Hans Schnell, Ammann des Grafen Hug von Montfort, urteilt in der Streitsache zwischen Hans Natterer, Spitalmeister des Heiliggeistspitals zu Wangen, als Kläger, und Thias Strubhar von Hemigkofen um einen Brunnen, der in den Spitalgütern entspringt und dessen Wasser Strubhar auf seine Mühle abgeleitet hatte. Letzerer entgegnet, daß er hierfür dem Spital jährlich zwei Zinshühner reiche. Das Urteil lautet, Strubhar solle den Brunnen neu einfassen und sauberhalten; er soll dem Spital zur Deckung der bisherigen Unkosten 2 1/2 fl bezahlen sowie jährlich 5 ß Bodenzins reichen.
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Hans Schnell, Ammann des Grafen Hug von Montfort, urteilt in der Streitsache zwischen Hans Natterer, Spitalmeister des Heiliggeistspitals zu Wangen, als Kläger, und Thias Strubhar von Hemigkofen um einen Brunnen, der in den Spitalgütern entspringt und dessen Wasser Strubhar auf seine Mühle abgeleitet hatte. Letzerer entgegnet, daß er hierfür dem Spital jährlich zwei Zinshühner reiche. Das Urteil lautet, Strubhar solle den Brunnen neu einfassen und sauberhalten; er soll dem Spital zur Deckung der bisherigen Unkosten 2 1/2 fl bezahlen sowie jährlich 5 ß Bodenzins reichen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 52 a U 303
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 52 a Archivalien aus dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg
Archivalien aus dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg >> II. Südwürttemberg >> 1. Urkunden
1545 Juli 28 (Di n. Maria Magdalena)
Urkunden
Siegler: Der A.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. abg.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. abg.
Früherer LO: GNM Reg. Nr. 4016
Montfort(-Rotenfels); Hugo (Haug) von; Graf
Natterer, Hans, Spitalmeister
Schnell, Hans, Amtmann
Strubhar, Thia
Hemigkofen = Kressbronn am Bodensee FN
Wangen im Allgäu RV; Spital
Brunnen
Streitsache
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:30 MEZ