1079 März 30, Regensburg – Endgültige und kostbare Ausfertigung
(Goldschrift und Goldsiegel) der beiden vorigen Urkunden mit genauerer
Bestimmung über die vereinbarten Gedächtnisfeiern: "Es gelobte uns auch der
vorgenannte Bischof (Benno) mit Zustimmung des Dekans und seiner übrigen
Geistlichkeit, daß, solange der Ort (Osnabrück) stehe und nicht vergehe, bei
unsern Lebzeiten für unsern und des Reiches Bestand, nach dem Tode aber für
unser, unsers teuren Vaters, Kaisers Heinrich, und unserer Mutter, der Kaiserin
Agnes, unsers Großvaters und unserer Großmutter Seelenheil dreißig Ämter und
ebenso viele Psalter allwöchentlich gesungen werden würden, und bei jedem
Tagesdienst ein Psalm. Überdies wurde festgesetzt, daß auf immerdar an jedem
dritten Wochentage von den Brüdern auf dem Chore für die Seelen unsers teuern
Dieners Siegfrid und der übrigen, die bei der Verteidigung unserer Ehre in
offenem Kampfe gefallen sind, ein besonderes Amt gesungen werde." – Auf dem
Rücken dieser Urkunde von jüngerer Hand: – Sciendum est, quod comes Cobbo, de
quo fit mentio in isto privilegio violenter fugavit episcopum Gebuinum, qui
fuit tertius a fundatione et recipit habitum monasticum in Vuldha XXVIII annis;
semel vero in anno furtive visitavit ecclesiam suam Osnaburgensem propter
timorem Cobbonis. – Osnabrücker Urkundenbuch 1,185 – Jostes, Kaiser- und
Königs-Urkunden, S. 54-55 – Abschrift Ma20 Copiar