Jerg Oplin, Bürger zu Blaubeuren, gefangengesetzt, weil er sich in fremde Streitigkeiten eingemischt, sich ebenfalls öffentlich empört und etliche Gesellen, besonders Michel Huff geschädigt und sich mehrere Male aufrührerisch benommen hatte, und vom Richter auf das Versprechen hin wieder freigelassen, einen großen Blutfrevel zu geben, kein Gewehr mehr außer einem abgebrochenen Brotmesser bei sich zu tragen, in kein offenes Wirtshaus, Zechen, noch offene Gesellschaften zu gehen und, wenn zwei beieinander auf der Straße stehen, nicht zu ihnen zu treten, es werde ihm denn Begnadigung und Erlaubnis erteilt, schwört Urfehde
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Jerg Oplin, Bürger zu Blaubeuren, gefangengesetzt, weil er sich in fremde Streitigkeiten eingemischt, sich ebenfalls öffentlich empört und etliche Gesellen, besonders Michel Huff geschädigt und sich mehrere Male aufrührerisch benommen hatte, und vom Richter auf das Versprechen hin wieder freigelassen, einen großen Blutfrevel zu geben, kein Gewehr mehr außer einem abgebrochenen Brotmesser bei sich zu tragen, in kein offenes Wirtshaus, Zechen, noch offene Gesellschaften zu gehen und, wenn zwei beieinander auf der Straße stehen, nicht zu ihnen zu treten, es werde ihm denn Begnadigung und Erlaubnis erteilt, schwört Urfehde
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 U 297
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 Urfehden
Urfehden >> 1. Band 1: Asperg bis Cannstatt >> 1.7. Blaubeuren, Oberamt >> 1.7.1 Blaubeuren, Oberamt
1533 November 4 (Dienstag nach Allerheiligen)
Ausfertigung, Papier; 2 Siegel mit Papierdecke
Urkunden
Siegler: Benedict Fottel und Michael Mayer; beide Bürger und Richter zu Blaubeuren
Überlieferungsart: Ausfertigung
Überlieferungsart: Ausfertigung
Fottel, Benedikt, Bürger, Bürgermeister, des Gerichts, Blaubeuren
Huff, Michel
Maier, Michael; Bürger, Bürgermeister, des Gerichts, Spitalpfleger, Blaubeuren
Oplin, Jörg, Bürger, Blaubeuren
Blaubeuren UL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:20 MEZ
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