Oberfinanzdirektion Berlin-Brandenburg. - Außenstelle für feindliches Vermögen: Generalia (Bestand)
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BArch R 2107-I
call number: R 2107-I
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Finanzen, Bau und Raumordnung
1939-1945
Geschichte des Bestandsbildners: Die Landesfinanzämter wurden 1919 als Reichsmittelbehörden der in drei Stufen aufgebauten Reichsfinanzverwaltung errichtet und führten ab Apr. 1937 die Behördenbezeichnung Oberfinanzpräsident. Ihre Zuständigkeit war in der Regel territorial begrenzt. Lediglich desm LFA/OFP Berlin wurden nach 1933 verschiedene Zuständigkeiten übertragen, die für das gesamte Reichsgebiet wahrzunehmen waren, darunter die Verwaltung feindlichen Vermögens in Deutschland und deutschen Vermögens im Ausland (1942 in einer besonderen Außenstelle für feindliches Vermögen bearbeitet).
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Die Akten der Außenstelle für feindliches Vermögen des OFP Berlin-Brandenburg wurden nach 1945 von Oberfinanzdirektion Berlin weitergeführt. Bei der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit im Mai 1945 hatte die Außenstelle hunderttausende Anmeldebögen und die umfangreiche Kartei, die in den letzten Kriegsjahren in die Tresore der Deutschen Reichsbank ausgelagert worden war, übernommen. Ende 1962 wurden die Akten und Karteien in das Archivdepot Dornburg der Staatlichen Archivverwaltung der DDR überführt und waren dort faktisch unbenutzbar. Bei der Auflösung des Archivdepots 1992 gelangten die Unterlagen ins Bundesarchiv. Aufgrund der Tatsache, dass der großen Masse der durch die vorhandene alphabetische Kartei benutzbaren Einzelfallakten ein vergleichsweise geringer Bestand unverzeichneter Generalia gegenüberstand, wurden zwei Teilbestände R 2107 (Einzelfallakten) und R 2107 I (Generalia) gebildet.
Archivische Bewertung und Bearbeitung
Die Generalia sind zwischen 1997 und 2002 bewertet und verzeichnet worden. Im Zuge der Bewertung wurden einerseits ca. 2,0 lfm Akten des Amtes für Preise bei der Stadtbezirksverwaltung Berlin-Prenzlauer Berg sowie des Zentralfinanzamts Groß-Berlin bzw. des Magistrats von Berlin ausgesondert und dem Landesarchiv Berlin übergeben, andererseits zahlreiche Amtsdrucksachen herausgelöst und an die Bibliothek des Bundesarchivs abgegeben. Kassiert wurden zahlreiche Doppelstücke, Formularsammlungen sowie Routineschriftgut.
Inhaltliche Charakterisierung: Überlieferung:
Regelung des Dienstbetriebes der Oberfinanzdirektion allgemein und der Außenstelle 1934-1945, Behandlung des Vermögens im allgemeinen 1938-1944, Behandlung feindlichen Vermögens in Deutschland und in den von Deutschland besetzten Ländern und Gebieten 1940-1943, Behandlung deutschen Vermögens im Ausland (nach Einflusssphären und Ländern A-Z) 1940-1944, Behandlung jüdischen Vermögens 1941-1944 (91) sowie von Vermögen einzelner Personen und Unternehmen 1929-1945, Prisenangelegenheiten in Frankreich 1940-1944, Schadensregelungen 1935-1953.
Erschließungszustand: Onlinefindbuch (2002)
Zitierweise: BArch R 2107-I/...
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Die Akten der Außenstelle für feindliches Vermögen des OFP Berlin-Brandenburg wurden nach 1945 von Oberfinanzdirektion Berlin weitergeführt. Bei der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit im Mai 1945 hatte die Außenstelle hunderttausende Anmeldebögen und die umfangreiche Kartei, die in den letzten Kriegsjahren in die Tresore der Deutschen Reichsbank ausgelagert worden war, übernommen. Ende 1962 wurden die Akten und Karteien in das Archivdepot Dornburg der Staatlichen Archivverwaltung der DDR überführt und waren dort faktisch unbenutzbar. Bei der Auflösung des Archivdepots 1992 gelangten die Unterlagen ins Bundesarchiv. Aufgrund der Tatsache, dass der großen Masse der durch die vorhandene alphabetische Kartei benutzbaren Einzelfallakten ein vergleichsweise geringer Bestand unverzeichneter Generalia gegenüberstand, wurden zwei Teilbestände R 2107 (Einzelfallakten) und R 2107 I (Generalia) gebildet.
Archivische Bewertung und Bearbeitung
Die Generalia sind zwischen 1997 und 2002 bewertet und verzeichnet worden. Im Zuge der Bewertung wurden einerseits ca. 2,0 lfm Akten des Amtes für Preise bei der Stadtbezirksverwaltung Berlin-Prenzlauer Berg sowie des Zentralfinanzamts Groß-Berlin bzw. des Magistrats von Berlin ausgesondert und dem Landesarchiv Berlin übergeben, andererseits zahlreiche Amtsdrucksachen herausgelöst und an die Bibliothek des Bundesarchivs abgegeben. Kassiert wurden zahlreiche Doppelstücke, Formularsammlungen sowie Routineschriftgut.
Inhaltliche Charakterisierung: Überlieferung:
Regelung des Dienstbetriebes der Oberfinanzdirektion allgemein und der Außenstelle 1934-1945, Behandlung des Vermögens im allgemeinen 1938-1944, Behandlung feindlichen Vermögens in Deutschland und in den von Deutschland besetzten Ländern und Gebieten 1940-1943, Behandlung deutschen Vermögens im Ausland (nach Einflusssphären und Ländern A-Z) 1940-1944, Behandlung jüdischen Vermögens 1941-1944 (91) sowie von Vermögen einzelner Personen und Unternehmen 1929-1945, Prisenangelegenheiten in Frankreich 1940-1944, Schadensregelungen 1935-1953.
Erschließungszustand: Onlinefindbuch (2002)
Zitierweise: BArch R 2107-I/...
Oberfinanzpräsident Berlin-Brandenburg (OFP Berlin), 1919-1945
581 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Brandenburgisches Landeshauptarchiv
Literatur: Breyhan, Christian: 40 Jahre Reichsfinanzverwaltung, in: Die öffentliche Verwaltung 12 (1959)
Bathe, Horst: Zur Geschichte der Berliner Finanzämter 1919-1994, Brühl 1996
Bathe, Horst und Kumpf, Johann Heinrich: Die Mittelbehörden der Reichsfinanzverwaltung 1919-1945. Eine Dokumentation, Hg.: Finanzgeschichtliche Sammlung der Bundesfinanzakademie, Brühl 1999
Roeske, Ulrich: Bundesarchiv-Bestände mit Einzelfallakten über die Behandlung feindlichen bzw. jüdischen Vermögens im zweiten Weltkrieg, in: Der Archivar, Beiband 7: Archive und Herrschaft. Referate des 66. Deutschen Archivtages 2001 in Cottbus, 2002.
Literatur: Breyhan, Christian: 40 Jahre Reichsfinanzverwaltung, in: Die öffentliche Verwaltung 12 (1959)
Bathe, Horst: Zur Geschichte der Berliner Finanzämter 1919-1994, Brühl 1996
Bathe, Horst und Kumpf, Johann Heinrich: Die Mittelbehörden der Reichsfinanzverwaltung 1919-1945. Eine Dokumentation, Hg.: Finanzgeschichtliche Sammlung der Bundesfinanzakademie, Brühl 1999
Roeske, Ulrich: Bundesarchiv-Bestände mit Einzelfallakten über die Behandlung feindlichen bzw. jüdischen Vermögens im zweiten Weltkrieg, in: Der Archivar, Beiband 7: Archive und Herrschaft. Referate des 66. Deutschen Archivtages 2001 in Cottbus, 2002.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ