Else, Contze Ludwigs von Mommenheim Witwe, bekundet Folgendes: 1) Sie hat der Kartause (Prior und Konvent) St. Michaelsberg vor Mainz in Anwesenheit ihres Bruders Henne Hane vor Schultheiß und Hübnern des Gerichts zu Mommenheim den Hof daselbst mit allen Äckern, Weingärten, Wiesen, Zinsen und Unterpfändern, wie sie und ihr Hauswirt es zu Erbe innegehabt, aufgegeben. 2) Die Kartäuser überlassen ihr jedoch zur lebenslänglichen Nutzung das Steinhaus in dem Hof, ferner das "schoppgin an der schuern, dar under die kelter steet", ferner das Gärtchen hinter dem Steinhaus und den Stall neben diesem Hause, ferner Recht am Brunnen in dem Hof. Die Kartäuser müssen den Zaun machen lassen "von der schuern an dem nehsten posten gein dem huse ane bys an den baume by dem borne und von dem selben baume ane bys an den nehsten dore posten gein dem huse" und haben Haus, Schöpfchen, Gärtchen und Stall instandzuhalten. Sie erhält ferner auf Lebenszeit ein Zweitel (halb Wiese, halb Kappusgarten) (Angrenzer: Junker Gerhart Hoenberger); ferner 20 "gebont weysen stroiß", 200 "gebont rugkenstroiß", 200 "gebont haberstroiß", 40 "gebont schaube"; der im Hof erzeugte Mist soll für die Hofgüter verwandt werden. Die Kartäuser reichen ihr ferner alljährlich zu Weihnachten 10 fl. und 10 Malter Korn Mainzer Währung (nach ihrem Tod den noch fälligen verhältnismäßigen Jahresanteil ihren Erben). Dafür bleibt der Hof ihr Unterpfand. Zeugen: Junker Clas von Dinheim; Herr Wernher, Pfarrer zu Mommenheim; Heintze Hartze, Schultheiß, Spießhenne und Spießheinriche (Gebrüder), Peder Safey, Peder Weber, Henne Arnolt, alle Hübner; ihr oben genannter Bruder; Wigant Hans von Udenheim. S. 1) Junker Gerhart Hoenberger, 2) Herr Wernher, Pfarrer zu Mommenheim; "off sant Stepphans tag des heiligen mertlers [...] viertzehenhundert und eins und funfftzig".

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