von Freyberg zu Wellendingen, Freiherren (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 88 a
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 >> Sonstige weltliche Herrschaften
1538-1910
Inhalt und Bewertung
Die hier enthaltenen Archivalien aus der Kanzlei der Freiherren von Freyberg zu Wellendingen kamen im Staatsarchiv Ludwigsburg bei der Verzeichnung von Akten des Landgerichts Rottweil zum Vorschein. Sie betreffen hauptsächlich Familienangelegenheiten (darunter Genealogie, Fideikommißstreit, Pflegschaften) und das Gut Wellendingen, umfassen aber auch Einzelstücke betreffend die Güter Hopferau und Worndorf, dazu ein Faszikel betreffend Interessen der Freyberg-Justingen an Bergwerken in Graubünden, Tirol u.a. (1609) sowie zwei Faszikel Korrespondenzen des Freiherrn Nikolaus Christoph von Freyberg in seiner Eigenschaft als Kreishauptmann zu Rottenburg (1806-1810).
1993 wurde der Bestand durch eine Abgabe des Staatsarchivs Sigmaringen um einige Urkunden und vor allem um Akten über die Pfarrkirche zu Wellendingen ergänzt.
Ein weiterer Teil des Wellendinger Archivs gelangte in das Bayerische Hauptstaatsarchiv München.
Vorbemerkung zu den Urkunden: Der Ort Wellendingen wurde im Jahre 1545 von den Ifflingern verkauft und kam nach mehrfachem Besitzwechsel 1606/08 von den Humpis an die Freiherrn von Freyberg. 1825 kaufte die Gemeinde das adlige Gut. Das Patronat verblieb den Freiherrn von Freyberg zu Allmendingen. Der Bestand entstammt der Aktenablieferung des Landgerichts Tübingen Acc. 2/1955 und befand sich bei den jetzt unter der Signatur Wü 28/3 A I geordneten Akten der Exemten. Beim Landgericht Tübingen war schon im Jahre 1906 nichts mehr über die Herkunft dieser provenienzfremden Urkunden und Akten bekannt, 2s setzte in diesem Jahre das Amtsgericht in Ehingen an der Donau und das katholische Pfarramt Wellendingen von dem Vorhandensein der Akten in Kenntnis und verwahrte sie dann bei den Exemten - Akten. Der Bestand umfasst 6 Urkunden und 13 Faszikel Akten (0,3 lfd. m). Er erhielt die Signatur F 4/6. Bearbeiter: Dr. Gönner Schreiberin: E. Kober Sigmaringen, den 15. Oktober 1956
Vorbemerkung zu den Akten: Bei der Verzeichnung der Akten des Landgerichts Rottweil betr. nichtstreitige Rechtssachen, vor allein der Exemten, durch Dr. A. Bogenrieder im Jahr 1947 kamen umfangreiche Akten aus der Kanzlei der Freiherren von Freyberg zu Wellendingen zum Vorschein. Wie diese zum Landgericht Rottweil gelangt waren, lässt sich nicht mehr feststellen; vermutlich dienten sie als Unterlagen für irgendeinen Prozess der Freiherren von Freyberg. Im Bestand Landgericht Rottweil findet sich jedoch nur ein Büschel betr. Umgeldsentschädigung des Freiherrn von Freyberg-Eisenberg vom früheren Rittergut Wellendingen (E 330, Büschel d). Die hier verzeichneten Akten betreffen aber nicht nur das Gut Wellendingen, sondern auch Hopferau und Worndorf sowie Familienangelegenheiten der Freyberg-Wellendingen und Freyberg-Justingen" ferner enthält der Bestand drei Büschel Akten des Freiherren Nikolaus Christoph von Freyberg in seiner Eigenschaft als Kreishauptmann zu Rottenburg. Der Bestand wurde im Sommer 1956 erstmals von Archivrat Dr. R. Schwank" verzeichnen. Er umfasst 135 Büschel mit 2,20 lfd. m. Ludwigsburg, November 1956
12 Urkunden, 151 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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13.11.2025, 2:39 PM CET