Gottfried von Dinslaken (Dyns-), Doktor der Dekrete, Dekan von St. Kunibert, vom Apostolischen Stuhl bestellter Richter und Konservator der Rechte und Privilegien des Dekans und Kapitels der Kirche St. Cassius zu Bonn, an alle Dekane und Christianitäten, Rektoren der Pfarrkirchen und Altäre und übrigen Priester mit und ohne Cura sowie Kleriker, Notare und Tabellionen in Stadt, Diözese und Provinz Köln, insonderheit an die Plebane in [Kirch-] Daun, Ipplendorf, Meckenheim, Birgel, Oberwinter und Rheinbach (in Dune, Yppellendorp, Meckenheim, Birgel et in Rembach): Er legt ihnen [wie in Bonn, St. Cassius, Urkunden Nr. 328 von 1407 März 14-17] sein gerichtliches Vorgehen dar in der Sache des Dekans und Kapitels von St. Cassius, Kläger, gegen Friedrich, Herrn von Tomburg (Thoneborgh) und Komplizen, Beklagte, wegen Überfalls und Plünderung der kapitularischen Güter in Meckenheim (-hem), wodurch nach Angabe des Kapitels diesem ein Schaden von 400 Gulden entstanden ist. Er hat eine Monition gegen Friedrich erlassen und die Parteien vor sich nach Köln in sein Wohnhaus in der Immunität von St. Mariengraden auf Dienstag, den 24. April und anschließend auf Dienstag, den 8. Mai zitiert. Inzwischen starb der kapitularische Prokurator Arnold von Kettwig (Ketwich). Dessen Nachfolger Bertram von Dorsten (Dur-), Notar in der Kölner Kurie, beantragte wieder, die nicht erschienenen Beklagten als kontumaz zu verurteilen, ihn zur Vereidigung und Klagebegründung zuzulassen und zu urteilen, dass die Statuten gegen Kirchenguträuber im vorliegenden Fall zu befolgen seien. Er verschob die Entscheidung auf den folgenden Mittwoch, den 9. Mai. Dort ging er vor und urteilte wie von Bertram beantragt. Er befiehlt den Adressaten, zu veranlassen, dass die Statuten befolgt werden, und fordert Bericht [wie Bonn, St. Cassius, Urkunden Nr. 328]. - Zeugen: Johann Trummel von Wipperfürth (-uorde), Vikar in St. Cassius, Everard Piil von Hamm (de Hammone), Kleriker der Diözese Köln, Gerard Pure van der Kemenaden, Kleriker der Diözese Osnabrück (-burgensis), und Tilmann de Beyen, geschworener Notar der Kölner Kurie. Actum et datum 1408 die et hora predictis.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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