Streit zwischen Gerichtshalter Karl Friedrich Falkner, Reichenschwand, und Pfarrer Johann August Gran in Artelshofen
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E 49/II Nr. 3035
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
1822
Enthält:
1822: Beschwerden des Gerichtshalters (Karl Friedrich) Falkner, Reichenschwand, gegen Pfarrer (Johann August) Gran in Artelshofen.
In einer auf Wunsch des Geistlichen einberufenen Versammlung im Gemeindehause (!) des Wirts (Konrad) Westphal trägt Gran die Punkte Falkners vor:
1) Er predige anstatt über Gottes Wort über Falkner.
2) Ein großer Kettenhund liege am Weg und stelle eine Bedrohung für die Pfarrkinder dar, die zur Kirche gehen wollen.
3) Er sei streitsüchtig.
4) Sein Betragen sei nicht würdevoll, sondern gemein.
5) Die Pfarrkinder lieben ihn nicht.
Die Gemeindemitglieder aus Artelshofen, Enzendorf und Harnbach vernehmen dies mit Verwunderung und bestätigen die vollkommene Haltlosigkeit sämtlicher Vorwürfe.
Ein Brief Grans an Benedict von Schwarz wird als beleidigend aufgefasst und führt zu einer Injurienklage Falkners vor dem Kreis- und Stadtgericht Nürnberg, wo eine gütliche Einigung erzielt wird: Pfarrer Gran nimmt alle seine Äußerungen zurück.
1822: Beschwerden des Gerichtshalters (Karl Friedrich) Falkner, Reichenschwand, gegen Pfarrer (Johann August) Gran in Artelshofen.
In einer auf Wunsch des Geistlichen einberufenen Versammlung im Gemeindehause (!) des Wirts (Konrad) Westphal trägt Gran die Punkte Falkners vor:
1) Er predige anstatt über Gottes Wort über Falkner.
2) Ein großer Kettenhund liege am Weg und stelle eine Bedrohung für die Pfarrkinder dar, die zur Kirche gehen wollen.
3) Er sei streitsüchtig.
4) Sein Betragen sei nicht würdevoll, sondern gemein.
5) Die Pfarrkinder lieben ihn nicht.
Die Gemeindemitglieder aus Artelshofen, Enzendorf und Harnbach vernehmen dies mit Verwunderung und bestätigen die vollkommene Haltlosigkeit sämtlicher Vorwürfe.
Ein Brief Grans an Benedict von Schwarz wird als beleidigend aufgefasst und führt zu einer Injurienklage Falkners vor dem Kreis- und Stadtgericht Nürnberg, wo eine gütliche Einigung erzielt wird: Pfarrer Gran nimmt alle seine Äußerungen zurück.
Archivale
Indexbegriff Person: Falkner, Karl Friedrich
Indexbegriff Person: Gran, Johann August
Indexbegriff Person: Schwarz, Benedikt von
Indexbegriff Person: Westphal, Konrad (Wirt Unterartelshofen)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Indexbegriff Person: Gran, Johann August
Indexbegriff Person: Schwarz, Benedikt von
Indexbegriff Person: Westphal, Konrad (Wirt Unterartelshofen)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Artelshofen
Artelshofen, Gemeindehaus = Haus Nr. 25
Artelshofen, Haus Nr. 25
Artelshofen, Kirche
Enzendorf
Harnbach
Reichenschwand
Gerichtshalter, Reichenschwand
Pfarrer, Artelshofen
Gemeindeversammlung
Wirtshaus
Beschwerde
Predigt
Kettenhund
Bedrohung
Streitsucht
Charakterisierung
Brief
Beleidigungsklage
Kreis- und Stadtgericht Nürnberg
Einigung, gütliche
Beleidigung Zurücknahme
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ