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A III 16 Sammlung Roosen (Rosen)
Sammlung Roosen (Rosen) >> Altes Gerichtsarchiv Hüls, Urkunden (Verzeichnung Deilmann)
1770
Regest: Karl Josef Doetsch, Amtmann und Vogt zu Hüls, ferner die Schöffen Konrad Stickers, Jakob Bücker, Johannes Dombergs, Jakob Meiser, Johann Henrich Frantzen, Peter Konstantin Roosen, Gerhard Ripkes und Henrich Botz, die Bürgermeister Matthias Oeben und Johann Arnold Meiser, der Vorsteher Henrich Schou sowie Jakob Fierlings, Jakob Zünskes, Mattheis Enger und Peter Höffer als Bevollmächtigte der Benrader Honschaft und der Gemeinde Hüls beschließen auf einer gemeinsamen Tagfahrt den Verkauf von Gemeindegrund. Es sollen diejenigen Liegenschaften veräußert werden, die eingeschlossen sind von einer geraden Linie, die vom Stiegerschen Diek zum neuen Diek und dann zur Kühetränke, allenfalls auch bis zum Hülserberg führt. Vom Erlös sollen der Honschaft Benrad 2 ½ Teile und der Gemeinde Hüls 1 ½ Teil zufallen, doch auch die Unkosten im gleichen Verhältnis getragen werden. Schöffe Bücker und Peter Höver behalten sich namens der Stiegerschen Nachbarn das Einspruchsrecht gegen den Verkauf der bezeichneten Parzellen vor. Dem widersprechen Schöffe Sticker, Matthias Enger, Jakob Virlings und Zönskes, wodurch der Vorbehalt ausgeschlossen ist. Actum Hüls. (1770 April 9) ^pOr. Pap.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:44 MEZ