Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz vom 22. März 1619, wonach der Appellat von der Vormundschaftsklage freizusprechen, jedoch schuldig sei, den Appellanten 400 Tlr. und 5 % Pensionen seit 1600 aufgrund einer Verschreibung auf dem „Seemergut“ zu bezahlen. Die Appellanten werfen dem Appellaten Jakob (von) Pempelfort vor, die Güter seiner Pflegetochter Kaspara von der Hees gen. Happerschoß mißbräuchlich verwaltet und zu seinem eigenen Vorteil ausgenutzt zu haben. Der Appellat leugnet dies und verweist insbesondere gegen den Vorwurf, einen Vertrag mit viel zu geringen Pachtabgaben abgeschlossen zu haben, auf die Zustimmung des Mitvormunds Ludwig Ra(e)sen zu diesem Vertrag. Er erhebt seinerseits Erbforderungen auf die Hinterlassenschaft des Hermann von der Hees gen. Happerschoß, des Großvaters der Kaspara von der Hees gen. Happerschoß, der mit seiner Mutter Gutgen von Pempelfort verheiratet war, ohne daß Kinder aus dieser Ehe hervorgegangen waren.
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Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz vom 22. März 1619, wonach der Appellat von der Vormundschaftsklage freizusprechen, jedoch schuldig sei, den Appellanten 400 Tlr. und 5 % Pensionen seit 1600 aufgrund einer Verschreibung auf dem „Seemergut“ zu bezahlen. Die Appellanten werfen dem Appellaten Jakob (von) Pempelfort vor, die Güter seiner Pflegetochter Kaspara von der Hees gen. Happerschoß mißbräuchlich verwaltet und zu seinem eigenen Vorteil ausgenutzt zu haben. Der Appellat leugnet dies und verweist insbesondere gegen den Vorwurf, einen Vertrag mit viel zu geringen Pachtabgaben abgeschlossen zu haben, auf die Zustimmung des Mitvormunds Ludwig Ra(e)sen zu diesem Vertrag. Er erhebt seinerseits Erbforderungen auf die Hinterlassenschaft des Hermann von der Hees gen. Happerschoß, des Großvaters der Kaspara von der Hees gen. Happerschoß, der mit seiner Mutter Gutgen von Pempelfort verheiratet war, ohne daß Kinder aus dieser Ehe hervorgegangen waren.
AA 0627, 3336 - L 182/558
AA 0627 Reichskammergericht, Teil V: I-L
Reichskammergericht, Teil V: I-L >> 3. Buchstabe L
1619 - 1681 (1569 - 1682)
Enthaeltvermerke: Kläger: Wilhelm Lauf (Lauffs), Bürgermeister zu Düsseldorf, namens seiner Gattin Kaspara Happerschoß gen. Hees bzw. Kaspara von der Hees gen. Happerschoß, 1634 die verwitwete Kaspara, ihre Tochter Katharina Lauf und ihr Schwiegersohn Lic. Gabriel Mattenclot, pfalzneuburg. Rat und Archivar, (Kl.) Beklagter: Jakob (von) Pempelfort, Schöffe und Ratsverwandter, später Bürgermeister zu Ratingen, seit 1641 Adolf von Pempelfort, kurmainz. Protonotar und 1652 Scholaster zu St. Peter in Mainz, Wilhelm Pawels, Schöffe des Gerichts zu Dormagen, namens seiner Gattin Christina von Pempelfort, Sebastian Fedder, Bürger und Handelsmann zu Köln und Sohn der verstorbenen Gertrud von Pempelfort, Ludger von Pempelfort, Sohn des verstorbenen Henrich von Pempelfort, und seine Konsorten, Friedrich Spee, Kanoniker der Kollegiatkirche St. Suitbert zu Kaiserswerth und Sohn der verstorbenen Elisabeth von Pempelfort, und seine Geschwister, 1652 auch Friedrich Balderbeck als Schwiegersohn des Johann Spee, Veronika Lang, Witwe des Jakob von Pempelfort, für sich und ihre Erben und Schwäger Ludger, Henrich und Gottfried von Pempelfort, (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Christoph Riecker [1610] 1621 - Dr. Konrad Esch 1625 - Dr. Dionysius Laurentius Krebs 1627 - Dr. Leonhard Gerhard 1634 - Subst.: Dr. Jonas Eucharius Erhard 1640 - Lic. Johann Walraff 1641 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Bernhard Ebersheim 1619 - Dr. Henrich Eylinck 1625 - Dr. Johann Konrad Albrecht 1641 - Dr. Wilhelm Mockel 1652 - Dr. Franz Philipp Högelen 1682 - Subst.: Lic. Niderer Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht (Räte) zu Düsseldorf 1603 - 1619 - 2. RKG 1619 - 1681 (1569 - 1682) Beweismittel: Schenkung unter Lebenden der Eheleute Hermann von der Hees gen. Happerschoß und Gutgen (Gueda) von Pempelfort von 1567/69 für ihren Sohn bzw. Stiefsohn Johann von der Hees gen. Happerschoß, den Vater der Appellantin, betr. das Gut zur Gaten in der Honschaft Rath und einen Teil des Hofs zum Holt, genannt Schuttenhof, unter dem Hofgericht von Rath im Amt Angermund (Q 20). Schenkung zwischen denselben Vertragspartnern und vom selben Jahr betr. das Gut zum Jungfernhaus in der Honschaft Breitscheid (Q 21). Schenkung von Todes wegen des Hermann von der Hees gen. Happerschoß von 1567 für die Kinder seiner Gattin Gutgen aus der Ehe mit Reinhard von Pempelfort mit Namen Ludwig, Johann, Jakob und Mettelen von Pempelfort (Q 22). Bestätigung der Schenkung von Todes wegen von 1569 (Q 23). Originale Substitutionsurkunde des Dr. Leonhard Gerhard von 1640 für Dr. Jonas Eucharius Erhard (Q 25). Vormundschaftsbestellung von 1590 (Q 30). Gerichtsprotokoll des Hauptgerichts Kreuzberg in Sachen Wilhelm Barbers und Konsorten ./. Guetgen Pempelfort, Witwe des Hermann von der Hees gen. Happerschoß, und ihren Stiefsohn Johann von der Hees gen. Happerschoß von 1594 mit einer Auflistung der streitigen Erbgüter des Hermann von der Hees gen. Happerschoß (Q 31). Weitere Dokumente aus den Prozessen gegen Barbers und Konsorten in Bd. I. Zahlreiche Dokumente auch in Bd. II. Beschreibung: 3 Bde., 28,5 cm; Bd. I: 2,5 cm, 125 Bl., lose, Q 1 - 4, 6 - 35, 6 Beilagen prod. 1680 - 5. Mai 1682, es fehlen Q 11 und 27; Bd. II: 16,5 cm, 1034 Bl., gebunden, Q 5a (Priora); Bd. III: 9,5 cm, 627 Bl., gebunden, Q 5b (Priora = Zeugenrotulus).
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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28.04.2026, 8:16 AM CEST