Briefwechsel des Markgrafen Wilhelm Ludwig von Baden mit seiner Gemahlin Wilhelmine Christine von Seldeneck (10)
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E 29/VIII Nr. 66
E 29/VIII Familienarchiv von Tucher/Jüngere Linie/Leitheimer Zweig
Familienarchiv von Tucher/Jüngere Linie/Leitheimer Zweig
06.03.1781 - 05.09.1781
Enthält:
1781 März 6: Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck aus Karlsruhe an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden.
Dankt für die Glückwünsche zu ihrer Genesung. Wenn der Sohn (Wilhelm Ludwig von Seldeneck) keine Stellung findet, so freut Schreiberin sich noch viel mehr, wenn er wieder zurückkehrt. Gesellschaftsnachrichten.
Dabei:
Briefchen der (Wilhelmine Louise von Seldeneck) an ihren Bruder.
Briefchen, französisch, der selben an ihren Vater. Man war gestern in Durlach, heute in Mühlburg. Schreiberin ersteigerte 2 Vasen. Krieg der Russen gegen die Türken erwähnt.
Brief der Mutter an ihren Sohn.
1781 März 13: Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck aus Karlsruhe an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden.
(Unter der Anrede nachgetragen:) Gestern um 1/2 7 Uhr wurde eine Prinzessin geboren, (weiter unten der Name genannt:) Friederike Dorothea Wilhelmine (= Tochter des Erbprinzen Karl Ludwig). Gesellschaftsnachrichten. In der Fortsetzung des Briefs wird das Erschrecken der Hofgesellschaft beim Bekanntwerden der Geburt einer Prinzessin geschildert (der Erbprinz hatte bislang nur Töchter). In der Stadt wurde geschossen, spät in der Nacht taumelte ein Betrunkener umher, der schrie: der donner zerschlag wans nur ein Prinz wär, was Schreiberin persönlich von ihrem Fenster aus gehört hat. Sie war gerührt. Der Landesfürst (Markgraf Karl Friedrich) beruhigte die junge Mutter (Amalie): Ob Sohn oder Tochter - es sei gleichgültig.
1781 März 14: Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck aus Karlsruhe an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden in Den Haag, au Parlament d'Engleterre.
Hofnachrichten, In Mühlburg ist der Milchabnehmer Müller durchgegangen und hinterlässt Weib und Kinder im Elend.
Dabei:
Briefchen der Tochter an den Vater, Frühlingsgrüße, umrandet von Blumen in Scherenschnitt.
Dabei:
Umschlag mit Adresse.
1781 September 1: Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck aus Mühlburg an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden am Hof in Zweibrücken.
Der Markgraf ist auf den Weg der Besserung. Man dankte Schreiberin für die Vermittlung eines Lobenstein (= der Arzt?). Hofnachrichten. Schreiberin wird nach Rastatt reisen.
Dabei:
Briefumschlag mit Adresse.
1781 September 5: Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck aus Mühlburg an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden.
Dank für die gute Nachricht bezüglich des Sohnes. Dank an den Herzog (= von Wolfenbüttel? s. Nr. 65). Dem Bruder des Adressaten (Markgraf Karl Friedrich) geht es wieder besser. Er wird heute abend in der Komödie erscheinen.
Undatiert (1781 September 6?): Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck (aus Karlsruhe) an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden am Hof in Zweibrücken.
Schreiberin vergaß gestern, ein Briefchen der Tochter mitzuschicken. Serenissimus waren gestern im Schauspiel ganz munter.
Dabei:
Brief der Tochter an den Vater: Darin ebenfalls Hinweis auf das Erscheinen des Markgrafen im Schauspiel.
Brief derselben an ihren Bruder: Der Bruder wird wohl gar nicht mehr aufhören mit seinen Freuden wegen des Herzogs, da wird er wohl nie mehr in Mühlberg leben können.
Dabei:
Umschlag mit der Adresse.
1781 März 6: Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck aus Karlsruhe an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden.
Dankt für die Glückwünsche zu ihrer Genesung. Wenn der Sohn (Wilhelm Ludwig von Seldeneck) keine Stellung findet, so freut Schreiberin sich noch viel mehr, wenn er wieder zurückkehrt. Gesellschaftsnachrichten.
Dabei:
Briefchen der (Wilhelmine Louise von Seldeneck) an ihren Bruder.
Briefchen, französisch, der selben an ihren Vater. Man war gestern in Durlach, heute in Mühlburg. Schreiberin ersteigerte 2 Vasen. Krieg der Russen gegen die Türken erwähnt.
Brief der Mutter an ihren Sohn.
1781 März 13: Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck aus Karlsruhe an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden.
(Unter der Anrede nachgetragen:) Gestern um 1/2 7 Uhr wurde eine Prinzessin geboren, (weiter unten der Name genannt:) Friederike Dorothea Wilhelmine (= Tochter des Erbprinzen Karl Ludwig). Gesellschaftsnachrichten. In der Fortsetzung des Briefs wird das Erschrecken der Hofgesellschaft beim Bekanntwerden der Geburt einer Prinzessin geschildert (der Erbprinz hatte bislang nur Töchter). In der Stadt wurde geschossen, spät in der Nacht taumelte ein Betrunkener umher, der schrie: der donner zerschlag wans nur ein Prinz wär, was Schreiberin persönlich von ihrem Fenster aus gehört hat. Sie war gerührt. Der Landesfürst (Markgraf Karl Friedrich) beruhigte die junge Mutter (Amalie): Ob Sohn oder Tochter - es sei gleichgültig.
1781 März 14: Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck aus Karlsruhe an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden in Den Haag, au Parlament d'Engleterre.
Hofnachrichten, In Mühlburg ist der Milchabnehmer Müller durchgegangen und hinterlässt Weib und Kinder im Elend.
Dabei:
Briefchen der Tochter an den Vater, Frühlingsgrüße, umrandet von Blumen in Scherenschnitt.
Dabei:
Umschlag mit Adresse.
1781 September 1: Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck aus Mühlburg an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden am Hof in Zweibrücken.
Der Markgraf ist auf den Weg der Besserung. Man dankte Schreiberin für die Vermittlung eines Lobenstein (= der Arzt?). Hofnachrichten. Schreiberin wird nach Rastatt reisen.
Dabei:
Briefumschlag mit Adresse.
1781 September 5: Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck aus Mühlburg an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden.
Dank für die gute Nachricht bezüglich des Sohnes. Dank an den Herzog (= von Wolfenbüttel? s. Nr. 65). Dem Bruder des Adressaten (Markgraf Karl Friedrich) geht es wieder besser. Er wird heute abend in der Komödie erscheinen.
Undatiert (1781 September 6?): Brief der (Wilhelmine Christine von) Seldeneck (aus Karlsruhe) an ihren Ehemann, Markgraf Wilhelm Ludwig von Baden am Hof in Zweibrücken.
Schreiberin vergaß gestern, ein Briefchen der Tochter mitzuschicken. Serenissimus waren gestern im Schauspiel ganz munter.
Dabei:
Brief der Tochter an den Vater: Darin ebenfalls Hinweis auf das Erscheinen des Markgrafen im Schauspiel.
Brief derselben an ihren Bruder: Der Bruder wird wohl gar nicht mehr aufhören mit seinen Freuden wegen des Herzogs, da wird er wohl nie mehr in Mühlberg leben können.
Dabei:
Umschlag mit der Adresse.
Umfang/Beschreibung: 12 Prod
Archivale
Bemerkungen: Die Briefe des Ehemanns in Nr. 56
Bemerkungen: Der Brief vom 14. März, vom 1. September und der undatierte Brief lagen bei der jetzigen Nr. 67
Indexbegriff Person: Amalie Erbprinzessin von Baden geb Hessen-Darmstadt
Indexbegriff Person: Friederike Dorothea Wilhelmine, Prinzessin von Baden
Indexbegriff Person: Karl Friedrich, Markgraf von Baden
Indexbegriff Person: Karl Ludwig, Erbprinz Baden
Indexbegriff Person: Lobenstein, N (Arzt?)
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelm Ludwig von
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelmine Christine von - geb Schortmann
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelmine Louise von
Indexbegriff Person: Wilhelm Ludwig Markgraf von Baden
Bemerkungen: Der Brief vom 14. März, vom 1. September und der undatierte Brief lagen bei der jetzigen Nr. 67
Indexbegriff Person: Amalie Erbprinzessin von Baden geb Hessen-Darmstadt
Indexbegriff Person: Friederike Dorothea Wilhelmine, Prinzessin von Baden
Indexbegriff Person: Karl Friedrich, Markgraf von Baden
Indexbegriff Person: Karl Ludwig, Erbprinz Baden
Indexbegriff Person: Lobenstein, N (Arzt?)
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelm Ludwig von
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelmine Christine von - geb Schortmann
Indexbegriff Person: Seldeneck, Wilhelmine Louise von
Indexbegriff Person: Wilhelm Ludwig Markgraf von Baden
Den Haag
Durlach
Karlsruhe
Mühlburg
Rastatt
Zweibrücken
Briefwechsel Wilhelm Ludwig von Baden
Markgraf, Baden
Glückwunsch
Genesung
Stellungssuche
Gesellschaftsnachrichten
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Versteigerung
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Krieg russisch - türkischer
Erbprinz, Baden
Erbprinzessin von Baden
Geburt
Stammhalter fehlender
Salut
Komödie
Hof, Pfalz-Zweibrücken
Hofnachrichten
Parlament englisches (den Haag)
Milchabnehmer
Flucht
Notlage
Scherenschnitt
Frühlingsgruß
Reiseplan
Arzt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:02 MESZ
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