Urk.-Abt. 3 Grafschaft Holstein-Schauenburg-Pinneberg (Bestand)
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Urk.-Abt. 3
Landesarchiv Schleswig-Holstein (Archivtektonik) >> Gliederung >> Schleswig-Holstein insgesamt bis 1867 >> Abt. 3 Grafschaft Holstein-Schauenburg-Pinneberg
1189-1699
Enthält: Friedensschlüsse und Vergleiche; Lehnssachen; Tes¬tamente; Vormundschaft; Pfand- und Schuldverschreibungen; Erhebung Christian Rantzaus in den Reichsgrafenstand.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Grafschaft Holstein-Schauenburg-Pinneberg ist zwischen dem Ende des 13. und dem Ende des 14. Jahrhunderts durch die Landesteilungen der Holstein-Schauenbur- ger Grafen entstanden. 1390 wurde sie vom übrigen Holstein vollständig losgelöst und unter der Schauenburger Linie in Personalunion mit der Stammgrafschaft Schaum¬burg an der Weser vereinigt. Die Landesherren residierten vornehmlich in Schaum¬burg, während in Holstein-Pinneberg als oberster Beamter ein Drost eingesetzt war. Unter dem Drost standen je ein Amtmann in Pinneberg, in Hatzburg und in Barmstedt. Das kleine Amt Hatzburg wurde aber sehr oft vom Pinneberger Amtmann mitverwal¬tet. Als 1640 das schauenburgische Haus im Mannesstamm ausstarb, fiel die Graf¬schaft in einem Teilungsrezess an die beiden Landesherren in Holstein: König Chris¬tian IV. von Dänemark erhielt zwei Drittel des Gebietes einschließlich der Stadt Altona, das entsprach etwa der späteren Herrschaft Pinneberg, und Herzog Friedrich III. er¬hielt das restliche Drittel, nämlich das Amt Barmstedt, das er 1649 an Christian Rant¬zau, den königlichen Statthalter in den Herzogtümern, veräußerte, unter welchem es zur Reichsgrafschaft Rantzau erhoben wurde.
Bestandsgeschichte: Der größere Teil der Urkunden war nach dem Aussterben des schauenburgischen Grafenhauses 1640 als Samtarchiv im gemeinschaftlichen Besitz von Hessen-Kassel und Schaumburg-Lippe in Bückeburg verblieben. Als Folge der Eingliederung Hessens in Preußen nach 1866 wurde das Samtarchiv 1873 geteilt. Die Urkunden, welche die Grafschaft Holstein-Schauenburg-Pinneberg betrafen, kamen bereits im gleichen Jahr aus dem schauenburgischen Archiv in Bückeburg über das Staatsarchiv Marburg nach Schleswig. Ein weiterer Teil der Urkunden stammt aus der Kopenhagener Abgabe von 1936. Diese Urkunden entstammen größtenteils dem Gemeinschaftlichen Archiv (vgl. Urk-Abt. 1) oder dem Archiv der Deutschen Kanzlei.
Filmkopien: Urk.-Nr. 1-166 = Film-Signatur: Abt. 420 Nr. 174/1964
Urk.-Nr. 167-340 = Film-Signatur: Abt. 420 Nr. 175/1964
Urk.-Nr. 341 = Film-Signatur: Abt. 420 Nr. 175/1964
Urk.-Nr. 341-424 = Film-Signatur: Abt. 420 Nr. 176/1964
Benutzung: Der Bestand wurde 2012 in eine Archivdatenbank eingepflegt, dabei wurden die Regesten überarbeitet und in ein moderneres Deutsch übertragen. Zur Erleichterung der Benutzung und um eine sinnvolle Recherche im Urkundenbestand in der Datenbank zu ermöglichen, wurden Orts- und Personennamen soweit möglich modernisiert und vereinheitlicht (z. B. "Heinrich von Ahlefeldt" statt "Henricus de Anevelde"). Um Verwechslungen zu vermeiden, wurden sämtliche Angehörige von herrschaftlichen Familien mit den heute gebräuchlichen Bezeichnungen der Linien (z. B. von Schleswig-Holstein-Gottorf) versehen, auch wenn diese zu Lebzeiten der betreffenden Personen noch nicht verwendet wurden. Die Ordnungszahlen der Angehörigen dieser Familien orientieren sich an der modernen Zählweise.
Die Grafen von Schauenburg-Holstein werden im vorliegenden Bestand unter der Bezeichnung "Grafen von Holstein-Pinneberg" geführt.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Grafschaft Holstein-Schauenburg-Pinneberg ist zwischen dem Ende des 13. und dem Ende des 14. Jahrhunderts durch die Landesteilungen der Holstein-Schauenbur- ger Grafen entstanden. 1390 wurde sie vom übrigen Holstein vollständig losgelöst und unter der Schauenburger Linie in Personalunion mit der Stammgrafschaft Schaum¬burg an der Weser vereinigt. Die Landesherren residierten vornehmlich in Schaum¬burg, während in Holstein-Pinneberg als oberster Beamter ein Drost eingesetzt war. Unter dem Drost standen je ein Amtmann in Pinneberg, in Hatzburg und in Barmstedt. Das kleine Amt Hatzburg wurde aber sehr oft vom Pinneberger Amtmann mitverwal¬tet. Als 1640 das schauenburgische Haus im Mannesstamm ausstarb, fiel die Graf¬schaft in einem Teilungsrezess an die beiden Landesherren in Holstein: König Chris¬tian IV. von Dänemark erhielt zwei Drittel des Gebietes einschließlich der Stadt Altona, das entsprach etwa der späteren Herrschaft Pinneberg, und Herzog Friedrich III. er¬hielt das restliche Drittel, nämlich das Amt Barmstedt, das er 1649 an Christian Rant¬zau, den königlichen Statthalter in den Herzogtümern, veräußerte, unter welchem es zur Reichsgrafschaft Rantzau erhoben wurde.
Bestandsgeschichte: Der größere Teil der Urkunden war nach dem Aussterben des schauenburgischen Grafenhauses 1640 als Samtarchiv im gemeinschaftlichen Besitz von Hessen-Kassel und Schaumburg-Lippe in Bückeburg verblieben. Als Folge der Eingliederung Hessens in Preußen nach 1866 wurde das Samtarchiv 1873 geteilt. Die Urkunden, welche die Grafschaft Holstein-Schauenburg-Pinneberg betrafen, kamen bereits im gleichen Jahr aus dem schauenburgischen Archiv in Bückeburg über das Staatsarchiv Marburg nach Schleswig. Ein weiterer Teil der Urkunden stammt aus der Kopenhagener Abgabe von 1936. Diese Urkunden entstammen größtenteils dem Gemeinschaftlichen Archiv (vgl. Urk-Abt. 1) oder dem Archiv der Deutschen Kanzlei.
Filmkopien: Urk.-Nr. 1-166 = Film-Signatur: Abt. 420 Nr. 174/1964
Urk.-Nr. 167-340 = Film-Signatur: Abt. 420 Nr. 175/1964
Urk.-Nr. 341 = Film-Signatur: Abt. 420 Nr. 175/1964
Urk.-Nr. 341-424 = Film-Signatur: Abt. 420 Nr. 176/1964
Benutzung: Der Bestand wurde 2012 in eine Archivdatenbank eingepflegt, dabei wurden die Regesten überarbeitet und in ein moderneres Deutsch übertragen. Zur Erleichterung der Benutzung und um eine sinnvolle Recherche im Urkundenbestand in der Datenbank zu ermöglichen, wurden Orts- und Personennamen soweit möglich modernisiert und vereinheitlicht (z. B. "Heinrich von Ahlefeldt" statt "Henricus de Anevelde"). Um Verwechslungen zu vermeiden, wurden sämtliche Angehörige von herrschaftlichen Familien mit den heute gebräuchlichen Bezeichnungen der Linien (z. B. von Schleswig-Holstein-Gottorf) versehen, auch wenn diese zu Lebzeiten der betreffenden Personen noch nicht verwendet wurden. Die Ordnungszahlen der Angehörigen dieser Familien orientieren sich an der modernen Zählweise.
Die Grafen von Schauenburg-Holstein werden im vorliegenden Bestand unter der Bezeichnung "Grafen von Holstein-Pinneberg" geführt.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 09:51 MEZ