B Rep. 042 Amtsgericht Charlottenburg (Bestand)
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B Rep. 042
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 5 Justizbehörden >> B 5.1 Gerichte und Staatsanwaltschaften
Vorwort: Amtsgericht Charlottenburg
Bereits am 25. Mai 1945 begannen die Amtsgerichte in Berlin wieder mit der Rechtsprechung. Neben den zentralen Aufgaben wie privatrechtliche Streitigkeiten und Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (Vormundschafts- und Betreuungssachen, Nachlasssachen, Grundbuchangelegenheiten, Wohnungseigentumsstreitigkeiten) hatte das Amtsgericht Charlottenburg seit 1949 für Berlin (West) besondere Zuständigkeiten inne.
Vom 01.06.1945 bis zum 30.09.1946 (?) bestanden auf dem Gebiet dieses Gerichtsbezirkes die Amtsgerichte (Stadtbezirksgerichte) Charlottenburg (Sitz Amtsgerichtsplatz 1) und Wilmersdorf (Sitz Kaiserallee 35). Eventuelle überlieferte Dokumente aus dieser Zeit werden dem Amtsgerichtsbestand nach dem 30.09.1946 zugeordnet. Nach dem 30.09.1946 führte das neu eingerichtete Gericht die Bezeichnung Amtsgericht Charlottenburg.
Es war das alleinige Familiengericht der Stadt bis zur Wiedervereinigung und hatte die Funktion eines zentralen Registergerichts für die Bereiche Handelsregister, Vereinsregister und Genossenschaftsregister. Zudem oblag ihm der besondere Bereich Schiedsmannssachen. Mit der Teilung der Stadt Berlin kam es 1949 auch in der Registerführung des Amtsgerichts zu einer Zweiteilung. So nahm neben dem Amtsgericht Charlottenburg für Berlin (West) das Amtsgericht Berlin-Mitte für den Ostteil der Stadt die Zuständigkeit für das Handelsregister wahr. Später lag die Zuständigkeit in Berlin (Ost) beim Vertragsgericht.
Durch Verfügung des Kammergerichtspräsidenten vom 22.12.1945 sind dem Amtsgericht die Geschäfte der Schiedsmannordnung für die Bezirke der Berliner Amtsgerichte übertragen worden.
Seit Mitte der 1950er Jahre gelangten v. a. die Unterlagen des Handelsregisters in größeren Abständen in das Landesarchiv Berlin.
Enthält:
Kirchenaustritte.- Vereins- und Genossenschaftsregister.- Handelsregister.- Vormundschaften.- Todeserklärungen.
Erschlossen: 32295 [AE] 488.70 [lfm]
Nicht erschlossen: 63.70 [lfm]
Laufzeit:
(1899 -) 1945 - 1982
Benutzung:
Findbuch, Karteien
Benutzungsbeschränkung
Bereits am 25. Mai 1945 begannen die Amtsgerichte in Berlin wieder mit der Rechtsprechung. Neben den zentralen Aufgaben wie privatrechtliche Streitigkeiten und Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (Vormundschafts- und Betreuungssachen, Nachlasssachen, Grundbuchangelegenheiten, Wohnungseigentumsstreitigkeiten) hatte das Amtsgericht Charlottenburg seit 1949 für Berlin (West) besondere Zuständigkeiten inne.
Vom 01.06.1945 bis zum 30.09.1946 (?) bestanden auf dem Gebiet dieses Gerichtsbezirkes die Amtsgerichte (Stadtbezirksgerichte) Charlottenburg (Sitz Amtsgerichtsplatz 1) und Wilmersdorf (Sitz Kaiserallee 35). Eventuelle überlieferte Dokumente aus dieser Zeit werden dem Amtsgerichtsbestand nach dem 30.09.1946 zugeordnet. Nach dem 30.09.1946 führte das neu eingerichtete Gericht die Bezeichnung Amtsgericht Charlottenburg.
Es war das alleinige Familiengericht der Stadt bis zur Wiedervereinigung und hatte die Funktion eines zentralen Registergerichts für die Bereiche Handelsregister, Vereinsregister und Genossenschaftsregister. Zudem oblag ihm der besondere Bereich Schiedsmannssachen. Mit der Teilung der Stadt Berlin kam es 1949 auch in der Registerführung des Amtsgerichts zu einer Zweiteilung. So nahm neben dem Amtsgericht Charlottenburg für Berlin (West) das Amtsgericht Berlin-Mitte für den Ostteil der Stadt die Zuständigkeit für das Handelsregister wahr. Später lag die Zuständigkeit in Berlin (Ost) beim Vertragsgericht.
Durch Verfügung des Kammergerichtspräsidenten vom 22.12.1945 sind dem Amtsgericht die Geschäfte der Schiedsmannordnung für die Bezirke der Berliner Amtsgerichte übertragen worden.
Seit Mitte der 1950er Jahre gelangten v. a. die Unterlagen des Handelsregisters in größeren Abständen in das Landesarchiv Berlin.
Enthält:
Kirchenaustritte.- Vereins- und Genossenschaftsregister.- Handelsregister.- Vormundschaften.- Todeserklärungen.
Erschlossen: 32295 [AE] 488.70 [lfm]
Nicht erschlossen: 63.70 [lfm]
Laufzeit:
(1899 -) 1945 - 1982
Benutzung:
Findbuch, Karteien
Benutzungsbeschränkung
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST