Lippische Testamente, Nachlässe und Vormundschaften (Bestand)
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L 90
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.1. Land Lippe (bis 1947) >> 1.1.2. Verwaltung, Justiz >> 1.1.2.7. Justiz >> 1.1.2.7.1. Zentrale Gerichtsbarkeit
ca. 1650-1880
Testaments-, Nachlass- und Vormundschaftsakten, Alimentations-, Schenkungs- und Erbverträge 18.-19. Jh. (6096); Vormundschaftstabellen 1765-1878 (95).
Bestandsgeschichte: Während der NS-Zeit für die Bedürfnisse der Ahnenforschung zusammengestellte Sammlung von Akten des 18. und 19. Jh. aus folgenden Provenienzen: Hofgericht; Justizkanzlei (Regierungskanzlei); Konsistorium; Militärgericht; Fürstliche Kommission der Neustadt Detmold; Magistrat, Stadtgericht und Oberamt Blomberg; Amt Brake; Magistrat, Stadtgericht und Amt Detmold; Amt Hohenhausen; Magistrat, Stadtgericht und Amt Horn; Magistrat, Stadtgericht und Amt Lage; Justizmagistrat Lemgo; Magistrat und Stadtgericht Salzuflen; Amt Schieder; Amt Schötmar; Magistrat und Amt Schwalenberg; Amt Varenholz.
Form und Inhalt: L 90 - Sammlung T N V
Für die Bedürfnisse der Ahnenforschung stellte man im 3. Reich einen Bestand Testamente, Nachlässe, Vormundschaften pp. zusammen, der Akten des 18. und 19. Jahrhunderts folgender Provenienzen umfasst:
-Hofgericht
- Justizkanzlei (Regierungskanzlei)
- Militärgericht
- Kommission der Neustadt Detmold
-Magistrat (Bürgermeister und Rat) Blomberg Stadtgericht Blomberg [schaumburg-lippisches] Oberamt Blomberg [vgl. Vorbemerkung zu L 108 Blomberg]
-Amt Brake
-Magistrat (Bürgermeister und Rat) Detmold Stadtgericht Detmold Amt Detmold
-Amt Hohenhausen
-Magistrat, Stadtgericht und Amt Horn
-Magistrat (Bürgermeister und Rat) Lage Stadtgericht Lage Amt Lage
-Justizmagistrat (Magistrat) Lemgo
-Magistrat und Stadtgericht Salzuflen
-Amt Schieder
- Amt Schötmar
-Magistrat und Amt Schwalenberg
-Amt Varenholz
Die bei den Ämtern, Magistraten oder Stadtgerichten begonnenen und ab 1879 von den betreffenden Amtsgerichten weitergeführten Akten sind in diesem Bestand verblieben, erst ab 1879 angelegte Akten [wurden] zu D 23 genommen.
Außer reinen Testaments-, Nachlass- und Vormundschaftsakten sind auch Alimentations-, Schenkungs-, Erbverträge usw. der Sammlung einverleibt worden.
Im 3. Reich wurden von Herrn Regierungsobersekretär Karl Sundergeld die Akten Nr. 1 - 2840 verkartet, in einer Kartei zusammengefasst und diese alphabetisch geordnet. Bei der Erfassung des Personenkreises ging er davon aus, nicht nur den jeweils auf den Akten genannten Ausgangspartner, sondern auch den beteiligten Familienkreis zu erfassen, z. B. bei Vormundschaften die Namen des verstorbenen Vaters de[s] Mündel[s] und [des] zweiten Ehemanns der Mutter, vielfach auch die Vormünder [Vormunde], die ja meistens in einem Verwandtschaftsverhältnis zum Mündel standen, bei Nachlässen die gesamten Erben, bei außerehelichen Kindern den Namen des Erzeugers.
Die Beendigung der Verzeichnung (ab Nr. 2841 bis [??]* ) erfolgte im Sommer 1962 [*die Bearbeitung durch Frau Lange reicht ausweislich der handschr. Provenienzen-Konkordanz (siehe unten) wohl bis Nr. 5967; spätere Nachträge stammen von Rohtraut Müller-König (Nr. 5980 ff. ), Martin Sagebiel (Nr. 6000 ff.), Herbert Stöwer (Nr. 6023 ff.) und Ingeborg Kittel (Nr. 6059); die letzte besetzte Nr. lautet 6066]; allerdings wurden nur noch - bis auf ganz vereinzelte Ausnahmen, z. B. bei besonders bekannten Familien - die Namen der Testatoren, Erblasser, Mündel bzw. Vertragspartner erfasst, bei unehelichen Kindern aber grundsätzlich auch der Name des Erzeugers. Außerdem wurde eine Übersicht über die Provenienzen des Gesamtbestandes angelegt.
Die im Anhang aufgeführten Vormundschaftstabellen wurden von den jeweiligen Behörden, bei denen auch die Vormundschaftsakten bearbeitet wurden, geführt und an die Regierungs- bzw. Justizkanzlei gesandt.
Das Verzeichnis zur Sammlung TVN (L 90) besteht somit aus dieser Übersicht über die Vormundschaftstabellen (Nr. 1 - 26) sowie aus einer alphabetischen Kartei (9 Kästen).
Detmold, im Oktober 1962
gez. Lange
Die o.g. Vormundschaftstabellen wurden im Rahmen der Digitalisierung von Findmitteln als L 90 Anhang Nr. 1 ff. neu verzeichnet. Dabei entspricht (mit Ausnahme von Nr. 1 und 2) eine Verzeichnungseinheit einem Archivkarton mit Tabellen der angegebenen Jahre sowie Schriftwechsel dazu. Einzelne Jahrgänge können fehlen. Der Schriftwechsel kann eine längere Laufzeit aufweisen.
Ergänzungen zum Findbuch von 1962 sind hier kursiv geschrieben.
Detmold, im Januar 2011
gez. Arno Schwinger
Bestandsgeschichte: Während der NS-Zeit für die Bedürfnisse der Ahnenforschung zusammengestellte Sammlung von Akten des 18. und 19. Jh. aus folgenden Provenienzen: Hofgericht; Justizkanzlei (Regierungskanzlei); Konsistorium; Militärgericht; Fürstliche Kommission der Neustadt Detmold; Magistrat, Stadtgericht und Oberamt Blomberg; Amt Brake; Magistrat, Stadtgericht und Amt Detmold; Amt Hohenhausen; Magistrat, Stadtgericht und Amt Horn; Magistrat, Stadtgericht und Amt Lage; Justizmagistrat Lemgo; Magistrat und Stadtgericht Salzuflen; Amt Schieder; Amt Schötmar; Magistrat und Amt Schwalenberg; Amt Varenholz.
Form und Inhalt: L 90 - Sammlung T N V
Für die Bedürfnisse der Ahnenforschung stellte man im 3. Reich einen Bestand Testamente, Nachlässe, Vormundschaften pp. zusammen, der Akten des 18. und 19. Jahrhunderts folgender Provenienzen umfasst:
-Hofgericht
- Justizkanzlei (Regierungskanzlei)
- Militärgericht
- Kommission der Neustadt Detmold
-Magistrat (Bürgermeister und Rat) Blomberg Stadtgericht Blomberg [schaumburg-lippisches] Oberamt Blomberg [vgl. Vorbemerkung zu L 108 Blomberg]
-Amt Brake
-Magistrat (Bürgermeister und Rat) Detmold Stadtgericht Detmold Amt Detmold
-Amt Hohenhausen
-Magistrat, Stadtgericht und Amt Horn
-Magistrat (Bürgermeister und Rat) Lage Stadtgericht Lage Amt Lage
-Justizmagistrat (Magistrat) Lemgo
-Magistrat und Stadtgericht Salzuflen
-Amt Schieder
- Amt Schötmar
-Magistrat und Amt Schwalenberg
-Amt Varenholz
Die bei den Ämtern, Magistraten oder Stadtgerichten begonnenen und ab 1879 von den betreffenden Amtsgerichten weitergeführten Akten sind in diesem Bestand verblieben, erst ab 1879 angelegte Akten [wurden] zu D 23 genommen.
Außer reinen Testaments-, Nachlass- und Vormundschaftsakten sind auch Alimentations-, Schenkungs-, Erbverträge usw. der Sammlung einverleibt worden.
Im 3. Reich wurden von Herrn Regierungsobersekretär Karl Sundergeld die Akten Nr. 1 - 2840 verkartet, in einer Kartei zusammengefasst und diese alphabetisch geordnet. Bei der Erfassung des Personenkreises ging er davon aus, nicht nur den jeweils auf den Akten genannten Ausgangspartner, sondern auch den beteiligten Familienkreis zu erfassen, z. B. bei Vormundschaften die Namen des verstorbenen Vaters de[s] Mündel[s] und [des] zweiten Ehemanns der Mutter, vielfach auch die Vormünder [Vormunde], die ja meistens in einem Verwandtschaftsverhältnis zum Mündel standen, bei Nachlässen die gesamten Erben, bei außerehelichen Kindern den Namen des Erzeugers.
Die Beendigung der Verzeichnung (ab Nr. 2841 bis [??]* ) erfolgte im Sommer 1962 [*die Bearbeitung durch Frau Lange reicht ausweislich der handschr. Provenienzen-Konkordanz (siehe unten) wohl bis Nr. 5967; spätere Nachträge stammen von Rohtraut Müller-König (Nr. 5980 ff. ), Martin Sagebiel (Nr. 6000 ff.), Herbert Stöwer (Nr. 6023 ff.) und Ingeborg Kittel (Nr. 6059); die letzte besetzte Nr. lautet 6066]; allerdings wurden nur noch - bis auf ganz vereinzelte Ausnahmen, z. B. bei besonders bekannten Familien - die Namen der Testatoren, Erblasser, Mündel bzw. Vertragspartner erfasst, bei unehelichen Kindern aber grundsätzlich auch der Name des Erzeugers. Außerdem wurde eine Übersicht über die Provenienzen des Gesamtbestandes angelegt.
Die im Anhang aufgeführten Vormundschaftstabellen wurden von den jeweiligen Behörden, bei denen auch die Vormundschaftsakten bearbeitet wurden, geführt und an die Regierungs- bzw. Justizkanzlei gesandt.
Das Verzeichnis zur Sammlung TVN (L 90) besteht somit aus dieser Übersicht über die Vormundschaftstabellen (Nr. 1 - 26) sowie aus einer alphabetischen Kartei (9 Kästen).
Detmold, im Oktober 1962
gez. Lange
Die o.g. Vormundschaftstabellen wurden im Rahmen der Digitalisierung von Findmitteln als L 90 Anhang Nr. 1 ff. neu verzeichnet. Dabei entspricht (mit Ausnahme von Nr. 1 und 2) eine Verzeichnungseinheit einem Archivkarton mit Tabellen der angegebenen Jahre sowie Schriftwechsel dazu. Einzelne Jahrgänge können fehlen. Der Schriftwechsel kann eine längere Laufzeit aufweisen.
Ergänzungen zum Findbuch von 1962 sind hier kursiv geschrieben.
Detmold, im Januar 2011
gez. Arno Schwinger
683 Kartons = 6191 Archivbände ca. 1650-1880. - Findbuch und Kartei L 90.
Bestand
German
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 2:00 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archival tectonics)
- 1.1. Land Lippe (bis 1947) (Archival tectonics)
- 1.1.2. Verwaltung, Justiz (Archival tectonics)
- 1.1.2.7. Justiz (Archival tectonics)
- 1.1.2.7.1. Zentrale Gerichtsbarkeit (Archival tectonics)
- Lippische Testamente, Nachlässe und Vormundschaften (Archival holding)