Dekan und Kapitel des Archidiakonalstifts des heiligen Viktor zu Xanten bekunden, dass sie 600 Taler zu je 30 Stüber klevischer Währung dem Vikar Adam Nienhaus von St. Matthias in ihrer Kirche schulden, der ihnen dieses Geld aus Mitteln der Vikarie vorgestreckt hat. Sie haben die 600 Taler an Wendelina Flindt ausgezahlt. Sie geloben, dem Vikar und seinen Nachfolgern die Schuld mit 4 Prozent jährlich zu verpensionieren. Erster Zinstermin ist der 28. Juni 1669 bzw. 14 Tage danach. Die Ablöse ist von beiden Seiten ein halbes Jahr vor dem Zinstermin anzukündigen. Als Sicherheit setzen sie ihren Hof gen. der kleine Guin in Ursel (V-) im Amt Xanten sowie alle anderen Kellnereigüter und -einkünfte zu Unterpfand, woran der Vikar sich gegebenenfalls mit Pfändung schadlos halten kann, bis er durch Bezahlung von Kapital, Zinsen und Unkosten völlig befriedigt ist. Überdies haben sie auf alle Einreden, Rechtsbehelfe, Freiheiten und Privilegien verzichtet, die ihnen hiergegen zustatten kommen könnten. - Ankündigung des Kirchensekretsiegels und der Unterschrift des Sekretärs. So geben Xanten 1668 ahm acht und zwantzigsten monats tagh Iunii.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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