Herzog Bernhard zu Br. u. L. bekennt, daß nachdem er gestern im
Gerichte auf der Brücke zu Gifhorn betreffs der Streitsache über den Hof und
die Güter zu Honrode, welche Hans, Ludolf und Friedrich v. Honlage gegen das
Stift s. Blasii beanspruchen, bestimmt habe, daß sie dem zufallen sollen,
welcher binnen dreimal 14 und 1 Tag die besten Beweismittel heranbringe,
Herzog Wilhelm zu Br. u. L. sowie Dekan Ludolf und Küster Johann vom Stifte
s. Blasii erschienen seien und bewiesen hätten, daß sie bis etwa vor 2
Jahren länger als 60 Jahre hindurch im ungehinderten Besitze der Güter
gewesen seien. Das Stift bezeugt es durch Aussagen seiner Meier z. B. olde
Konnke, der erklärt, daß er über 32 Jahre den Zins an das Stift gezahlt habe
und daß in Honrode nur das Stift 9 Hufen, die zu Wienhausen 1 Hof und die
Stepele 2 Hufen besäßen, Kersten Schevekoneke, Brokhose, Rasscherd, Hans
Tegerdes, Berthold Ludemanns, durch Register etc., der Herzog durch
Urkunden, die von Kaiser Otto IV, Pfalzgraf Heinrich, Herzog Otto etc.
ausgestellt und völlig unverdächtig sind. Zeugen: her Guentzel van
Bertensleve, her Asswin van Salder, her Bernd Kanne, riddere, Heyneke van
Monichusen, Hartwich van Bulauwe, Maneke van Estorpe, Hunen van Bertensleve,
Otto van Lente, Hinrich van Velthem, Wilkyn van Gustedde. Na goddes bort
1424 des ersten daghes neghest na sunte Benedicti dage des s. abbetes (22.
März). Siegel des Herzogs an Pergament.