Lehnbrief des Herzogs Christian zu Braunschweig und Lüneburg, erwählter
Bischof zu Minden, für den Hofgerichtsprokurator Henrich Timme in Vollmacht der
unmündigenCurd Joachim, Balthasar, Wilhelm, Anton und Otto, Söhne des
verstorbenen Wilhelm Möller, sowie für Georg und Deitrich, Söhne des
verstorbenen Hofmarschalls Dietrich von Honstedt, und Christian August
Friedrich, Sohn des verstorbenen Balthasar von Honstedt, zu einem
Samt-Erb-Mannlehen über folgende Güter: einen freien Hof zu Heiligenthal, der
früher dem Kloster Heiligenthal gehörte, einen freien Sattelhof mit Gericht und
Recht und dem ganzen Dorf Heiligenthal und der Mühle sowie dem Heiligenthaler
Holz, vorbehaltlich des lehnsherrlichen Rechts, von dort Bauholz für das Schloß
zu Winsen zu beziehen, und des Verbots der Veräußerung von Holz dorther; auch
soll der jetzige Vogt zu Heiligenthal, Hans Tobing mit seiner Ehefrau
zeitlebens seine Wohnung dort behalten dürfen. Ferner werden die Möller belehnt
mit dem halben Zehnten zwei Höfen und vier Koten zu Kirchgellersen, dem Zehnten
zu Brockwinkel, drei Höfen zu Südergellersen, drei Höfen zu Westergellersen,
zwei Höfen zu Rettmer, einem Hof zu Oerzen, einem Hof und einer Kote zu
Lübberstedt, einem Hof zu Deutsch Evern, der von Otto Klammer gekauft ist;
einem Hof zu Nindorf, einem Hof zu Weddermöde und einem Hof zu Garstedt, die
vom Kapitel zu Ramelsloh gekauft sind; ferner mit einer freien Hegewiese vor
dem Radbruch, nicht weit von dem Drögen Baum; dem Burglehen zu Rethem, dessen
Lehnsinhaber früher die Hülsing waren, einem Hof und einer Kote zu Wittorf,
einem Hof zu Hiddingen, einer Kote zu Griemen (Grimmingen), zwei Höfen und
einer Kote zu Bortelschlo, einem Hof zu Eilte (Elte), auf dem Dietrich Kofman
und Hans Halberg wohnen, einem Hof zu Borg, einem Hof zu Harling, einem Hof zu
Jarlingen, einem Hof zu Wolterdingen, ferner mit den durch Aussterben der von
Gloden nach des Anton Gloden Tod erledigten Gütern, nämlich drei Teichen bei
Luhmühlen mit den Haidplacken zwischen diesen Teichen und der Luhe, vier Höfen
zu Putensen, von denen einer wüst ist, und dem Meierhof zu Embsen.