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente
J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente >> Filmdokumente >> Dokumentarfilme
19. Februar 1997
Enthält:
Im Februar 1738 wurde Joseph Süß Oppenheimer, der ehemalige Finanzberater des verstorbenen Herzogs Karl Alexander von Württemberg, vor den Toren Stuttgarts gehängt. Nach monatelangen Verhören und dem nachfolgenden Inquisitions-Prozeß, war der jüdische Kaufmann des Hochverrats und weiterer Schwerverbrechen für schuldig befunden worden. War die Anklageschrift eine Rache des geschröpften Adels? Schon Zeitgenossen sollen an der Rechtmäßigkeit des Urteils gezweifelt haben. Überliefert ist der Ausspruch, es sei ein seltenes Ereignis, daß ein Jude "für Christenschelme die Zeche bezahle".
Filmdaten:
Autor: Elisabeth Milin
Kamera: Claus Baudisch, Detlef Ruge
Schnitt: Katja Habermehl
Ton: Karl Thal, Christian Zecher
Mischung: Marc Schmieder
Sprecher: Karl-Rudolph Menke, Heinz Schimmelpfennig
Licht: Karl-Heinz Granek
Maske: Christiane Pepernick
Requisite: Konstantin Weiss
Aufnahmeleitung:
Produktionsleitung: Thomas Lorenz
Fachberatung: Gudrun Emberger
Redaktion: Max Fastus
Besetzung:
Joseph Süß Oppenheimer: Patrick Blank
Regierungsrat von Pflug: Bob Gilbert
Im Februar 1738 wurde Joseph Süß Oppenheimer, der ehemalige Finanzberater des verstorbenen Herzogs Karl Alexander von Württemberg, vor den Toren Stuttgarts gehängt. Nach monatelangen Verhören und dem nachfolgenden Inquisitions-Prozeß, war der jüdische Kaufmann des Hochverrats und weiterer Schwerverbrechen für schuldig befunden worden. War die Anklageschrift eine Rache des geschröpften Adels? Schon Zeitgenossen sollen an der Rechtmäßigkeit des Urteils gezweifelt haben. Überliefert ist der Ausspruch, es sei ein seltenes Ereignis, daß ein Jude "für Christenschelme die Zeche bezahle".
Filmdaten:
Autor: Elisabeth Milin
Kamera: Claus Baudisch, Detlef Ruge
Schnitt: Katja Habermehl
Ton: Karl Thal, Christian Zecher
Mischung: Marc Schmieder
Sprecher: Karl-Rudolph Menke, Heinz Schimmelpfennig
Licht: Karl-Heinz Granek
Maske: Christiane Pepernick
Requisite: Konstantin Weiss
Aufnahmeleitung:
Produktionsleitung: Thomas Lorenz
Fachberatung: Gudrun Emberger
Redaktion: Max Fastus
Besetzung:
Joseph Süß Oppenheimer: Patrick Blank
Regierungsrat von Pflug: Bob Gilbert
0'29
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Sammlung Knilli
Milin, Elisabeth; Autorin
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:26 MEZ
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