Schreiben des Erzherzogs Ferdinand von Österreich (Sohn des Kaisers Ferdinand I.) an die Meisterin zu Urspring, worin er sein Missfallen darüber ausspricht, dass der Konvent zur Wahl einer Äbtissin geschritten sei, ohne ihm, dem Schutz- und Schirmherrn dieses Klosters vorher Anzeige zu machen, nachdem er seinem Stadtpfleger der Herrschaften Ehingen, Schelklingen und Berg, Hans Wilhelm von Thürheim (Thierheim) zu Biberach (Bibrach), Zell und Reichenbach den Auftrag gegeben habe, dem Konvent sein Beileid zu bezeugen, denselben zur Wahl einer geschickten und tauglichen Äbtissin zu ermahnen und dem Wahltage beizuwohnen. Besonders hätte er sich zu ihnen, dem Konvent versehen, sie würden den Notar samt den Pferden, welchen der vorgenannte Thürheim auf seinen Befehl "Euch zu guten" in das Kloster verordnet hatte, nicht so schimpflich wieder haben abfertigen lassen". Hierauf folgt die Mahnung, "das die in gaistlichen und weltlichen jeder Zeitt der maßen gutte nützliche Haushalttüng verordnest und ins werck richtest, damit das Gottzhauß wolfartt und aufnemen zum pesten befürdert werde".