Regierungssprecher Matthias Kleinert wechselt von der Politik in die Wirtschaft
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/004 D871011/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/004 Chronik der Woche Baden-Württemberg SDR 1985-1988
Chronik der Woche Baden-Württemberg SDR 1985-1988 >> 1987 >> November
7. November 1987
Regierungssprecher Matthias Kleinert wechselt drei Monate vor der Landtagswahl zu Daimler-Benz als Direktor für Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschafts- und Verkehrspolitik. Kleinert fällt diese Entscheidung nicht leicht, er freut sich jedoch auf seine neue Aufgaben, die er als Herausfoderung ansieht. Rezzo Schlauch wirf Kleinert vor, er habe in seiner Aufgabe als Regierungssprecher schon immer Politik für Daimler-Benz betrieben, mache deshalb einen "innerbetrieblichen" Aufstieg. Kleinert hingegen hält es für die Pflicht der Landesregierung, sich um das Wohl eines solchen Weltkonzerns zu kümmern und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Ulrich Maurer sieht in Kleinerts Weggang so kurz vor der Wahl ein Zeichen für den maroden Zustand der CDU. Matthias Kleinert glaubt fest an den Gewinn der absoluten Merheit durch die CDU und nennt Lothar Späth und seine Regierung den Garanten für politische Stabilität, obgleich auch er über den Zeitpunkt seines Wechsels nicht glücklich ist. Ein Zerwürfnis zwischen Späth und ihm hat es nicht gegeben. Kommentar von Siegfried Kaspar: Kleinert wurde von Späth zu einer eigenständigen politischen Figur gemacht, beide dachten und handelten auf der gleichen Linie. Außenstehende mögen wohl kaum klären können, was sich hinter Kleinerts Weggang verbirgt.
0:21:40; 0'21
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Chronik Baden-Württemberg
Kaspar, Siegfried
Baden-Württemberg; Landesregierung: Regierungssprecher
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:24 MEZ