Konrad, römischer König, bekundet, dass Gerardus, Propst der Bonner Kirche, das Gut des Dudechinus von Kerpen (-e) und seiner Brüder Nikolus, Garsilius und Herimannus, das diese im Dorf Vernich (Vaeuernich) seit langem zu Erbrecht besessen hatten, zu Behuf (ad opus) der Bonner Kirche im Königshof Aachen (Aquis) vor ihm - dem König - und vielen seiner Edlen und Ministerialen frei von Abgabe an alle Vögte durch Kaufvertrag mit seiner Einwilligung und Bestätigung empfangen hat. Gerardus hat dieses Allod im Hauptort der Grafschaft des Grafen von Are namens Kagun durch die Hand seines Vogtes, den er dazu abgeordnet hatte, vor dorthin einbestellten Edlen empfangen, damit unumstößlich bleibe, was er zur Ehre Gottes und der Bonner Kirche dort verfügt hat. Um Gerardus Ordnung zu bestätigen, bekräftigt er dessen Privileg mit königlicher Autorität und Aufdruck seines Siegels. - Zeugen: Erzbischof Arnold von Köln, Bischof Heinrich von Lüttich (Leodiensis), Arnoldus, cancellarius, Heinricus, Graf von Namur (Namucensis), Graf Otto von Rheineck (Rinekke), Adolfus, Graf von Saffenberg (Safenberch), Albertus, Graf von Bonn, Willelmus, Graf von Jülich (Ivliche), Godefridus, Graf von Arnsberg (Arnesberch), Heinricus, Graf von Limburg (-purch), Rvbertus, Graf von Laurenburg (Lurenburch); von der königlichen Familia: Cvnradus von Hagen (-e), Anselmus und Rvtkerus von Düren (Dvire), Lvdewicus von Hammerstein (Hamer-). Acta sunt hec anno verbi incarnati 1145 indictione VIII.