117 (Bestand)
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05.4-Förderverein Kaliningrad
Archiv der Hansestadt Lübeck (Archivtektonik) >> 05 Private Archive >> 05.4 Vereins- und Verbandsarchive
Vorwort: 1991 wurde der "Förderverein für Jugendbildung und Wirtschaftsbeziehungen Norddeutschland - Kaliningrad e. V." in Lübeck gegründet.
Der Verein setzte u. a. sich zum Ziel, den Menschen in Kaliningrad eine erfolgversprechende Zukunft zu ermöglichen, indem sich Russen und Deutsche begegnen und zusammenarbeiten.
Zu den Aufgaben zählte der Verein die Jugendbildung und den Jugendaustausch. Für die wirtschaftliche Entwicklung sei das Know-how einer gut ausgebildeten jungen Generation erforderlich. Außerdem stand den Jugendlichen die Berufsfortbildung zur Verfügung. Hierbei konnten die Jugendlichen jährlich zwei Monate Praktikum in einer norddeutschen Firma machen. Es entstand ein Kontakt zwischen Ost und West und die Jugendlichen sammelten Erfahrungen, die sie zu Hause nutzen konnten.
Des Weiteren unterstützte der Verein soziale Einrichtungen. Schulen und Kinderheime wurden finanziell und materiell mit Spenden unterstützt (Bspw. Cranz/ Selenogradsk).
Ein weiteres Projekt war die "Jugendbegegnung". Deutsche und russische Jugendliche renovierten gemeinsam soziale und landwirtschaftliche Einrichtungen.
Die Hilfe zur Selbsthilfe war das Grundprinzip der Arbeit des Fördervereins. Die Menschen in Kaliningrad sollten selbständig sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt erlangen. Durch Gründungen von Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften sollten Beziehungen zwischen Bauern und nahrungsmittelbedürftigen Verbrauchern in der Stadt entstehen.
Außerdem wurden Wirtschaftsbeziehungen ausgebaut. Norddeutsche Wirtschaftsbetriebe siedelten sich in Kaliningrad an.
Die Unterlagen (neun Aktenordner) wurden von Herrn Hans-Jochen Arndt am 28. August 2014 abgeliefert und erhielten die Erwerbsnummer 40/2014. Die Unterlagen umfassen die Laufzeit 1991 bis 2005. Zu den Kerninhalten gehören die Hilfstransporte der Spenden, das Projekt "Jugendbegegnung" und die Hafenwirtschaftskonferenz. Hauptsächlich sind Auflistungen der Spenden, Schriftverkehr, Zeitungsartikel, Bescheinigungen sowie Vollmachten in dem Bestand zu finden.
(Praktikantin)
Becker, Oktober 2014
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Tagebuch-Nr.: 1138/2014
Erwerb 40/2014
abgegeben von Hans-Jochen Arndt, Mönkhofer Weg 2D, 23564 Lübeck
Der Verein setzte u. a. sich zum Ziel, den Menschen in Kaliningrad eine erfolgversprechende Zukunft zu ermöglichen, indem sich Russen und Deutsche begegnen und zusammenarbeiten.
Zu den Aufgaben zählte der Verein die Jugendbildung und den Jugendaustausch. Für die wirtschaftliche Entwicklung sei das Know-how einer gut ausgebildeten jungen Generation erforderlich. Außerdem stand den Jugendlichen die Berufsfortbildung zur Verfügung. Hierbei konnten die Jugendlichen jährlich zwei Monate Praktikum in einer norddeutschen Firma machen. Es entstand ein Kontakt zwischen Ost und West und die Jugendlichen sammelten Erfahrungen, die sie zu Hause nutzen konnten.
Des Weiteren unterstützte der Verein soziale Einrichtungen. Schulen und Kinderheime wurden finanziell und materiell mit Spenden unterstützt (Bspw. Cranz/ Selenogradsk).
Ein weiteres Projekt war die "Jugendbegegnung". Deutsche und russische Jugendliche renovierten gemeinsam soziale und landwirtschaftliche Einrichtungen.
Die Hilfe zur Selbsthilfe war das Grundprinzip der Arbeit des Fördervereins. Die Menschen in Kaliningrad sollten selbständig sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt erlangen. Durch Gründungen von Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften sollten Beziehungen zwischen Bauern und nahrungsmittelbedürftigen Verbrauchern in der Stadt entstehen.
Außerdem wurden Wirtschaftsbeziehungen ausgebaut. Norddeutsche Wirtschaftsbetriebe siedelten sich in Kaliningrad an.
Die Unterlagen (neun Aktenordner) wurden von Herrn Hans-Jochen Arndt am 28. August 2014 abgeliefert und erhielten die Erwerbsnummer 40/2014. Die Unterlagen umfassen die Laufzeit 1991 bis 2005. Zu den Kerninhalten gehören die Hilfstransporte der Spenden, das Projekt "Jugendbegegnung" und die Hafenwirtschaftskonferenz. Hauptsächlich sind Auflistungen der Spenden, Schriftverkehr, Zeitungsartikel, Bescheinigungen sowie Vollmachten in dem Bestand zu finden.
(Praktikantin)
Becker, Oktober 2014
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Tagebuch-Nr.: 1138/2014
Erwerb 40/2014
abgegeben von Hans-Jochen Arndt, Mönkhofer Weg 2D, 23564 Lübeck
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 10:12 MESZ