Erzbischof Adolph von Köln bekundet, zwischen den Brüdern zu Oelinghausen (Volenkhusen) und einem gewissen Egbert von Herdringen (-dringe) habe ein Streit bestanden. Schließlich habe man sich in der Weise verglichen, daß Egbert von den Brüdern 12 Mark geprüften Silbers erhielt. Dafür war er bereit, neun Schillinge Soester Geldes als jährliche Ablösung für den großen und kleinen Zehnt zu akzeptieren. Er ging also zu Euerhard Sluc, von dem er den Zehnten zu Lehen hatte. Unter Hinzuziehung von zwei seiner Brüder und Miterben sowie seiner Mutter verzichtete er auf die Einsammlung der Garben und die Abgabe der Jungtiere. Er bekräftigte die Summe von 9 Schillingen, die von den Brüdern zu Oelinghausen jährlich als Zehntlöse zu St. Jacobi [25. Juli] zu zahlen sind, und übertrug der Kirche zu Oelinghausen drei Morgen (iugera), die er vom Erzbischof zu Lehen hatte. In gleicher Weise bestätigte Everhard Sluc mit seinen Miterben vor seinem Herrn, dem Hermann von Rüdenberg (Ruden-), den Brüdern die Ablösung des Zehnten. Das wiederum tat ebenso Hermann von Rüdenberg zusammen mit seinem Bruder Heinrich von Stromberg vor dem Erzbischof. Dieser bestätigt den Brüdern und Schwestern zu Oelinghausen die Zehntablösung mit erzbischöflicher Amtsgewalt unter Androhung des Banns. Zeugen: Lodewicus, Dompropst in Köln, Pilegrinus, Dechant der Kirche in Soest (Sosatiensis), Willemus, Küster, Radolphus, Scholaster, Wernher und Johannes, Kanoniker dieser Kirche, Graf Arnold [Grafen von Altena] und sein Bruder Friedrich, Hermann von Waldeck (Waldeke) [Graf von Waldeck], Euerhard von Ardey (Ardei) und sein Bruder Jonathas, Dithmar von Büren (Buren) und sein Bruder Berthold, Conrad von Hachen (Hacnen), die Ministerialen Heinrich von Volmersteine (Volmudesteine), Godeschalk von Padberg (Path-), Hermann Schultheiß in Soest (Susath), Thimo und sein Bruder Theodericus, Conrad von Allagen, Herebord von Schwansbeil (Suanbule), Hermann von Enkere und Harmuthdus von Biedenkopf (-caph).