Verpachtung der Rader-Mühle. Abt Peter van Bouchholtz verpachte an Wynant im Nuwenhoff und Johanne, seine Hausfrau, den Hof zu ghen raedt sampt der moelen und allen anderen synen in- und zubehoer, in der selben Weise, wie Wilhelm zu ghen raedt den Hof vordem gehabt hat, auf 24 Jahre. Die Pacht ist am Remigiustage, spätestens am Martinstage zu zahlen. Die Pächter haben in die Abtei zu liefern uff unsen kornsuller dryssych par korns halff roggen, halff haver, zwelff malder gersten, drye malder weyss, eyn halff malder ertz, tzwe vercken, im somer tzwe hemell, eyn kalff, eyn lamp, noch eyn tzyente lamp und zu geburlycher zytt tzwe botterweggen und acht gueder handkess. Sie haben Haus, Hof und Mühle in gutem Stande zu halten wie ihre Vorpächter, auch dat elssenbrouck in unsern vurschr. hoeff und moelen gehoerende flysslychen my telssen, wyden und eyckheysteren zo beproffen und zo bewaren. Außer der Verpflichtung zum Botenamt haben sie auch jährlich zwei Stück Wein van sess, seven oder achtdehalff aeme von Neuss nach Gladbach zu holen und sonst myt degelychen und gewoentlychen deynst bynne landtzs zu dyenen. Sollten neue Mühlensteine nötig sein, so bestellt und bezahlt sie die Abtei, aber die Pächter müssen sie von Neuss holen und legen lassen. Kriegsschaden wird ihnen ersetzt. Im jaer unss heren duyssent vunffhonndert unnd nuynonddryssyich am dag Mauri abbatis.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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