Kuratorium Universität Konstanz (Bestand)
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UAKN, Best. 147a
Archive der Universität Konstanz (Archivtektonik) >> Universitätsarchiv >> K. Deposita und Fremdbestände
1959-1968
Bestandsbeschreibung: Die formelle Gründung des Kuratoriums als Verein zur Förderung der Gründung der Universität Konstanz erfolgte im Mai 1960. Bereits am 28. November 1959 war das Kuratorium erstmals für eine Gründungsversammlung zusammengetreten. Der damalige Oberbürgermeister Bruno Helme hatte dazu in den Ratssaal der Stadt Konstanz geladen. Am 28. November 1959 nahmen 71 Vertreter von Politik und Wirtschaft, Kirche und Kultur an der Gründungsversammlung teil, 29 weitere erklärten ihren Beitritt.
Erster Vorsitzender war von Amts wegen der Oberbürgermeister von Konstanz, Bruno Helmle. Als Geschäftsführer fungierte Albert Schneider. Zu den frühen Vorstandsmitgliedern gehörten Prof. Dr. Theodor Mayer, Alfred Gerigk, Karl Schiess und Theopont Diez.
Am 29. April 1968 wurde das proklamierte Ziel des Vereins - die Gründung der Universität Konstanz zu unterstützen - als erfüllt angesehen und aus diesem Grund das Kuratorium aufgelöst. Das zu dem Zeitpunkt bestehende Vermögen wurde auf den am 1. Februar 1965 gegründeten Verein ”Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Konstanz e.V.“ (GdFF) übertragen. Erster Vorsitzender war Hans Constantin Paulssen. Am 14. Februar 1996 beschloss die Mitgliederversammlung die GdFF in die Universitätsgesellschaft umzuwandeln.
Der Bestand bietet einen Einblick in die Vorphase der eigentlichen Gründungsphase der Universität Konstanz und kann in Ergänzung zum Bestand 147 ”Gründungsausschuss der Universität Konstanz“ genutzt werden. Mitglieder des Kuratoriums waren namhafte Persönlichkeiten aus der Stadt Konstanz und dem Landkreis bzw. den angrenzenden Landkreisen ebenso wie - zu einem geringeren Teil - bundesweit bekannte Personen (so wird u.a. auch der Schriftsteller Erich Kästner als Mitglied geführt). Der Bestand ermöglicht somit eine Betrachtung des Entstehungsprozesses der Universität Konstanz nicht nur aus der näheren zeitlichen Perspektive des Gründungsausschusses. Hervorgehoben werden kann in diesem Zusammenhang der überlieferte Schriftverkehr im Rahmen der Gründung des Vereins, der in quantitativer Hinsicht allerdings überschaubar bleibt. Für die anderen Abteilungen gilt ähnliches: So sind bei 1. Satzung des Vereins, 2. Sitzungsprotokolle, 4. Jahresabschlüsse und 5. Materialsammlung nur wenige Dokumente überliefert, was eine tiefere und konkrete Erforschung des Kuratoriums Universität Konstanz generell erschwert.
Bei dem Bestand handelt es sich um ein Selekt mit einem Umfang von sieben Verzeichnungseinheiten (insgesamt 0,30 cm). Entnommen wurde es den Unterlagen, die ihrer Provenienz nach dem Gründungsrektor Prof. Dr. Gerhard Hess zuzuordnen sind. Die Laufzeit umfasst die Zeitspanne des Bestehens des Vereins (1959-1968). Die Unterlagen gelangten im Jahr 1988 über die Zentralregistratur, zusammen mit weiterem Schriftgut zum Gründungsausschuss der Universität Konstanz, in das Universitätsarchiv. Geordnet und archivisch erschlossen wurde der Bestand im August 2017.
Konstanz, 24.8.2017
Dr. Daniel Wilhelm
Die formelle Gründung des Kuratoriums als Verein zur Förderung der Gründung der Universität Konstanz erfolgte im Mai 1960. Bereits am 28. November 1959 war das Kuratorium erstmals für eine Gründungsversammlung zusammengetreten. Der damalige Oberbürgermeister Bruno Helme hatte dazu in den Ratssaal der Stadt Konstanz geladen. Am 28. November 1959 nahmen 71 Vertreter von Politik und Wirtschaft, Kirche und Kultur an der Gründungsversammlung teil, 29 weitere erklärten ihren Beitritt.
Erster Vorsitzender war von Amts wegen der Oberbürgermeister von Konstanz, Bruno Helmle. Als Geschäftsführer fungierte Albert Schneider. Zu den frühen Vorstandsmitgliedern gehörten Prof. Dr. Theodor Mayer, Alfred Gerigk, Karl Schiess und Theopont Diez.
Am 29. April 1968 wurde das proklamierte Ziel des Vereins - die Gründung der Universität Konstanz zu unterstützen - als erfüllt angesehen und aus diesem Grund das Kuratorium aufgelöst. Das zu dem Zeitpunkt bestehende Vermögen wurde auf den am 1. Februar 1965 gegründeten Verein ”Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Konstanz e.V.“ (GdFF) übertragen. Erster Vorsitzender war Hans Constantin Paulssen. Am 14. Februar 1996 beschloss die Mitgliederversammlung die GdFF in die Universitätsgesellschaft umzuwandeln.
Der Bestand bietet einen Einblick in die Vorphase der eigentlichen Gründungsphase der Universität Konstanz und kann in Ergänzung zum Bestand 147 ”Gründungsausschuss der Universität Konstanz“ genutzt werden. Mitglieder des Kuratoriums waren namhafte Persönlichkeiten aus der Stadt Konstanz und dem Landkreis bzw. den angrenzenden Landkreisen ebenso wie - zu einem geringeren Teil - bundesweit bekannte Personen (so wird u.a. auch der Schriftsteller Erich Kästner als Mitglied geführt). Der Bestand ermöglicht somit eine Betrachtung des Entstehungsprozesses der Universität Konstanz nicht nur aus der näheren zeitlichen Perspektive des Gründungsausschusses. Hervorgehoben werden kann in diesem Zusammenhang der überlieferte Schriftverkehr im Rahmen der Gründung des Vereins, der in quantitativer Hinsicht allerdings überschaubar bleibt. Für die anderen Abteilungen gilt ähnliches: So sind bei 1. Satzung des Vereins, 2. Sitzungsprotokolle, 4. Jahresabschlüsse und 5. Materialsammlung nur wenige Dokumente überliefert, was eine tiefere und konkrete Erforschung des Kuratoriums Universität Konstanz generell erschwert.
Bei dem Bestand handelt es sich um ein Selekt mit einem Umfang von sieben Verzeichnungseinheiten (insgesamt 0,30 cm). Entnommen wurde es den Unterlagen, die ihrer Provenienz nach dem Gründungsrektor Prof. Dr. Gerhard Hess zuzuordnen sind. Die Laufzeit umfasst die Zeitspanne des Bestehens des Vereins (1959-1968). Die Unterlagen gelangten im Jahr 1988 über die Zentralregistratur, zusammen mit weiterem Schriftgut zum Gründungsausschuss der Universität Konstanz, in das Universitätsarchiv. Geordnet und archivisch erschlossen wurde der Bestand im August 2017.
Konstanz, 24.8.2017
Dr. Daniel Wilhelm
Die formelle Gründung des Kuratoriums als Verein zur Förderung der Gründung der Universität Konstanz erfolgte im Mai 1960. Bereits am 28. November 1959 war das Kuratorium erstmals für eine Gründungsversammlung zusammengetreten. Der damalige Oberbürgermeister Bruno Helme hatte dazu in den Ratssaal der Stadt Konstanz geladen. Am 28. November 1959 nahmen 71 Vertreter von Politik und Wirtschaft, Kirche und Kultur an der Gründungsversammlung teil, 29 weitere erklärten ihren Beitritt.
Gerhard Hess
0,30 lfm.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 10:23 MESZ