Kritische Zweifel an Idee des absoluten Wohlfahrtsstaates - MdL CDU Lothar Späth fordert Engagement des Einzelnen und Hilfe des Staates zur Selbsthilfe
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/003 D721027/105
6026868
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/003 Chronik der Woche Baden-Württemberg SDR 1971-1974
Chronik der Woche Baden-Württemberg SDR 1971-1974 >> 1972 >> Juli
15.07.1972
(O-Ton) Lothar Späth, MdL, CDU, Ludwigsburg II, Fraktionsvorsitzender seiner Partei: Grundsatzformulierungen für Programme / Das immer wieder entstehende Spannungsverhältnis zwischen Einzelnem und Staat muss im Zweifel Lösungen zu Gunsten der Freiheit des Einzelnen bringen / Beispiel Hilfe für alte Menschen: Offene Altenhilfe, Wohnungen mit Kommunikations-, Begegnungs- und Hilfseinrichtungen, Altentagesstätte, von den Alten selbst betrieben / Viele Menschen wollen sich stärker engagieren, werden aber in ein falsches Bild gedrängt - Nicht eigenen Freiheitsraum gegen den Staat durchsetzen, sondern an unser aller Staat mitwirken / Jugendliche, Freizeit und Vereine / Finanzierung: Effektivitätskontrolle an staatlichen Einrichtungen / Der Staat kann sich aber nicht aus der Verantwortung lösen / Will der Staat Träger der Förderung der Mitverantwortung des Bürgers sein oder ein Selbstbedienungsladen, in dem gegen wachsende Steuern alles zu haben ist? / Der Staat hat dort einzutreten, wo die humane Leistungsgesellschaft nicht mehr human sein kann / (9'03)
Musik (4'17)
Musik (4'17)
0:13:00; 0'13
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Chronik Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
Alter: Altenheim
Alter: Altenpflege
Bürger
Freiheit, individuelle
Jugend
Leistung: Leistungsgesellschaft
Leistung: Mitwirkung
Sozialpolitik
Staat
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ