Forderung nach ausstehenden Abgaben an die Hofkammer
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GerKer, 814
GerKer Schöffengericht Kerpen
Schöffengericht Kerpen >> 6 Landesherrliche Angelegenheiten >> 6.4 Ausübung landesherrlicher Rechte
1711 August 19
Enthält: Der Schreiber des Briefs, J.B. Kylman, mahnt verschiedene ausstehende Gelder an: zum einen die Erträge aus dem Schlagholzverkauf von 1707 über 104 Rtlr, dann von dem Kommissbäcker Johannes Hansonis das Geld für 21 Malter Roggen, die laut vorliegender Quittung der Halbwinner von Bergerhausen ihm ausgeliefert hat, sowie noch einmal für 6 Malter Roggen an denselben laut Quittung vom 10.1.1710 und für 27 Malter, quittiert dem Bauschreiber Schramm. Hansonis schuldet ihm, Kylman, außerdem noch die Bezahlung von 10 1/4 Maltern Roggen, die er aus der Martinipacht 1709 erhalten hatte. Bei noch längerer Verzögerung droht er mit "unannehmlichen" (d. h. unangenehmen) Mitteln. Bei den übrigen Schuldnern, neben dem genannten Johannes Hansonis, noch Johann Adam Krafft, Otto Maus, Gerhart Jaixen und Johann Gudenaw, soll bis zur völligen Zahlung Arrest über ihre Erträge ("Früchte") verhängt werden.
Schriftstücke: 1
Archivale
Gudenaw, Johann
Hansonis - Johannes, Kommissbäcker
Jaixen - Gerhart
Krafft - Johann Adam
Kylman, J.B., Hofkammerrat
Maus, Otto
Schramm, Bauschreiber
Bergerhausen
Düsseldorf - Hofkammer
Abgabenschulden
Bäcker
Holzverkauf
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:16 MEZ