Kaiser Friedrich I. bestätigt den Bürgern von Worms mit Zustimmung seines Sohnes, König Heinrichs (VI.), mit Rat und auf Bitten Bischof Konrads von Worms, Dompropst Dieters (von Worms) und des Kustos Luppold (von Worms) sowie mit Zustimmung des Vitztums Burchard von Worms und aller anderen, die über die Wormser Bürger Recht und Macht haben, die ihnen von seinem Vorfahren (de cuius nos stirpe originem ducimus) Kaiser Heinrich V. verliehenen Rechte. Er erweitert diese Rechte hinsichtlich der Verfügung über ihr Erbe, fügt der bereits früher gewährten Freiheit von Ansprüchen auf Todfallsabgaben, genannt buvteil, auch die Freiheit von der Abgabe des besten Tieres und des besten Kleides (ab exactione optimi animalis sive preciosioris vestimenti), genannt houbitreht, hinzu und bestätigt ihnen unter Berufung auf das Privileg seines Urgroßvaters Kaiser Heinrichs IV. (gemeint ist trotz der richtigen Bezeichnung als „Urgroßvater“: Heinrich V.) die Zollfreiheit in den Reichsorten Frankfurt, Boppard, Hammerstein, Dortmund, Goslar, Engern, Nimwegen und Duisburg, deren Einwohner umgekehrt in Worms gleichfalls keinen Zoll zahlen müssen. Z.: König Heinrich (VI.), Erzbischof Konrad von Mainz, die Bischöfe Konrad von Worms, Hermann von Münster und Kuno von Regensburg, Dompropst Dieter von Worms, Dekan Meinhard von Worms, Rudolf, Kanoniker der Wormser Kirche und Protonotar des kaiserlichen Hofes, Herzog Friedrich von Schwaben, Landgraf Ludwig von Thüringen, Pfalzgraf Konrad bei Rhein, Werner von Bolanden und sein Sohn Philipp, Kämmerer Dudo von (Weisenau-)Mainz, Kustos Luppold von Worms, Präcentor Eberhard (wohl von Worms) und Vitztum Burchard von Worms . – Gotefridus imp. aule canc. vice C°nradi Moguntine sedis archiep. et Germanie archicanc.; in Erneuerung des DH.V. von 1114 November 30 (Stumpf 3119; VU.) und unter Bezugnahme auf das DH.V. von 1112 Oktober 16 (Stumpf 3091) in mehreren Schritten geschrieben von GG; B.2. Imperialis iusticie decet.

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