Schriftwechsel der jüdischen Kultusgemeinde Lemgo
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D 109, 20
D 109 Jüdische Kultusgemeinde Detmold und Herford
Jüdische Kultusgemeinde Detmold und Herford >> 2. Jüdische Kultusgemeinde Lemgo
Februar 1946-November 1948
Enthaeltvermerke: Enthält v.a.: Personalbögen neuaufzunehmender Gemeindemitglieder besonders von Ostflüchtlingen (Transport aus Stettin); Zuteilung von Bezugsmarken, Möbeln, Haushaltswaren und Care Paketen; Gewährung von Zuschüssen und Beihilfen durch den Landesverband der jüdischen Gemeinden in Westfalen Dortmund; Hinterbliebenenfürsorge und Betreuung nichtjüdischer Ehepartner; Gewährung von Darlehen für im Aufbau begriffene jüdische Unternehmen durch die Sparkassen; Einweisungen Kranker in das jüdische Kurheim Bad Harzburg; Ernennung von Beisitzern für die Berufungskammer gegen die Entscheidungen des Kreis-Sonderhilfsausschusses; Warnungen vor Betrügern, die sich bei einzelnen Gemeinden Lebensmittel, Geld usw. ergaunern; Abwanderung jüdischer Ostflüchtlinge aus Alverdissen und Bösingfeld; Einladungen zu Sitzungen des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Westfalens in Dortmund; Anerkennung von Flüchtlingen durch den Landesverband; Zuteilungen von Wein und Mazzot für die Pessach-Feiertage; Rückerstattungsangelegenheiten und Auswanderungen; Sitzungsprotokolle der engeren Vorstände der Landesverbände der jüdischen Gemeinden der Nordrhein-Provinz und der Provinz Westfalen am 24.1. und 17.2.1947 betreffend Zusammenschluss beider Verbände zu einem gemeinsamen Landesverband Nordrhein-Westfalen; Kompetenzstreitigkeiten zwischen der Gemeinde Lemgo (Adolf Sternheim) und der Gemeinde Detmold (Wilhelm Ehrmann) über den Vorstand der jüdischen Kultusvereinigung in Lippe (Betreuung sämtlicher Juden in Lippe) 1947; Anmeldungen für Auswanderungen nach Palästina; Spenden aus USA; Suche nach Deportierten und verschollenen Gemeindemitgliedern; Bekanntmachung des Central Committee of Liberated Jews in the British Zone, Bergen-Belsen über den polnischen Erlass vom 8.3.1946 betreffend Anspruch auf Rückerstattung von Vermögen; Vorstandswahlen der jüdischen Kultusgemeinde Lippe am 30.11.1946; Kinderverschickung in die Schweiz; Sitzung des jüdischen Central-Commitees mit den Vorsitzenden der Landesverbände am 4.8.1946 über die Bildung eines Wirtschaftsamtes und einer Wirtschaftskommission
Jüdische Kultusgemeinde Detmold und Herford
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:35 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Tektonik)
- 1.3. Organisationen, Güter, Familien, Personen (Tektonik)
- 1.3.2. Vereine, Verbände, Firmen (Tektonik)
- Jüdische Kultusgemeinde Detmold und Herford (Bestand)
- 2. Jüdische Kultusgemeinde Lemgo (Gliederung)