1334, 2. Indiktion, im 18. Jahr des Pontifikats Johannes' XXII., XVIII. Kal. Februarii - 15.1., zur Mittagsstunde im Dorfe Nieder-Olm ("Olmene inferiori"), unter der Linde an gewohnter Gerichtsstätte vor Schultheiß und Schöffen: Bestehen "Ring" von Zornheim ("Zorinheim") u.s. Fr. zu Erbe von Dekan und Kapitel der Mainzer Kirche alle domstiftischen Güter in Dorf und Markung "Hargesheim" (Unteilbarkeitsklausel) gegen 40 Malter Roggengült Speichermaß ("mensure granarii ecclesie Maguntine"), fällig zu Mainz zwischen Mariä Himmelfahrt und Geburt. Die Beständer haben ein gutes Holzhaus, das "in beihus" genannt wird, und eine gute Scheuer zu erbauen, wozu sie vom Domstift 30 Schillinge Heller Präsenzgelder erhalten, sind ferner auf 2 Jahre gültfrei und reichen im dritten Jahr nur 30 Malter. Die Güter zinsen außerdem 9 Malter Roggen dem Herrn von Falkenstein ("Valkenstein") und tragen alle übrigen Lasten. - Unterpfänder: 8 Joch Ackerland in der Dorfmark Nieder-Olm ("Olmene inferioris") und zwar: 2 Joch an dem "Bowerwege" (nach Teilung von 7 Joch mit den Brüdern des "Ring"); 2 Joch zu "Dyefe reche"; 2 Joch in dem "Ussehenden"; 1 Joch an dem "Lickburne (Liek-?) Wege"; 1 Joch (Angrenzer: Die Kirche daselbst, der Bischof, Ritter Nikolaus von Hattenheim.). Zeugen: Die Ritter Emercho von Trechtingshausen ("Drehtingeshusen"), Burggraf in Olm ("Olmena"), und Eberhard von Echzell ("Echzile"); Konrad Rosenkranz ("Conradus Rosencrantz"), Schultheiß, und die Schöffen Heinrich Merlin, Johannes Sartor, Hennekin "Oleyer"; Hertwig, Pleban daselbst, Hennekin "Firkeln", Johannes von "Beckelnheim", Johannes von Oppenheim und "Gotz" von Saulheim ("Sauwelnheim") "colonus" des Domstifts. Signet und Unterschrift des kaiserl. Notars und Mainzer Klerikers "Walthelmus von Cassele".

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