Preußisches Landeskriminalpolizeiamt (Bestand)
Show full title
I. HA Rep. 219
Tektonik >> STAATSOBERHAUPT UND OBERSTE STAATSBEHÖRDEN, MINISTERIEN UND ANDERE ZENTRALBEHÖRDEN PREUSSENS AB 1808 >> Inneres >> Polizei, Zensur und Statistik
Laufzeit: 1920 - 1944
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Behördengeschichte
Beim Polizeipräsidium in Berlin war durch Erlass vom 20.5.1925 das Landeskriminalpolizeiamt errichtet; es unterstand dem Polizeipräsidenten. Das Landeskriminalpolizeiamt hatte für eine sachgemäße, einheitliche Tätigkeit der Landeskriminalpolizeistellen und für das notwendige Zusammenarbeiten dieser Stellen in Preußen zu sorgen. Es diente außerdem als zentrale Nachrichtenstelle, insbesondere für politische Angelegenheiten. Das Landeskriminalpolizeiamt wurde 1936 geschäftsmäßig vom Polizeipräsidium losgetrennt, blieb aber bis auf weiteres der Polizeiverwaltung Berlin angegliedert (RMBliV. 1936 Nr. 44 S. 1339). Mit dem Ausführungsbestimmungen zu diesem Runderlass erhielt das bisherige Preußische Landeskriminalpolizeiamt die Bezeichnung "Reichskriminalpolizeiamt" und unterstand dem Chef der Sicherheitspolizei, ab 1940 Reichssicherheitshauptamt (RMBliV. 1937 Nr. 29 S. 1152).
Bestandsgeschichte
Die Registraturreste des Preußischen Landeskriminalpolizeiamtes sind mit anderen Provenienzen nach 1945 in das Bundesarchiv gelangt und wurden dort unter der Repositur R 58 (Sicherheitspolizei und politischer Nachrichtendienst) vereinigt. Der 1. Teil des Bestandes (Bd. 1 - 86) wurde im Rahmen der Flurbereinigung 1969, der 2. Teil (Bd. 87 - 181) durch Abgabe (s. Schrb. BA vom 28.5.1980 in: C I 219) an das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz abgegeben.
Bestandsbeschreibung
Die 185 Akten mit einem Umfang von 3 laufenden Metern aus der Zeit von 1920 bis 1944 betreffen Angelegenheiten der politischen Polizei. Es überwiegen Unterlagen über die Überwachung und Bekämpfung des Radikalismus. Soweit sie sich auf die KPD, die SPD, ihre Nebenorganisationen sowie anarchistische Gruppen beziehen, setzen sie etwa 1928, vereinzelt früher ein, und reichen bis 1933 (1941).
Ein Sicherungsfilm ist beim Bundesarchiv vorhanden (A 15).
Der Bestand ist aus konservatorischen Gründen nur auf Mikrofilm einsehbar.
Die Akten sind grundsätzlich nach der jeweiligen Mikrofilmnummer zu bestellen:
XIII. HA, Filme Nr. ###
Die Akten sind zu zitieren nach der jeweiligen Archivaliensignatur:
"GStA PK, I. HA Rep. 219, Nr. ###"
Berlin, den 19. November 1970 / 12. Dezember 1980
gez. W. Petermann
Zitierweise: GStA PK, I. HA Rep. 219
Behördengeschichte
Beim Polizeipräsidium in Berlin war durch Erlass vom 20.5.1925 das Landeskriminalpolizeiamt errichtet; es unterstand dem Polizeipräsidenten. Das Landeskriminalpolizeiamt hatte für eine sachgemäße, einheitliche Tätigkeit der Landeskriminalpolizeistellen und für das notwendige Zusammenarbeiten dieser Stellen in Preußen zu sorgen. Es diente außerdem als zentrale Nachrichtenstelle, insbesondere für politische Angelegenheiten. Das Landeskriminalpolizeiamt wurde 1936 geschäftsmäßig vom Polizeipräsidium losgetrennt, blieb aber bis auf weiteres der Polizeiverwaltung Berlin angegliedert (RMBliV. 1936 Nr. 44 S. 1339). Mit dem Ausführungsbestimmungen zu diesem Runderlass erhielt das bisherige Preußische Landeskriminalpolizeiamt die Bezeichnung "Reichskriminalpolizeiamt" und unterstand dem Chef der Sicherheitspolizei, ab 1940 Reichssicherheitshauptamt (RMBliV. 1937 Nr. 29 S. 1152).
Bestandsgeschichte
Die Registraturreste des Preußischen Landeskriminalpolizeiamtes sind mit anderen Provenienzen nach 1945 in das Bundesarchiv gelangt und wurden dort unter der Repositur R 58 (Sicherheitspolizei und politischer Nachrichtendienst) vereinigt. Der 1. Teil des Bestandes (Bd. 1 - 86) wurde im Rahmen der Flurbereinigung 1969, der 2. Teil (Bd. 87 - 181) durch Abgabe (s. Schrb. BA vom 28.5.1980 in: C I 219) an das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz abgegeben.
Bestandsbeschreibung
Die 185 Akten mit einem Umfang von 3 laufenden Metern aus der Zeit von 1920 bis 1944 betreffen Angelegenheiten der politischen Polizei. Es überwiegen Unterlagen über die Überwachung und Bekämpfung des Radikalismus. Soweit sie sich auf die KPD, die SPD, ihre Nebenorganisationen sowie anarchistische Gruppen beziehen, setzen sie etwa 1928, vereinzelt früher ein, und reichen bis 1933 (1941).
Ein Sicherungsfilm ist beim Bundesarchiv vorhanden (A 15).
Der Bestand ist aus konservatorischen Gründen nur auf Mikrofilm einsehbar.
Die Akten sind grundsätzlich nach der jeweiligen Mikrofilmnummer zu bestellen:
XIII. HA, Filme Nr. ###
Die Akten sind zu zitieren nach der jeweiligen Archivaliensignatur:
"GStA PK, I. HA Rep. 219, Nr. ###"
Berlin, den 19. November 1970 / 12. Dezember 1980
gez. W. Petermann
Zitierweise: GStA PK, I. HA Rep. 219
Umfang: 3 lfm (185 VE); Angaben zum Umfang: 3 lfm (185 VE)
Bestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
19.08.2025, 12:19 PM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
- Tektonik
- STAATSOBERHAUPT UND OBERSTE STAATSBEHÖRDEN, MINISTERIEN UND ANDERE ZENTRALBEHÖRDEN PREUSSENS AB 1808 (Archival tectonics)
- Inneres (Archival tectonics)
- Polizei, Zensur und Statistik (Archival tectonics)
- Preußisches Landeskriminalpolizeiamt (Archival holding)