Verkauf eines beim Kloster Hachborn gestifteten Seelgeräts
Vollständigen Titel anzeigen
Urk. 25, 89
Urk. 25 Kloster Hachborn - [ehemals: A II]
Kloster Hachborn - [ehemals: A II] >> 1351-1400
1378 April 26
(A) Ausf. Perg. S. 2) 25 mm Dm. Dreieckssch. Oben schreitender Löwe, unten 3 gestürzte Pfeile auf Dreiberg. U: . S' GODFRDI o SChVTSE . . Abb. Küch, Marb. Rechtsquellen Bd. 1 S. 505 Nr. 36 1) fehlt 3) 22 mm Dm. Dreiecksschild, geteilt, oben schreitender Löwe, unten Wellenbalken. U: .S' NICOLAI CDI D' SASSE. 4) fehlt. (C) Abschr. K 231 fol. 98.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum a. d. 1378, feria 2. post dominicam Quasimodogeniti.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Imhof (in dem Hobe), Schöffe zu Marburg, seine Ehefrau Agnes, Klaus von Sassen, Schöffe zu Grünberg (Gruneberg), und seine Ehefrau Hildburg verkaufen zu dem vom verstorbenen Meister Dietrich Imhof (yme Hobe), Stiftsherrn von St. Stephan zu Mainz, beim Kloster Hachborn (Hacheburne) gestifteten Seelgerät der Meisterin und dem Konvent dieses Klosters für 20 Mark Pfennige 1 Mark Bodenzins und 1 Fastnachtshuhn jährlich an Martini aus ihrem von Meister Dietrich geerbten Haus in der Barfüßergasse zu Marburg auf der Gosse, genannt der Bunenbuwe. Von der Mark soll den Nonnen am Jahrestag Meister Dietrichs, dem Tag Maria Magdalena, wenn sie sein Gedächtnis begehen, eine Pietanz gegeben werden. Versäumen die Nonnen die Gedächtnisfeier, so soll in dem Jahr dann die Mark an das Geleucht der Pfarrkirche von Marburg fallen. Für immer fällt sie dorthin, wenn sie die Gülte veräußern wollen.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann Imhof, Gottfried Schütze, Schöffen zu Marburg, Klaus und sein Bruder Volprecht von Sassen, Schöffen zu Grünberg.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schunder Nr. 895
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Imhof (in dem Hobe), Schöffe zu Marburg, seine Ehefrau Agnes, Klaus von Sassen, Schöffe zu Grünberg (Gruneberg), und seine Ehefrau Hildburg verkaufen zu dem vom verstorbenen Meister Dietrich Imhof (yme Hobe), Stiftsherrn von St. Stephan zu Mainz, beim Kloster Hachborn (Hacheburne) gestifteten Seelgerät der Meisterin und dem Konvent dieses Klosters für 20 Mark Pfennige 1 Mark Bodenzins und 1 Fastnachtshuhn jährlich an Martini aus ihrem von Meister Dietrich geerbten Haus in der Barfüßergasse zu Marburg auf der Gosse, genannt der Bunenbuwe. Von der Mark soll den Nonnen am Jahrestag Meister Dietrichs, dem Tag Maria Magdalena, wenn sie sein Gedächtnis begehen, eine Pietanz gegeben werden. Versäumen die Nonnen die Gedächtnisfeier, so soll in dem Jahr dann die Mark an das Geleucht der Pfarrkirche von Marburg fallen. Für immer fällt sie dorthin, wenn sie die Gülte veräußern wollen.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann Imhof, Gottfried Schütze, Schöffen zu Marburg, Klaus und sein Bruder Volprecht von Sassen, Schöffen zu Grünberg.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schunder Nr. 895
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ