Bundesvermögensverwaltung.- Organisationsunterlagen (Bestand)
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BArch B 115-ORG
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Bundesrepublik Deutschland (1949 ff) >> Finanzen, Wirtschaft
1956-
Geschichte des Bestandsbildners: Das Bundesministerium für wirtschaftlichen Besitz des Bundes (BMBes) wurde zu Beginn der dritten Legislaturperiode mit der Bildung des dritten Kabinetts Adenauer im Oktober 1957 eingerichtet. Dabei wurden aus dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) die Zuständigkeiten für den wirtschaftlichen Besitz, bzw. die wirtschaftlichen Beteiligungen des Bundes sowie die fachlichen Angelegenheiten des Erwerbs, der Verwaltung und der Verwertung von Liegenschaften und der Bauverwaltung des Bundes ausgegliedert und dem BMBes übertragen. Ebenso übernahm es vom ehemaligen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) die Verwaltung des ERP-Sondervermögens sowie die Aufstellung und Durchführung von Investitions- und Zuschussprogrammen im Rahmen des ERP-Wirtschaftsplans. Die Verwaltung des ERP-Sondervermögens umfasste auch das Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen aufgrund des ERP-Verwaltungsgesetzes von 1953.
Funktionsvorgänger des Bundesministeriums für wirtschaftlichen Besitz des Bundes war das Bundesministerium für Angelegenheiten des Marshall-Planes/des Marshall-Plans, bzw. Bundesministerium für den Marshallplan/Marshall-Plan (BMM), das unter dieser Bezeichnung von 1949 bis 1953 existierte (1953 bis 1957: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit - BMZ).
Im Oktober 1961 wurden folgende Zuständigkeiten des Bundesministeriums für wirtschaftlichen Besitz des Bundes an das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) abgegeben:
1. Zuständigkeit für die unmittelbar für Verteidigungszwecke genutzten Bundesliegenschaften
2. Landbeschaffung für Zwecke der Verteidigung
3. Oberste baufachliche Sachleitung der Verteidigungsbauvorhaben
Durch Ressortvereinbarungen mit dem Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) wurden in der Folge zusätzliche Zuständigkeiten (bauliche Maßnahmen und Landbeschaffung für den zivilen Bevölkerungsschutz und insoweit die haushaltsmäßige Bewirtschaftung) übernommen.
Im November 1961 erfolgte im Zuge der Vereidigung des vierten Kabinetts Adenauer die Umbenennung in Bundesschatzministerium (BMSchatz).
Unter Bundeskanzler Willy Brandt kam es im Oktober 1969 zur Auflösung des Bundesschatzministeriums. Die Aufgaben aus der Verwaltung des ERP-Sondervermögens gingen an das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi), heute Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die übrigen Aufgaben an das Bundesministerium der Finanzen (BMF). Die bisherige Unterabteilung II A (Bundesliegenschaften, bewegliches Bundesvermögen) wurde im BMF die Unterabteilung VI C, die bisherige Abteilung III (Bauwesen) die Abteilung VII und die bisherige Abteilung I (Industrielles Bundesvermögen) die Abteilung VIII. Auch Zuständigkeiten aus der Zentralabteilung des aufgelösten Bundesschatzministeriums wurden vom BMF übernommen.
Das Dienstgebäude Haus Carstanjen des Bundesschatzministeriums, in Bonn-Bad Godesberg, wurde später vom Bundesministerium der Finanzen genutzt.
Folgende Minister und Staatssekretäre standen während der Zeit seines Bestehens dem Ministerium vor:
Bundesminister:
Hermann Lindrath (28.Okt.1957 - 27.Feb.1960)
Hans Wilhelmi (12.Apr.1960-17.Okt.1961)
Hans Lenz (14.Nov.1961 - 13.Dez.1962)
Werner Dollinger (13.Dez.1962 - 01.Dez.1966)
Kurt Schmücker (01.Dez.1966 - 20.Okt.1969)
Staatssekretäre:
Hans Busch (<15.Nov.1957> - 30.Nov.1961)
Hans Helmuth Qualen (29.Mai 1962 - 30.Apr.1963)
Ludwig Kattenstroth (05.Juni 1963 - 31.Dez.1965)
Rolf Thießen (01.Apr.1966 - 13.Dez.1966)
Wolfram Langer (<06.Dez.1966> - 30.Juni 1968)
Rudolf Vogel (15.Juli 1968 - <23.Okt.1969>)
Zitierweise: BArch B 115-ORG/...
Funktionsvorgänger des Bundesministeriums für wirtschaftlichen Besitz des Bundes war das Bundesministerium für Angelegenheiten des Marshall-Planes/des Marshall-Plans, bzw. Bundesministerium für den Marshallplan/Marshall-Plan (BMM), das unter dieser Bezeichnung von 1949 bis 1953 existierte (1953 bis 1957: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit - BMZ).
Im Oktober 1961 wurden folgende Zuständigkeiten des Bundesministeriums für wirtschaftlichen Besitz des Bundes an das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) abgegeben:
1. Zuständigkeit für die unmittelbar für Verteidigungszwecke genutzten Bundesliegenschaften
2. Landbeschaffung für Zwecke der Verteidigung
3. Oberste baufachliche Sachleitung der Verteidigungsbauvorhaben
Durch Ressortvereinbarungen mit dem Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) wurden in der Folge zusätzliche Zuständigkeiten (bauliche Maßnahmen und Landbeschaffung für den zivilen Bevölkerungsschutz und insoweit die haushaltsmäßige Bewirtschaftung) übernommen.
Im November 1961 erfolgte im Zuge der Vereidigung des vierten Kabinetts Adenauer die Umbenennung in Bundesschatzministerium (BMSchatz).
Unter Bundeskanzler Willy Brandt kam es im Oktober 1969 zur Auflösung des Bundesschatzministeriums. Die Aufgaben aus der Verwaltung des ERP-Sondervermögens gingen an das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi), heute Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die übrigen Aufgaben an das Bundesministerium der Finanzen (BMF). Die bisherige Unterabteilung II A (Bundesliegenschaften, bewegliches Bundesvermögen) wurde im BMF die Unterabteilung VI C, die bisherige Abteilung III (Bauwesen) die Abteilung VII und die bisherige Abteilung I (Industrielles Bundesvermögen) die Abteilung VIII. Auch Zuständigkeiten aus der Zentralabteilung des aufgelösten Bundesschatzministeriums wurden vom BMF übernommen.
Das Dienstgebäude Haus Carstanjen des Bundesschatzministeriums, in Bonn-Bad Godesberg, wurde später vom Bundesministerium der Finanzen genutzt.
Folgende Minister und Staatssekretäre standen während der Zeit seines Bestehens dem Ministerium vor:
Bundesminister:
Hermann Lindrath (28.Okt.1957 - 27.Feb.1960)
Hans Wilhelmi (12.Apr.1960-17.Okt.1961)
Hans Lenz (14.Nov.1961 - 13.Dez.1962)
Werner Dollinger (13.Dez.1962 - 01.Dez.1966)
Kurt Schmücker (01.Dez.1966 - 20.Okt.1969)
Staatssekretäre:
Hans Busch (<15.Nov.1957> - 30.Nov.1961)
Hans Helmuth Qualen (29.Mai 1962 - 30.Apr.1963)
Ludwig Kattenstroth (05.Juni 1963 - 31.Dez.1965)
Rolf Thießen (01.Apr.1966 - 13.Dez.1966)
Wolfram Langer (<06.Dez.1966> - 30.Juni 1968)
Rudolf Vogel (15.Juli 1968 - <23.Okt.1969>)
Zitierweise: BArch B 115-ORG/...
Bundesschatzministerium (BMSchatz), 1961-1969
21 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Nachlässe Werner Dollinger, 1945-1995 (Archiv für Christlich-Soziale Politik der Hanns-Seidel-Stiftung München); Kurt Schmücker, 1964-1980 (Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung St. Augustin); Hans Busch, 1915-1981 (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Rheinland); Rudolf Vogel, 1962-1989 (Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung St. Augustin)
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST