Kleinere Landesherrschaften: Grafschaft Wied-Neuwied (Bestand)
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338
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Altes Reich >> Kleinere Landesherrschaften
Enthält: 13 Urkunden 1377-1825
5 m Akten (1240) 1528-1820, meist 18. Jh., vorwiegend Domänen-, Mühlen-, Kirchen- und Schulsachen sowie Freiwillige Gerichtsbarkeit
0,5 m Rechnungen 1800-1816 von Gemeinden, Kirchen und Schulen.
Bestandsgeschichte: Der im 19. Jh. gebildete Pertinenzbestand enthält als Kern Teile der über das nassauische Amt Selters ins Archiv gelangten Amtsregistratur. Die zentrale Überlieferung befindet sich im Fürstlich Wiedischen Archiv Neuwied und im Landeshauptarchiv Koblenz.
Die Verzeichnungen zu den Urkunden des Bestandes im HHStAW wurden in den Jahren 2011 bis 2014 im Rahmen eines DFG-Förderprojekts aus Eigenmitteln retrokonvertiert.
Geschichte des Bestandsbildners: Bei den Landesteilungen der Grafschaft Wied von 1595 und 1613 wurde als neues Territorium die Niedergrafschaft Wied gebildet und in der Folge, nach der 1653 gegründeten neuen Residenzstadt Neuwied, Grafschaft Wied-Neuwied benannt. Der Grafschaft Wied-Neuwied der Grafen, seit 1784 Fürsten von Wied-Neuwied, war alter wiedischer Besitz um Rückeroth und Nordhofen und alter Isenburger Besitz um Alsbach und Grenzhausen zugeteilt. Um 1760 wurden diese oberen Landeskirchspiele zu einem Amt Grenzhausen vereinigt, dem 1799 aus dem Erbe der Burggrafen von Kirchberg der Bann Maxsain, ein Anteil an Steinebach und der Beller Hof zugewiesen wurden. Das Fürstentum Wied-Neuwied wurde 1806 mediatisiert und dem Herzogtum Nassau zugeteilt. 1815 fiel Wied-Neuwied an Preußen, während Nassau nur das 1805 von Grenzhausen nach Selters verlegte Amt Selters behielt. Zum Amt Grenzhausen gehörten 1806 die Kirchspiele: a) Maxsain mit Zürbach, Wölferlingen und Freilingen, b) Alsbach mit Hundsdorf, Hilgert und Faulbach, c) Dreifelden mit Langenbaum, Linden, Schmidthahn, Seeburg und Steinebach (wied. Anteil), d) Grenzhausen, e) Nordhofen mit Mogendorf, Vielbach, Quirnbach und Selters, f) Rückeroth mit Goddert, + Stahlhofen, Steinen und Straße, g) Maxsain (Bann Maxsain) mit Freilingen, Wölferlingen und Zürbach sowie aus dem Kirchspiel Altstadt: Steinebach (vormals Sayn-Hachenburger Anteil) und Bellerhof.
Findmittel: Urkunden: Kartei um 1900
Findmittel: Akten: Repertorium von Hagemann, 1887/1888; ergänzt und überarbeitet von Gensicke und Helfer 1969 (hs.)
Findmittel: Urkunden: Online-Datenbank (Arcinsys)
5 m Akten (1240) 1528-1820, meist 18. Jh., vorwiegend Domänen-, Mühlen-, Kirchen- und Schulsachen sowie Freiwillige Gerichtsbarkeit
0,5 m Rechnungen 1800-1816 von Gemeinden, Kirchen und Schulen.
Bestandsgeschichte: Der im 19. Jh. gebildete Pertinenzbestand enthält als Kern Teile der über das nassauische Amt Selters ins Archiv gelangten Amtsregistratur. Die zentrale Überlieferung befindet sich im Fürstlich Wiedischen Archiv Neuwied und im Landeshauptarchiv Koblenz.
Die Verzeichnungen zu den Urkunden des Bestandes im HHStAW wurden in den Jahren 2011 bis 2014 im Rahmen eines DFG-Förderprojekts aus Eigenmitteln retrokonvertiert.
Geschichte des Bestandsbildners: Bei den Landesteilungen der Grafschaft Wied von 1595 und 1613 wurde als neues Territorium die Niedergrafschaft Wied gebildet und in der Folge, nach der 1653 gegründeten neuen Residenzstadt Neuwied, Grafschaft Wied-Neuwied benannt. Der Grafschaft Wied-Neuwied der Grafen, seit 1784 Fürsten von Wied-Neuwied, war alter wiedischer Besitz um Rückeroth und Nordhofen und alter Isenburger Besitz um Alsbach und Grenzhausen zugeteilt. Um 1760 wurden diese oberen Landeskirchspiele zu einem Amt Grenzhausen vereinigt, dem 1799 aus dem Erbe der Burggrafen von Kirchberg der Bann Maxsain, ein Anteil an Steinebach und der Beller Hof zugewiesen wurden. Das Fürstentum Wied-Neuwied wurde 1806 mediatisiert und dem Herzogtum Nassau zugeteilt. 1815 fiel Wied-Neuwied an Preußen, während Nassau nur das 1805 von Grenzhausen nach Selters verlegte Amt Selters behielt. Zum Amt Grenzhausen gehörten 1806 die Kirchspiele: a) Maxsain mit Zürbach, Wölferlingen und Freilingen, b) Alsbach mit Hundsdorf, Hilgert und Faulbach, c) Dreifelden mit Langenbaum, Linden, Schmidthahn, Seeburg und Steinebach (wied. Anteil), d) Grenzhausen, e) Nordhofen mit Mogendorf, Vielbach, Quirnbach und Selters, f) Rückeroth mit Goddert, + Stahlhofen, Steinen und Straße, g) Maxsain (Bann Maxsain) mit Freilingen, Wölferlingen und Zürbach sowie aus dem Kirchspiel Altstadt: Steinebach (vormals Sayn-Hachenburger Anteil) und Bellerhof.
Findmittel: Urkunden: Kartei um 1900
Findmittel: Akten: Repertorium von Hagemann, 1887/1888; ergänzt und überarbeitet von Gensicke und Helfer 1969 (hs.)
Findmittel: Urkunden: Online-Datenbank (Arcinsys)
5,6 m (13 Urkunden; 5,5 m Akten und Rechnungen)
Bestand
Literatur: Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. Wiesbaden 1958 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, 13), S. 332 ff.
Literatur: Hellmuth Gensicke: Die Kirchspiele Alsbach und Grenzhausen. In: Nassauische Annalen, 68 (1957), S. 246-261.
Literatur: Anton Josef Weidenbach: Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866. Wiesbaden 1870; S. 303-304.
Literatur: Hellmuth Gensicke: Die Kirchspiele Rückeroth und Dreifelden. In: Nassauische Annalen, 66 (1955), S. 257-265.
Literatur: Walter Wagner, Kurt Strecker: Das Rhein-Main-Gebiet vor 150 Jahren (1787). Darmstadt 1957 (Karte und Erklärungsband).
Literatur: Hellmuth Gensicke: Die Kirchspiele Alsbach und Grenzhausen. In: Nassauische Annalen, 68 (1957), S. 246-261.
Literatur: Anton Josef Weidenbach: Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866. Wiesbaden 1870; S. 303-304.
Literatur: Hellmuth Gensicke: Die Kirchspiele Rückeroth und Dreifelden. In: Nassauische Annalen, 66 (1955), S. 257-265.
Literatur: Walter Wagner, Kurt Strecker: Das Rhein-Main-Gebiet vor 150 Jahren (1787). Darmstadt 1957 (Karte und Erklärungsband).
Hilgert
Vielbach
Selters:Ww.
Steinen
Alsbach
Neuwied
Schmidthahn
Stahlhofen
Freilingen
Quirnbach
Goddert
Zürbach
Faulbach b. Hilgert
Nordhofen
Wölferlingen
Mogendorf
Linden
Rückeroth
Straße
Langenbaum
Seeburg
Maxsain
Hundsdorf
Steinebach
Höhr-Grenzhausen
Bellerhof
Dreifelden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 12:53 MESZ