Anspruch auf das Haus Lydern (bei Angermund ?). Nach dem Tode Wilhelm Dobbes (24. Juni 1554), Sohnes der Appellantin, beanspruchte sein gleichnamiger Onkel, der Appellat, vom Abt von Werden mit dem umstrittenen Haus belehnt zu werden. Er behauptete, das Haus sei Mannlehen („feudum masculinum antiquum“). Diese Version wird vom Appellanten bestritten: es handele sich um ein Dienstmannsgut (= Dienstlehen), daher habe Wilhelm Dobbe keine Ansprüche, obwohl er der nächste männliche Verwandte sei. Im Lehensbuch (s. u.) lautet die entscheidende Formulierung „zu Dienstmanns Rechten“ (bzw. „iure ministeriali“).
Vollständigen Titel anzeigen
Anspruch auf das Haus Lydern (bei Angermund ?). Nach dem Tode Wilhelm Dobbes (24. Juni 1554), Sohnes der Appellantin, beanspruchte sein gleichnamiger Onkel, der Appellat, vom Abt von Werden mit dem umstrittenen Haus belehnt zu werden. Er behauptete, das Haus sei Mannlehen („feudum masculinum antiquum“). Diese Version wird vom Appellanten bestritten: es handele sich um ein Dienstmannsgut (= Dienstlehen), daher habe Wilhelm Dobbe keine Ansprüche, obwohl er der nächste männliche Verwandte sei. Im Lehensbuch (s. u.) lautet die entscheidende Formulierung „zu Dienstmanns Rechten“ (bzw. „iure ministeriali“).
AA 0627, 1360 - D 488/1368
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 2. Buchstabe D
1560 - 1573 (1330 - 1573)
Enthaeltvermerke: Kläger: Heinrich von der Horst (u. a.) als verordneter Kurator der Margret Gogreff (Gogreve), Witwe des Gerhard Dobbe zu Lydern, Essen, (Bekl.) Beklagter: Wilhelm Dobbe zum Vogelsang (Gut beim Isenberg, Rellinghausen), Essen, (Kl.); nach seinem Tod (1564) seine Witwe Margareta von Westerholt und ihre Kinder, vertreten durch ihre Brüder Hermann und Johann von Westerholt Prokuratoren (Kl.): Lic. Philipp Seiblin 1560 - (Dr. Laurentius) Wildthelm (1560) - (Lic. Martinus) Reichardt (1560) - (Dr. Malachias) Ramminger (1566) - (?) Reiffsteck (1566) - (Dr. Julius) Mart (1571 Prokuratoren (Bekl.): Dr. David Capito 1560 - Dr. Alexander Rebstock 1560 - Dr. Christophorus Rebstock 1560 - Dr. Heinrich (verschrieben statt Johannes ?) Portius 1560 - Für Margareta bzw. ihre Brüder: Dr. David Capito 1564 - Dr. Heinrich Burchardt 1564 - Dr. Laurentius Wilthelm 1564 - Lic. Philipp Seublin 1564 - (Dr. Malachias) Ramminger (1561) - (Dr. Paulus) Haffner (1565) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Mann- und Lehnsrichter der Abtei Werden 1559 - 2. RKG 1560 - 1573 (1330 - 1573) Beweismittel: Bestellung von Kuratoren durch Herzog Wilhelm für die Witwe Dobbe (Q 6). Vorakten (Q 7), darin: Auszug aus dem Lehensbuch des Abts von Werden, Belehnungen mit Lydern 1330, 1391, 1416, 1464, 1477, 1493, 1510, 1523, 1532, 1548, 1554, 1556 (36 - 40). Heiratsverabredung zwischen Gerhardt Dobbe zu Lydern und Margret Gogreve 1515, (Q 20). Beschreibung: 4 cm, 121 Bl., lose; Q 1 - 27, 4 Beilagen.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:36 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 2. Buchstabe D (Gliederung)